Kampfstern Galactica

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Dieser Artikel befasst sich mit der originalen Fernsehserie Kampfstern Galactica. Informationen zur Neuverfilmung finden sich unter Battlestar Galactica.
Seriendaten
Deutscher Titel Kampfstern Galactica
Originaltitel Battlestar Galactica /
Galactica 1980
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1978–1980
Länge 45 Minuten
Episoden 34[1]
Genre Drama, Science-Fiction, Actionserie, Abenteuer
Idee Glen A. Larson
Musik Stu Phillips
Erstausstrahlung 17. September 1978 (USA) auf ABC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
31. Januar 1981 auf ARD
Besetzung
Episodenliste

Kampfstern Galactica ist eine von Glen A. Larson entwickelte und produzierte Science-Fiction-Fernsehserie aus den Jahren 1978 bis 1980, hergestellt von Universal Pictures. Die Originalserie besteht aus 24 Folgen (hier die Episoden 1–24), der Ableger Galactica 1980 aus 10 Folgen (hier die Episoden 25–34). Aus einigen dieser insgesamt 34 Episoden wurden drei Kinofilme zusammengeschnitten.

Serien[Bearbeiten]

Die deutsche Erstausstrahlung beider Serien erfolgte erst 1989 (auf RTL).

Kampfstern Galactica (1978–79)[Bearbeiten]

Die Serie startete im September 1978 im amerikanischen Fernsehen. Trotz akzeptabler Einschaltquoten setzte der Fernsehsender ABC die Serie nach nur einer Staffel ab, wahrscheinlich wegen zu hoher Produktionskosten.[2] RTL Nitro sendet die TV-Serie "Kampfstern Galactica" seit dem 9. November 2013 restauriert in HD, beginnend mit der deutschen Fernsehpremiere des Pilotfilms "Saga of a Star World" ungekürzt und komplett deutsch synchronisiert.

Galactica 1980 (1980)[Bearbeiten]

Ein halbes Jahr nach dem Ende von Kampfstern Galactica kam eine abgespeckte Fortsetzung namens Galactica 1980 auf die Bildschirme, der man das gegenüber der Originalserie wesentlich geringere Budget anmerkte. Auf Tricktechnik wurde weitestgehend verzichtet (die Serie spielt fast ausschließlich auf der Erde) und die Originalschauspieler waren fast alle nicht mehr dabei. Raumkampfszenen bestanden überwiegend aus wiederverwendeten, ursprünglich für die Vorgängerserie erstellten Effektaufnahmen. Da die Folgen im Kinderprogramm gezeigt wurden, durften sie nur einen minimalen Anteil an Gewaltszenen enthalten. Der Relaunch (und damit auch der dritte Spielfilm) wird von eingefleischten Fans rundweg abgelehnt, die Handlung wurde z. B. beim Projekt The Second Coming (1998/99) komplett ignoriert.[3] Seit dem 24. August 2013 wird "Galactica 1980" bei RTL Nitro erstmals in HD ausgestrahlt, remastered und restauriert.

Kinofilme[Bearbeiten]

Kampfstern Galactica (Film, 120 Min., Battlestar Galactica, 1978)[Bearbeiten]

Um die hohen Produktionskosten besser zu amortisieren, wurde gleichzeitig mit dem Serienstart in den USA in einigen anderen Ländern (Kanada, Japan, Europa) eine leicht gekürzte Fassung des Pilotfilms im Kino veröffentlicht, die ebenfalls beachtlichen Erfolg hatte. Später wurden einige Episoden zu weiteren Filmen umgeschnitten.

Der Film Kampfstern Galactica ist eine alternative Schnittfassung des Piloten. Er übertraf in verschiedenen Ländern sogar den Film Krieg der Sterne. In Deutschland war die Langfassung des Pilotfilms Saga of a Star World (bzw. der für spätere Ausstrahlungen angefertigte Dreiteiler) erst am 9. November 2013 zu sehen. Zwischen der amerikanischen Fernsehfassung und der Kinoversion gibt es einige kleinere Unterschiede, der wichtigste aber ist, dass Baltar im Kinofilm von den Zylonen hingerichtet, im Piloten aber begnadigt worden ist. Der Kinofilm Kampfstern Galactica war mit dem damals sehr innovativen Sensurround-Magnettonverfahren ausgestattet.

