Gaius Acilius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gaius Acilius war ein römischer Senator und Historiker aus der gens Acilia.

Acilius’ Familie gehörte der römischen Nobilität an, er selbst war Mitglied des Senats.[1] Wegen seiner Griechischkenntnisse war Acilius 155 v. Chr. als Übersetzer für die Philosophen Karneades, Diogenes und Kritolaos tätig, die als Gesandte Athens nach Rom gekommen waren.

Acilius schrieb eine Geschichte Roms in griechischer Sprache, die von der „Ankunft der Trojaner“ im Westen bis wohl 146 v. Chr. reichte.[2] Livius zufolge wurde es um 142/41 v. Chr. veröffentlicht.[3] Das nur fragmentarisch erhalten gebliebene Werk wurde eventuell von einem gewissen Claudius ins Lateinische übersetzt, doch ist dies unsicher.[4]

Die Fragmente sind neu gesammelt, übersetzt und kommentiert von Hans Beck und Uwe Walter herausgegeben worden.

Ausgaben[Bearbeiten]

  • Hans Beck, Uwe Walter: Die frühen römischen Historiker. Band 1: Von Fabius Pictor bis Cn. Gellius. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001, ISBN 3-534-14757-X, S. 234–241.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Überblick zu Leben und Wirken (mit neuerer Literatur) bei Hans Beck, Uwe Walter: Die frühen römischen Historiker. Band 1. Darmstadt 2001, S. 232f.
  2. Vgl. Hans Beck, Uwe Walter: Die frühen römischen Historiker. Band 1. Darmstadt 2001, S. 233.
  3. Livius, Periochae 53 (Acilius senator Graece res Romanas scribit. = Der Senator Acilius verfasste eine römische Geschichte in griechischer Sprache.).
  4. Hans Beck, Uwe Walter: Die frühen römischen Historiker. Band 1. Darmstadt 2001, S. 233, Anmerkung 7.