Gamelle

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Handelsgewicht siehe Gamelle (Einheit).

Die in Deutschland als Kochgeschirr bekannte Gamelle, ein Wort das aus dem Französischen stammt und in der Schweiz als Bezeichnung verwendet wird, dient dem Soldaten zum Erwärmen von Speisen und auch als Essgeschirr. Ergänzt wird dies heute meist durch einen selbstbeschafften Kunststoffteller. In Deutschland wird dieses im zivilen Bereich teilweise als Henkelmann bezeichnet.

In der Schweizer Armee wurde die Gamelle als Einzelkochgeschirr 1882 eingeführt und wird bis heute verwendet. Das Gewicht beträgt 450 g. In Deutschland wurde das gleiche Kochgeschirr in die deutschen Armeen als M1910 vor dem Ersten Weltkrieg eingeführt und blieb bis heute unverändert. Es besteht aus einem ovalen Topf, der beinahe Nierenform hat, mit einem Teller-Einsatz und einem Deckel. Teller und Deckel können zu einem zweiteiligen Geschirr verbunden werden. Zur Gamelle gehören zusätzlich ein Löffel und eine Gabel, die ebenfalls für die Aufbewahrung verbunden werden können. In der Bundeswehr besteht das Essbesteck aus zusammenschiebbarem Messer, Gabel, Löffel und einem Dosenöffner. Ergänzend werden an den Soldaten Feldflasche und Becher ausgegeben.

Die Gamelle wird nicht nur beim Militär, sondern auch beim Katastrophenschutz oder dem Zivilschutz benutzt.

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