Mission Galactica: Angriff der Zylonen (105 Min., Mission Galactica: The Cylon Attack, 1979)[Bearbeiten]

Der zweite Film Mission Galactica – Angriff der Zylonen besteht aus den Serienfolgen 12, 13 und 14. Die Episoden 12 und 13 (The Living Legend, Parts 1 & 2) liefen daher nie im deutschen Fernsehen. Im Gegensatz dazu lief die Episode 14 unter dem Titel Galactica unter Feuer (Fire in Space) im deutschen Fernsehen. Die Synchronisation der Serienfolge weicht dabei vom Spielfilm ab. Der Film “Mission Galactica: Angriff der Zylonen“ wurde ebenfalls in den deutschen Kinos mit Sensurround-Ton präsentiert.

Galactica III: Das Ende einer Odyssee (Galactica III: Conquest of the Earth, 1980)[Bearbeiten]

Der dritte Film ist ein Zusammenschnitt der Folgen 25, 26, 31 und 32 des Relaunchs Galactica 1980. Die Handlung spielt ca. 2 Jahrzehnte nach Mission Galactica. Zudem wurden kurze Szenen aus der Episode Der Gegenangriff (The Young Lords) verwendet. Hierfür wurde der Dialog zwischen Baltar, Lucifer und Spectre leicht verändert, da sich die Szene für den Film nun mit dem abgedrifteten „AB-Schiff“ befasste. Hierzu sprach John Colicos (Baltar) seinen Text in drei Passagen neu ein und synchronisierte sich sozusagen selber.

Deutsche Synchronisation[Bearbeiten]

Die verwendeten Synchronstimmen in den drei Filmen wiederholen sich in den deutschen Fassungen mehrfach. Der Sprecher des Prologs aus dem ersten Film (Michael Chevalier) war zugleich die von Baltar des dritten Films. Heinz Petruo, der dem Imperious Leader im Teil 1 seine Stimme verlieh (er synchronisierte u. a. auch Darth Vader), lieh im zweiten Teil Lloyd Bridges / Cain ebenfalls seine Stimme. Starbuck und Apollo, ebenso Adama hatten in allen Filmen die gleichen Synchronstimmen.

Apollo hatte keinen Auftritt in Teil 3. Aber der Synchronsprecher des Apollo (Lutz Riedel) sprang hier ebenfalls ein, um dem Zylonenhumanoidenroboter Andromus (Roger Davis) seine Stimme zu verleihen. Interessanterweise synchronisierte Riedel Jahre später Andromus auch in den beiden Serienfolgen Landung der Zylonen und Hetzjagd durch New York. In allen drei Teilen hat Baltar verschiedene Synchronstimmen. Hierbei ist Hermann Ebeling in Teil 2 die bekannteste. Im zweiten und dritten Film hatte Lucifer verschiedene Synchronstimmen. Gleiches galt für die regulären Zylonen. In allen Filmteilen waren die Stimmen anders moduliert.

Widersprüche zwischen den Filmen[Bearbeiten]

In Teil 1 wird Baltar hingerichtet, im zweiten Teil lebt er jedoch wieder (nur in der Kinoversion ist dies der Fall - im Original-TV-Pilotfilm wird er zum Ende vom neuen Herrscher begnadigt).

In Teil 3 sind Adama und Boxey (als Troy) um Jahrzehnte gealtert, während das bei Baltar nicht der Fall ist. Dies erklärt sich dadurch, dass Baltar in der Serie Galactica 1980 gar nicht vorkommt, und sämtliche Szenen mit ihm und Lucifer aus der Episode Der Gegenangriff (The Young Lords) der Serie Kampfstern Galactica stammen. Für den Film wurden sie nur passend synchronisiert.

DVDs und BDs[Bearbeiten]

Alle drei Kinofilme sind von Koch Media in Deutschland als Box-Set auf DVD erschienen. „Kampfstern Galactica“ wurde auf DVD unverständlicherweise im Bild oben und unten beschnitten und nicht anamorph veröffentlicht. „Mission Galactica: Angriff der Zylonen“ und „Das Ende einer Odyssee“ wurden auf DVD im korrekten 4:3-Vollbild veröffentlicht. Außerdem fehlt bei „Kampfstern Galactica“ und „Mission Galactica: Angriff der Zylonen“ der Sensurround-Ton der deutschen Kinoversion. „Kampfstern Galactica“ wurde bislang als einziger Film von Universal außerdem auf BD veröffentlicht. Das Bild ist 16:9 anamorph gezoomt (beschnitten), aber auch hier gibt es statt deutschem Sensurround-Ton den deutschen Ton nur in Mono.

Handlung und Hintergrund[Bearbeiten]

Die Geschichte basiert auf der Annahme, das menschliche Leben habe auf dem Planeten „Kobol“ begonnen. Die 13 Stämme von Kobol verließen ihren sterbenden Planeten. 12 zogen aus und gründeten die in der Serie dargestellte menschliche Zivilisation. Der dreizehnte Stamm gilt als verschollen und gründete laut alten Legenden die Erde.

Nach einem tausendjährigen Krieg zwischen den menschlichen Kolonien und der Roboter-Rasse der Zylonen ist ein Frieden in Sicht. Die zwölf bekannten Kolonien der Menschen planen die Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit den Zylonen. Doch die Menschen werden von Graf Baltar verraten: In einer tödlichen Falle der Zylonen werden die Raumstreitkräfte der Menschen, bestehend aus Kampfsternen (übergroße flugzeugträgerartige Kampfraumschiffe), vernichtend besiegt. Einzig der von Adama geführte Kampfstern Galactica und – wie man später erfährt – der Kampfstern Pegasus können der Falle entkommen. Nach der Zerstörung der menschlichen Streitkräfte können die Zylonen ungestört über die jetzt schutzlosen zivilen Kolonien der Menschen herfallen und diese zerstören.

Unter Führung von Commander Adama begibt sich der letzte Kampfstern Galactica mit einem Konvoi von Flüchtlingen (Ragtag fleet), die auf 220 Schiffen zusammengepfercht sind, auf die Flucht vor der Tyrannei der Zylonen und auf die Suche nach einer neuen Heimat: der verschollenen, sagenumwobenen 13. Kolonie, dem Planeten Erde. Dabei werden sie von zylonischen Basisschiffen verfolgt.

Eines dieser Basisschiffe steht dabei unter dem Oberbefehl des Verräters Baltar. Da Baltar weiß, wie Menschen denken, ist er bei der Verfolgung meist erfolgreicher als die zylonischen Basisschiff-Kommandeure. Obwohl die Flucht vor den Zylonen im Vordergrund der Serie steht, haben die Flotte und die Galactica auch einige Abenteuer zu bestehen, die nichts mit Zylonen zu tun haben.

Auf ihrer Flucht stoßen sie auch auf den Ursprung der Menschheit, den Planeten Kobol.

Die Serie Galactica 1980 beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Galactica die Erde gefunden hat.

Die Zylonen[Bearbeiten]

Die Zylonen (engl. Cylons) waren ursprünglich eine Rasse von Humanoiden, die auf dem Planeten Cylon lebte und irgendwann damit begann, intelligente Roboter zu konstruieren. Diese lehnten sich jedoch gegen ihre Herren und Erbauer auf und vernichteten sie. Die Zylonen wenden alle Mittel zur Vernichtung aller Menschen auf. Zivilisten werden nicht geschont. Auch nach dem praktisch vollständigen Sieg über die Kolonien der Menschen lassen sie in diesem Bestreben nicht nach. Die Fähigkeit, in scheinbar unbegrenzter Zahl technisch veraltete Waffen zu produzieren, ist eine Fähigkeit, die man im Westen während des Kalten Krieges – also auch zur Entstehungszeit der Serie (1978) – der Sowjetunion zuschrieb.

Zylonische Führung[Bearbeiten]

Sie werden geführt vom Erhabenen Führer (engl. Imperious Leader), dem Herrscher über alle Zylonen, einem von der Physiognomie her reptilienartigen Wesen. Der Zylonenführer selbst ist eine Maschine aus der gleichen Baureihe wie „Lucifer“. Lucifer ist der Name eines Zylons der IL-Serie, der direkt Baltar unterstellt wird. In der Folge 16 („War of the Gods, Part 2“) wird deutlich, dass der Zylonenführer mit der Stimme des Teufels spricht. Damit sollte verdeutlicht werden, dass das Zylonenimperium durch das Böse gegründet oder beherrscht wurde.

Der reale Hintergrund dieser Tatsache ist jedoch, dass Patrick MacNee, welcher den „Teufel“ in dem Zweiteiler „War of the Gods“ darstellte, im englischen Original dem Führer der Zylonen seine Stimme lieh. Auch sprach McNee im Original die Intros zu den ersten beiden Kinofilmen und zur Serie, wo das erste Intro, leicht gekürzt und verändert, verwendet wurde.

