Galileo-Thermometer

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Flüssigkeits­thermometer nach Galileo Galilei

Das Galileo-Thermometer wurde nach dem Physiker Galileo Galilei benannt, der das Prinzip entdeckt hat, dass sich die Dichte von Flüssigkeiten mit der Temperatur ändert.

Funktionsprinzip[Bearbeiten]

Das Thermometer besteht aus einem engen Glaszylinder, der mit einer Flüssigkeit (meist Öl) gefüllt ist. In der Flüssigkeit befinden sich mehrere Glaskörper mit geringfügig unterschiedlicher Dichte (meist 5 oder 10), die aus dekorativen Gründen oft mit einer gefärbten Flüssigkeit (Wasser oder Alkohol) befüllt sind und an die ein kleines Gewicht angehängt ist. Die Glaskörper sind so kalibriert, dass sie bei einer bestimmten Temperatur (die auf dem jeweiligen Gewicht eingraviert ist) in der Flüssigkeit schweben.

Die umgebende Flüssigkeit ändert ihre Dichte mit der Temperatur: Steigt die Temperatur, dehnt sie sich aus und verringert damit ihre Dichte. Dadurch nimmt der Auftrieb der Glaskörper ab und sie beginnen zu sinken. Bei Temperaturabnahme vergrößert sich ihre Dichte, die Glaskörper steigen nach und nach auf. Im Idealfall schwebt ein Glaskörper; die Gravur seines Gewichts gibt dann die aktuelle Temperatur an. Wenn kein Glaskörper schwebt, ergibt sich die Temperatur als Mittelwert zwischen den Temperaturwerten des untersten schwimmenden und des obersten abgesunkenen Glaskörpers.

Der Messbereich üblicher Galileischer Thermometer beträgt etwa 18 bis 25 Grad Celsius in Schritten von einem oder zwei Grad Celsius. Sie werden von verschiedenen Herstellern als Zimmerdekoration angeboten.

Das Thermometer ist sehr träge, die Flüssigkeitstemperatur folgt nur langsam den Änderungen der Lufttemperatur.

Detailansicht
Die Glaskörper eines Galileo-Thermometers.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Ucke, Hans-Joachim Schlichting: Das Galilei-Thermometer. Termometro Lento. In: Physik in unserer Zeit. 25 (1994), Heft 1, S. 44-45 (pdf)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Galileo-Thermometer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien