Gamal al-Ghitani

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Gamal al-Ghitani, arabisch ‏جمال أحمد الغيطاني‎, DMG Ǧamāl Aḥmad al-Ġīṭānī (* 9. Mai 1945 in Guhaina, Oberägypten), ist ein ägyptischer Autor und Journalist.

Nach einer Ausbildung zum Teppichdesigner betätigte al-Ghitani sich seit 1968 als Journalist. Seitdem veröffentlichte er zahlreiche Kurzgeschichten und Romane. Über mehrere Jahre war er Chef des Kulturressorts bei der Tageszeitung al-Achbar.

Sein Werk kritisiert die gesellschaftliche und politische Entwicklung in Ägypten seit der Öffnung zum Westen. Stilistisch orientiert er sich in seinen Texten häufig an mittelalterlichen arabischen Vorlagen. Auf diese Weise versucht er, eine besondere arabisch-ägyptische Erzähltradition in der modernen Literatur seines Landes zu etablieren. Sein historischer Roman Zaini Barakat, der auch im Deutschen vorliegt, gilt als das bekannteste Werk dieser Art.

Gamal al-Ghitani gibt die Literaturzeitschrift Achbar al-adab heraus und wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • أوراق شاب عاش متذ ألف عام Awrāq šābb ʿāša munḏu alf ʿām, 1969
  • الزيني بركات az-Zaynī Barakāt, 1974 (dt. Seini Barakat - Diener des Sultans, Freund des Volkes, 1984) ISBN 3-85787-635-2
  • رسالة البصائر في المصائر Risālat al-baṣāʾir fī 'l-maṣāʾir, 1989 (dt. Das Buch der Schicksale, 2001) ISBN 3-406-48038-1
  • وقائع حارة الزعفراني Waqāʾiʿ ḥārat az-Zaʿfarānī (dt. Der safranische Fluch oder Wie Impotenz die Welt verbessert, 1991) ISBN 3-353-00828-4

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