Zylonische Gesellschaft[Bearbeiten]

Die zylonische Gesellschaft ist, so weit bekannt, völlig militarisiert. Zylonische Zivilisten kommen in den Filmen, der Serie oder den Büchern zur Serie nur einmal vor: Als Jubelkulisse beim Besuch des Erhabenen Führers auf Gamoray (in Mission Galactica: Angriff der Zylonen). Die Gesellschaft der Zylonen besitzt eine streng hierarchische Struktur. Es gibt kaum Individualität oder eigene Meinungen. Die Zylonen haben einen Führer (Imperious Leader), der bestimmt und neben sich nur willenlose Drohnen duldet. Die gewöhnlichen Zylonen haben keine andere Meinung als die ihres Führers der Zylonen. Darüber hinaus gibt es auch noch die Zylonen der IL-Serie, die sich von den Zenturien optisch deutlich unterscheiden. Sie tragen einen Umhang, haben zwei Augen und einen durchsichtigen, oben spitz zulaufenden Kopf. Sie werden für höhere Aufgaben als die Zenturien eingesetzt und sind diesen auch vorgesetzt. Die IL-Serien-Modelle haben eine starke Machtorientierung und einen eigenen Willen und handeln oft egoistisch, auch wenn sie damit dem zylonischen Imperium schaden. In Robert Thurstons Romanen zur Serie dagegen werden die Zylonen als nicht-humanoide Rasse dargestellt, die Kampfanzüge trägt, wodurch sie ihr roboterähnliches Aussehen erhalten. Hierarchisch unterscheiden sich die einfachen Zylonen („Zenturio“) mit einem Gehirn von den zweigehirnigen Offizieren (Goldene Rüstung) und schließlich dem Erhabenen Führer mit drei Gehirnen.

Zylonisches Militär[Bearbeiten]

Zylonische Jäger (engl. Raiders)[Bearbeiten]

Schwere Jäger mit 3 reaktionsträgen Zylonen-Robotern als Besatzung. Die Besatzung besteht aus 2 Piloten und einem Kommandanten, der nur Befehle gibt.

Basisschiffe (engl. base ships)[Bearbeiten]

Riesige Träger-Schiffe für Zylonenjäger. Optisch zwei riesige rotierende dunkelgraue Untertassen, die in der Mitte miteinander verbunden sind. Im Gegensatz zu menschlichen Schiffen und Zylonenjägern verfügen Basisschiffe nicht über einen sichtbaren Antrieb. Ein Basisschiff verfügt über viele leichte Zwillings-Abwehrkanonen gegen feindliche Jäger. Die Sollstärke eines der 4 auf einem Basischiff stationierten Zylonen-Geschwader beträgt 75 Jäger; ein vollausgestattetes Basisschiff verfügt somit über 300 Jäger.

Die zwölf Kolonien der Menschen[Bearbeiten]

Die zwölf Kolonien[Bearbeiten]

Nach der Flucht aus dem heimatlichen Planetensystemen, das von den Zylonen überfallen und okkupiert wurde, besteht der Konvoi, der der Galactica folgt, aus Menschen von zwölf verschiedenen Stämmen. So trifft man auf Menschen von Caprica, Scorpia, Sagittara, Aries, Virgon, Taura, Geminon, Aquarius, Libra, Leo, Cancer und Pisces (teilweise verfremdete lateinische Bezeichnungen der 12 Tierkreis-Sternbilder, die nur von der Erde aus gesehen werden können).

Caprica[Bearbeiten]

Heimat des Adama-Klans und der Galactica.

Menschliches Militär[Bearbeiten]

Vipers[Bearbeiten]

Kleine Einmann-Abfangjäger.

Kampfsterne[Bearbeiten]

Ein Kampfstern ist ein Großraumschiff, das gleichzeitig als Träger und als Schlachtschiff konzipiert ist. Es dient als Stützpunkt für verschiedene kleinere Raumschiffe, vor allem die Viper genannten Jäger.

Die genaue Zahl der Kampfsterne in der Originalserie wird intensiv diskutiert; von offizieller Seite gibt es dazu keine Äußerungen. Im Roman zum ersten Film, an welchem Glen A. Larson mitgeschrieben hat, wird erklärt, dass es insgesamt fünf Kampfsterne sind, nämlich außer der Galactica noch die Pegasus, die Solaria und das Schiff des Präsidenten, die Atlantia. Der Name des fünften Kampfsterns bleibt unerwähnt. In der Folge Das Geschütz auf dem Eisplaneten Null, Teil 1 wird als weiterer Kampfstern die Columbia erwähnt, die zusammen mit der Atlantia zerstört wurde. Die englische Wikipedia zählt folgende Kampfsterne außer der Galactica auf: Atlantia, Acropolis, Pacifica, Triton (als Kampfsterne, die in der ersten Schlacht erschienen), Pegasus, Rycon, Solaria und Columbia (als Name der Raumschiffklasse). Die meisten Namen der fünf Kampfsterne zu Beginn der Handlung fallen im Funkverkehr im Hintergrund des ersten Filmes.

