Gallien in Gefahr

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Gallien in Gefahr (französischer Originaltitel: Le ciel lui tombe sur la tête; dt.: Der Himmel fällt ihm auf den Kopf) ist der 33. Band der Asterix-Reihe aus dem Jahr 2005. Es wurde von Albert Uderzo verfasst, der den Band als Hommage an Walt Disney schrieb. Die Geschichte ist bei Fans der Asterix-Reihe umstritten, da sie wenig mit früheren Bänden gemein hat und Außerirdische auftauchen.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Bei einem ihrer jagdlichen Spaziergänge durch den nahe gelegenen Wald bemerken Asterix und Obelix, dass alles Leben wie erstarrt scheint; selbst ihr eigenes Dorf wurde von dem plötzlichen Phänomen heimgesucht.

Kurze Zeit darauf landet ein UFO auf der Erde, aus dem ein violetter Außerirdischer mit dem Namen Tuun aussteigt. Dieser unterhält sich zunächst zwanglos mit Asterix, Obelix und dem Druiden, bis ihm schließlich einfällt, dass er vergessen hatte, das Antikollisionsmagnetfeld auszuschalten, welches die Bevölkerung lähmt. Er bittet Asterix und Obelix um Unterstützung im Kampf gegen die Nagmas, eine ebenfalls außerirdische Macht. Die Nagmas landen auch tatsächlich auf der Erde und bitten ebenfalls um Unterstützung. Die beiden außerirdischen Gruppierungen haben es dabei auf den Zaubertrank der Gallier abgesehen.

Die beiden fremden Mächte geraten in Streit und liefern sich eine Massenschlägerei, in die auch Asterix und Obelix verwickelt werden. Miraculix entschließt sich, beiden Gruppen Zaubertrank auszuschenken. Es stellt sich jedoch heraus, dass der Trank eine andere Wirkung hat als bei Menschen. Nachdem der Druide von einem Nagma entführt wird, der ihn allerdings wieder freilässt und abreist, wird die Wirkung bei den Außerirdischen bemerkbar: Sie werden sehr groß. Dem Nagma, dem es im Weltraum passiert, kann zwar nicht geholfen werden, allerdings schafft es Miraculix, Tuun wieder in seine echte Größe zu bringen.

Am Schluss werden die gallischen Einwohner des Dorfes noch von Tuun so „behandelt“, dass sie den Vorfall um den fremden Besuch vergessen. Dann machen sie sich auf den Weg zurück zu ihrem Heimatplaneten.[1]

Auszeichnung[Bearbeiten]

2006: Eagle Award für den besten europäischen Comic

Anmerkungen[Bearbeiten]

Das Bild des Schattens, der sich über das Dorf schiebt, entspricht einer Szene aus Independence Day. Außerdem ist der Name Tadsylweni des Heimatplaneten von Tuun ein Anagramm, welches in der richtigen Reihenfolge Walt Disney ergibt. Erwähnenswert ist in der deutschen Ausgabe auch der norddeutsche Ausdruck "Was klönt der da" von Obelix, der eigentlich "plaudern" bedeutet. Er bezieht sich hier aber auf den außerirdischen Superklon, welcher aussieht wie Superman. Des Weiteren ähnelt eine Rakete der Nagma (Ein Anagramm von Manga) der japanischen Comic-Serie Goldorak, und Troubadix stimmt in einem Bild das Lied If I Had A Hammer von Pete Seeger an, woraufhin er tatsächlich einen Hammer zugeworfen bekommt.[2]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Die Erstauflage des Albums Le Ciel lui tombe sur la tête erfolgte im Jahr 2005 im Verlag Albert René als Band 33 der Reihe. Die deutsche Erstauflage des Buches fand 2005 im Ehapa-Verlag statt. Mit einer weltweiten Startauflage von 8 Millionen erschien dieses Album europaweit gleichzeitig.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Gallien ist wirklich in Gefahr, Artikel bei Stern.de
  2. Sprachspiele - Gallien in Gefahr. Abgerufen am 31. Dezember 2009.