Der Begriff Battlestar (engl. f. Kampf-/Schlachtstern) wurde im ersten Film synchronisiert mit „Schlachtschiff“ (von Apollo und Adama) und „Basisschiff“ (ein Zylone zum Führer der Zylonen). Im Titel wurde der Begriff dagegen mit „Kampfstern“ übersetzt. Der Begriff ist nach Glen Larson eine Verkürzung von „line-of-battle starship“, etwa übersetzbar mit „Sternen-Linienschlachtschiff“. In der Synchronisation des Intros zur regulären Serie „Kampfstern Galactica“ wurde aus „Battlestar“ „Kampfschiff“.

Besetzung[Bearbeiten]

Hauptrollen[Bearbeiten]

Namhafte Gaststars[Bearbeiten]

Episodenliste[Bearbeiten]

Fernsehfilme[Bearbeiten]

Nach Einstellung der Fernsehserie wurden alle Episoden der Originalserie für unabhängige Fernsehstationen neu geschnitten in Form von Fernsehfilmen, einschließlich einer dritten Schnittversion des Pilotfilms „Saga of a Star World“. Die zweiteiligen Episoden „Lost Planet of the Gods“, "Gun on Ice Planet Zero“, „The Living Legend“ und „War of the Gods“ wurden zusammengefügt und mit über fünf Minuten ehemals herausgeschnittenen Szenen erweitert. Die verbliebenen Einzelepisoden wurden in Zwei-Stunden-Blöcke zusammengeschnitten und mit teilweise neu synchronisierten Dialogen ergänzt, damit die Handlung besser zusammenpaßt, weil die Episodenreihenfolgte nicht mehr stimmt. Der letzte Fernsehfilm, eine erweiterte Version von „Experiment in Terra“, wurde mit einigen Szenen aus der „Galactica 1980“-Folge „The Return of Starbuck“ kombiniert und enthält neues Filmmaterial, in dem ein Astronaut Commander Adamas Logbuch findet, welches die Handlung der Serie schildert.

Nr. Fernsehfilm Original-Episoden
1 Battlestar Galactica "Saga of a Star World" I-III
2 Lost Planet of Gods "Lost Planet of the Gods" I-II (verlängert)
3 Gun on Ice Planet Zero "Gun on Ice Planet Zero" I-II (verlängert)
4 The Phantom in Space "The Lost Warrior" und "The Hand of God"
5 Space Prison "The Man With Nine Lives" und "Baltar's Escape"
6 Space Casanova "Take the Celestra" und "The Long Patrol"
7 Curse of the Cylons "Fire in Space" und "The Magnificent Warriors"
8 The Living Legend "The Living Legend" I-II (verlängert)
9 War of the Gods "War of the Gods" I-II (verlängert)
10 Greetings from Earth "Greetings from Earth" I-II
11 Murder in Space "Murder on the Rising Star" und "The Young Lords"
12 Experiment in Terra "The Return of Starbuck" (gekürzt) und "Experiment in Terra" (verlängert)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1979 wurde die Serie in den Kategorien Outstanding Costume Design for a Series sowie Outstanding Individual Achievement – Creative Technical Crafts mit dem Emmy ausgezeichnet.
  • Richard Hatch wurde im selben Jahr als Bester Fernsehdarsteller für den Golden Globe Award nominiert. Auch die gesamte Serie erhielt eine Nominierung.

Plagiatsvorwurf[Bearbeiten]

Wegen verschiedener Anklänge an George Lucas' Film Krieg der Sterne (1977) war Kampfstern Galactica Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. Pikanterweise zeichnete bei den ersten Folgen noch John Dykstra, der damals für Lucas’ Firma Industrial Light and Magic tätig war, die auch an Star Wars gearbeitet hatte, für die Spezialeffekte verantwortlich.

1978 verklagte 20th Century Fox das Filmstudio Universal Studios (den Produzenten von Kampfstern Galactica) aufgrund dieses Plagiatsvorwurfes. Es wurde Universal Studios vorgeworfen, sie hätten über 34 Ideen von Krieg der Sterne gestohlen. Universal Studios hingegen warfen Krieg der Sterne vor, Ideen aus ihrer Serie Buck Rogers aus den 1940er-Jahren gestohlen zu haben. Der Rechtsstreit endete 1980, weder 20th Century Fox noch Universal Studios gewannen ihn.

Nachleben der Serie[Bearbeiten]

  • Der südafrikanische Film Space Mutiny[4] von 1988 nutzte komplette Galactica-Weltraumszenen der Serie[5]. Ansonsten hat der Film keine Verbindung zur Serie oder den Galactica-Filmen.
  • Zwischen 1998 und 1999 produzierte Richard Hatch, Darsteller des Captain Apollo in der ursprünglichen Serie und des Ex-Terroristen Tom Zarek der neuen Serie, einen professionellen fünfminütigen Trailer unter dem Titel Battlestar Galactica: The Second Coming, der ein Konzept für eine neue Serie oder einen Kinofilm präsentierte. Inhaltlich sollte die neue Serie an die alte anschließen, die Ereignisse aus der ungeliebten Serie Galactica 1980 ignorierend. Trotz eines gewissen Interesses bei Universal Pictures kam es nie zu einer Umsetzung der Idee.
  • Bei YouTube ist der Fanfilm "Battlestar 1999" zu finden. Dieser Film ist ein 43-minütiges Crossover zwischen den Kult-Serien "Kampfstern Galactica" und "Mondbasis Alpha 1". Das Filmmaterial wurde aus den Originalepisoden zusammenschnitten sowie mit neuen Specials Effects und neuer Handlung zusammengefügt.
  • 2003 wurde die Mini-Serie Battlestar Galactica ausgestrahlt, die der ehemalige Star-Trek-Drehbuchautor und Produzent Ronald D. Moore entwickelt hat. Sie erzählt die Geschichte des Angriffs auf die Kolonien der Menschen und die darauf folgende Zusammenstellung der Flüchtlingsflotte. Dieses Konzept des Reimagining war sehr erfolgreich und führte zu vier Serienstaffeln, drei Fernsehfilmen ("Razor", "The Plan" und "Blood & Chrome") sowie der Prequel-Serie Caprica.

Romane und Literatur[Bearbeiten]

Romane[Bearbeiten]

Basierend auf den Fernsehgeschichten wurden verschiedene Romanfassungen publiziert.

       Handlung: Handlung der 3 Pilotepisoden bzw. des Spielfilms Kampfstern Galactica (1978)

  • Glen A. Larson, Robert Thurston: „Kampfstern Galactica 2 – Die Todesmaschine von Cylon“, Goldmann – ISBN 3-442-23749-1

       Basiert auf der Serien-Doppelfolge Das Geschütz auf dem Eisplaneten Null

  • Glen A. Larson, Robert Thurston: „Kampfstern Galactica 3 – Die Gräber von Kobol“, Goldmann – ISBN 3-442-23750-5

       Basiert auf der Serien-Doppelfolge Der verlorene Planet der Götter

  • Glen A. Larson, Robert Thurston: „Kampfstern Galactica 4 – Die jungen Krieger“, Goldmann – ISBN 3-442-23751-3

       Basiert auf der Serienfolge Der Gegenangriff

       Basiert auf den 3 Pilotepisoden von Galactica 1980 (Galactica discovers Earth); Da die folgenden 9 Romane wieder vor der Entdeckung der Erde spielen passt dieses Buch nicht in die Zeitlinie.

       Basiert auf der Serien-Doppelfolge The Living Legend. Die beiden Serienepisoden von The Living Legend wurden auch für den Spielfilm Mission Galactica: Angriff der Zylonen verwendet. Film und Serie widersprechen sich. Der Roman hält sich an die Fernsehserie und widerspricht damit dem Spielfilm.

  • Glen A. Larson, Nicholas Yermakov: „Kampfstern Galactica 7 – Krieg der Götter“, Goldmann – ISBN 3-442-23791-2

       Basiert auf der Serien-Doppelfolge Teuflische Versuchung

       Basiert auf der Serien-Doppelfolge Kontakte zur Erde

  • Glen A. Larson, Ron Goulart: „Kampfstern Galactica 9 – Verschollen im Chaos“, Goldmann – ISBN 3-442-23793-9

       Basiert auf der Serien-Doppelfolge Das Geschütz auf dem Eisplaneten Null

  • Glen A. Larson, Ron Goulart: „Kampfstern Galactica 10 – Wächter in der Zeit“, Goldmann – ISBN 3-442-23794-7

       Basiert auf der Serienfolge Kriegsgefahr

  • Glen A. Larson, Robert Thurston: „Kampfstern Galactica 11 – Die Teufelsmaschine“, Goldmann – ISBN 3-442-23795-5

       Basiert nicht auf einer bestimmten Serienfolge

  • Glen A. Larson, Robert Thurston: „Kampfstern Galactica 12 – Stirb, Chamäleon“, Goldmann – ISBN 3-442-23796-3

       Basiert nicht auf einer bestimmten Serienfolge; Greift aber die Handlung der Episode Der Mann mit den neun Leben auf und setzt sie fort.

  • Glen A. Larson, Robert Thurston: „Kampfstern Galactica 13 – Apollos Krieg“, Goldmann – ISBN 3-442-23797-1

       Basiert nicht auf einer bestimmten Serienfolge; Wurde aber offensichtlich von dem Film Angel Hill: l'ultima missione (1988, 'Bye Bye Vietnam') inspiriert. Der Film spielt im Vietnamkrieg. Und Richard Hatch (Darsteller des Apollo) spielt im Film einen amerikanischen Vietnam-Krieger.

  • Glen A. Larson, Robert Thurston: „Kampfstern Galactica 14 – Übergebt die Galactica!“, Goldmann – ISBN 3-442-23799-8

       Basiert nicht auf einer bestimmten Serienfolge; Wurde offenbar auch inspiriert von der Star Trek-Episode (Original-Serie) 1.13 "Kodos der Henker - The Conscience of the King": Baltar kommt als Schauspieler auf die Galactica.

  • Glen A. Larson: „Kampfstern Galactica. Die Todesmaschine von Cylon. Die Gräber von Kobol“ (Drei Romane in einem Band), Goldmann – ISBN 3-442-10177-8

Fortsetzung der Serie in Romanform durch Richard Hatch[Bearbeiten]

In den 1990er Jahren schrieb Richard Hatch ebenfalls einige neue Romane, um die von ihm angestrebte oben erwähnte Neuverfilmung zu fördern.[6] Die Romane spielen einige Jahrzehnte nach der Serie Kampfstern Galactica.

Am Anfang der Reihe stirbt Adama und die nächste Generation (Apollo und Athena) übernimmt die Führung. Boxey (der Sohn von Apollo) und Dalton (eine neu eingeführte Tochter von Starbuck und Cassiopeia) sind erwachsen geworden und übernehmen den Part den in der originalen Serie Apollo und Starbuck innehatten.

Hatch ignoriert Galactica 1980 fast völlig (Ausnahmen: Zum Beispiel nennt sich der erwachsene Boxey Troy. In Galactica 1980 haben die Menschen eine Technologie erfunden um Vipers (und andere Gegenstände) unsichtbar zu machen. In Richards Hatchs Romanen verwenden die Menschen eine ähnliche Technologie).

Hatchs Romane wurden bisher nicht ins Deutsche übersetzt. Die englischen Titel von Hatchs Romanen lauten:[7]

  • Battlestar Galactica: Armageddon (1. August 1997)
  • Battlestar Galactica: Warhawk (1. September 1998)
  • Battlestar Galactica: Resurrection (1. Juli 2001)
  • Battlestar Galactica: Rebellion (1. Juli 2002)
  • Battlestar Galactica: Paradis (1. Juli 2003)
  • Battlestar Galactica: Destiny (29. Juni 2004)
  • Battlestar Galactica: Redemption (25. November 2005)

Comics[Bearbeiten]

Marvel Comics publizierte eine kurzlebige Comicbuch-Serie basierend auf den Filmen zwischen 1978 und 1981. Weitere Comicserien gab es von Maximum Press (1995-1997), Realm Press (1998-1999) und Dynamite Entertainment (2006-2009). Dynamite Entertainment produzierte neben klassischen Comics zu "Kampfstern Galactica" auch eine düstere neuinterpretierte Version von "Galactica 1980", wo die Entdeckung der Erde ganz anders geschildert wird. Außerdem veröffentliche Dynamite Entertainment Comics zum Reboot von 2003.

Video / DVD / BD[Bearbeiten]

  • Kampfstern Galactica – der Kinofilm als DVD, BD und als VHS
  • Mission Galactica – Angriff der Zylonen VHS (auf DVD nur in Englisch als Import)
  • Das Ende einer Odyssee (Galactica 1980) VHS
  • Battlestar Galactica – Box mit allen 24 Folgen und Bonusmaterial auf 7 DVDs (nur in englischer und französischer Sprache)
  • Battlestar Galactica 1980 – Box mit allen 10 Folgen auf 2 DVDs (nur in englischer Sprache)

Der Koch Media Verlag veröffentlichte die komplette Originalserie Kampfstern Galactica in drei DVD-Boxen. Die erste dieser drei Boxen, Kampfstern Galactica - Das Original – Teil 1, erschien am 2. Dezember 2008. Die zweite Box, Kampfstern Galactica – Das Original – Teil 2, wurde am 12. März 2009 veröffentlicht. Die dritte Box kam am 7. August 2009 in den Handel.

  • Kampfstern Galactica – Volume 1 DVD-Box mit 11 Folgen auf 4 DVDs (in deutscher und englischer Sprache) – VÖ: 2. Dezember 2008
  • Kampfstern Galactica – Volume 2 DVD-Box mit 13 Folgen auf 5 DVDs (in deutscher und englischer Sprache) – VÖ: 12. März 2009
  • Kampfstern Galactica – Volume 3 DVD-Box mit 10 Folgen auf 4 DVDs (in deutscher und englischer Sprache) – VÖ: 7. August 2009

Der Koch Media Verlag veröffentlichte den Inhalt der drei DVD-Boxen ebenfalls in einer DVD-Komplettbox.

  • Kampfstern Galactica - Die komplette Serie DVD-Box mit 34 Folgen auf 13 DVDs (in deutscher und englischer Sprache) – VÖ: 15. Oktober 2010

Koch Media veröffentlichte die ganze Fernsehserie in HD in einer BD-Komplettbox:

  • Kampfstern Galactica - Die komplette Serie (9 Blu-ray Discs + 1 DVD) BD-Box mit 34 Folgen (in deutscher und englischer Sprache) + Extras (verschiedene Originaltrailer, Audiokommentare, Featurettes, Super-8-Fassungen, Dokumentation "Erinnerungen an Kampfstern Galactica", Dokumentation "Galacticon", geschnittene Szenen, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial) – VÖ: 6. Dezember 2013

Am 26. Juli 2013 brachte Koch Media die Spielfilm-Trilogie (Kampfstern Galactica, Mission Galactica und Das Ende einer Odyssee) unter dem Titel: Kampfstern Galactica - Die Spielfilm Trilogie heraus.

Super8-Fassungen:

  • Kampfstern Galactica 240m/farbig/Ton - Zweiteiler
  • Mission Galactica 240m/farbig/Ton - Zweiteiler
  • Das Ende einer Odysee (Galactica ’80) 240m/farbig/Ton - Zweiteiler

Alle 3 Teile sind von der Firma Piccolo Film vertrieben worden. Teil 1 und 2 waren Universal-Übernahmen. Teil 3 wurde von Piccolo selber geschnitten. Alle Zweiteiler haben eine Laufzeit von ca. 33 Minuten.

Computerspiele[Bearbeiten]

Ein Battlestar-Galactica-Videospiel wurde 2003 für die Sony PlayStation 2 und Microsoft Xbox herausgegeben.

Soundtracks[Bearbeiten]

Zu "Kampfstern Galactica" gibt es eine Vielzahl von Soundtrack-Veröffentlichungen mit der Musik von Stu Phillips: Zum ersten Kinofilm gibt es den Original-Soundtrack von MCA, die 25th Anniversary Edition von Universal und von Colosseum eine Version vom Royal Scottish National Orchestra. Außerdem gibt es von MCA ein Original-Ton-Hörspiel mit dem Titel "The Saga of Battlestar Galactica" (Handlung des 1. Kinofilms). Der Original-Soundtrack zur Fernsehserie erschien bei Intrada in vier Editionen: Vol. 1 (eine CD) und Vol. 2, 3 und 4 (jeweils als Doppel-CD). Des Weiteren veröffentlichte Stu Phillips ein Vierer-Promo-CD-Set. Außerdem gibt es Coverversionen von Giorgio Moroder, TV Junkeez und The Electric Moog Orchestra.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Originalserie bestehend aus 24 Episoden + den Ableger bestehend aus 10 Episoden
  2. Cancellation
  3. Battlestar Galactica: The Second Coming
  4. Space Mutiny auf IMDb
  5. John Kenneth Muir: In 1997, Mike, Crow and Servo watched Space Mutiny. In: An Analytical Guide to Television's Battlestar Galactica: An Episode Guide and Analysis of the 1978 Science Fiction Television Series and Its Short Lived Sequel, "Galactica: 1980". McFarland, 1999, ISBN 0-7864-0441-8, S. 146.
  6. Richard Hatchs Battlestar-Galactica-Bücher
  7. Wikipedia (engl.): Richard Hatch - Battlestar Galactica bibliography