GameStar

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GameStar
Logo der GameStar
Beschreibung Computerspiele-Magazin
Verlag IDG Entertainment Media GmbH
Erstausgabe 1. September 1997
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2014)
68.600 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 2/2014) 69.902 Exemplare
Reichweite (AWA 2009) 0,64 Mio. Leser
Chefredakteur Jochen Gebauer (kommissarisch)
Weblink www.gamestar.de
ISSN 1610-6547

Die GameStar (kurz GS) ist eine deutsche Computerzeitschrift für Computerspiele, herausgegeben von der IDG Entertainment Media GmbH in München. Die Zeitschrift erscheint am letzten Mittwoch jedes Monats und umfasst pro Ausgabe, abhängig von der Anzahl aktuell erscheinender Spiele, etwa 140 Seiten. Ein Schwestermagazin der GameStar im Bereich der Konsolenspiele ist GamePro.

Geschichte[Bearbeiten]

Redaktion[Bearbeiten]

Anfang Mai 1997 begann die Gründungsredaktion, die aus Charles Glimm, Jörg Langer und Toni Schwaiger bestand, das GameStar-Konzept zu entwickeln. Die erste reguläre Ausgabe 10/1997 erschien Anfang September 1997 mit einer CD-ROM inklusive Vollversion zum Preis von 6,90 DM und versammelte um die drei Gründer Redakteure, die zuvor größtenteils für die Spiele-Zeitschrift PC Player tätig gewesen waren.

Jörg Langer blieb sieben Jahre lang Chefredakteur und verließ GameStar mit der Relaunchausgabe 10/2004, in der auch ein neues Wertungssystem eingeführt wurde. Seit der Relaunchausgabe und bis Ende 2007 war Gunnar Lott der Chefredakteur. Als Lott beim IDG-Verlag die Rolle des Director of Online and New Business übernahm, wurde Michael Trier zu seinem Nachfolger, der bereits seit September 2004 stellvertretender Chefredakteur der GameStar gewesen war.[1]

Mit über acht Jahren Redaktionszugehörigkeit arbeitete Mick Schnelle lange für GameStar. Unter anderem war er in den Jahren 2001 und 2002 als Ressortleiter federführend bei den beiden Sonderpublikationen im Bereich Konsolen, dem GameStar-Konsolen-Sonderheft (2001) und der GamePro (2002), die letztlich zur Gründung der Schwesterzeitschrift GamePro führten. Schnelle verließ die GameStar im Herbst 2006, nachdem er zwischen 2003 und 2004 bereits eine einjährige Pause eingelegt hatte.

Nach dem Ausscheiden des für die Kultserie „Die Redaktion“ verantwortlichen Redakteurs Toni Schwaiger ging letztere in eine Kreativpause und wurde durch einen dreiteiligen Rückblick auf die vergangenen Folgen ersetzt. Inzwischen läuft die zweite Staffel der Redaktion. Das Konzept wurde dabei von der ersten übernommen.

Ende Juni 2011 wurde die Chefredaktion umstrukturiert: Dem Chefredakteur Michael Trier steht seitdem ein Chefredaktionsteam zur Seite, das aus Daniel Visarius (zuständig für den Bereich Hardware), Michael Graf (zuständig für den Bereich Spiele) und Frank Maier (zuständig für den Bereich gamestar.de) besteht. Der stellvertretende Chefredakteur Christian Schmidt, der bisher für den Bereich Spiele verantwortlich war, schied zum 30. Juni 2011 aus der Redaktion der GameStar aus.[2]

Heftdesignänderungen[Bearbeiten]

Ab der Ausgabe 04/2006 wurde die Version der Zeitschrift mit Heft-CD eingestellt. Seit der 100. Ausgabe gibt es die GameStar auch als GameStar XL mit zwei DVDs.

In Ausgabe 10/2006 gab es ein weiteres Redesign, da verlagsintern von QuarkXPress auf Adobe InDesign umgestellt wurde.

In der Ausgabe 08/2007 wurden weitere Design-Änderungen vorgenommen.

Ab Ausgabe 04/2008 wurde auf mehrfachen Leserwunsch hin die Handywerbung aus dem Heft entfernt.

Im März 2008 wurden umfassende Änderungen am Design, am Aufbau und an der Benutzung der Internetseite durchgeführt.

Mit der Ausgabe 10/2009 reagierte die Redaktion auf das Feedback der Leser und entfernte den „Service“-Bereich aus dem Magazin, in welchem Tests zu Modifikationen, Patches und Budgetspielen aufgenommen wurden. Das Angebot wurde auf die Internetseite ausgelagert. Zudem wurden die Charts zu Anfang jeder Testkategorie neu eingeteilt.

Mit der Ausgabe 10/2010 wurde das komplette Heft-Layout überarbeitet. Die Genre-Struktur fiel weg, es gab ein neues Inhaltsverzeichnis und der Wertungskasten änderte sich erneut. Ebenfalls befand sich nun ein weißer, blau umrandeter Stern neben dem GameStar-Schriftzug auf dem Cover.

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit 1999 werden jedes Jahr einmal die GameStar-Leserpreise vergeben. Hierbei handelt es sich um einen in mehreren Kategorien von Lesern gewählten Preis.[3] Seit 2005 wird die Veranstaltung gemeinsam mit GamePro durchgeführt. 2007 wurden die Preise und die zugehörige Veranstaltung in GameStars umbenannt.

Ein besonderes Gimmick bildete über lange Zeit hinweg die Kultserie Raumschiff GameStar. Beinahe jeden Monat gab es auf der dem Heft beigelegten CD/DVD eine Folge der von den Redakteuren des Magazins produzierten Serie. In der Serie wurden in fortlaufender Handlung neben aktuellen Entwicklungen auf dem Spiele- und Multimediamarkt vor allem die Science-Fiction-Thematiken von Star Wars und Star Trek parodiert. Im Sommer 2004 wurde Raumschiff GameStar eingestellt und durch die neue Serie Die Redaktion ersetzt. Produzent der Filme war jeweils Toni Schwaiger, der mit den Multimedia Leserbriefen zuvor schon ein ähnliches Format bei PC Player produziert hatte. 2001 und 2005 wurden die bis dahin gedrehten Folgen von Raumschiff GameStar in gesammelter Form auf DVD veröffentlicht und über die Zeitschrift vertrieben.

Im August 2005 erschien die erste Ausgabe des quartalsweise veröffentlichten Spin-offs /GameStar/dev. Diese Zeitschrift erscheint seit der Ausgabe 03/2008 unter dem Namen Making Games Magazin.

Mit der Ausgabe 10/2007 feierte die GameStar ihr 10-jähriges Jubiläum.

Ausgabearten[Bearbeiten]

  • GameStar Magazin (Normalausgabe ohne DVD)
  • GameStar Magazin iPad-Version (via GameStar Applikation mit Videos)
  • GameStar DVD ab 16 (DVD enthält auch Demos mit einer Altersbeschränkung ab 16 Jahren)
  • GameStar DVD ab 18 (DVD enthält auch Demos mit einer Altersbeschränkung ab 18 Jahren, in Deutschland nur im Abonnement bzw. in Österreich und der Schweiz auch am Kiosk erhältlich)
  • GameStar XL ab 16 (zwei DVDs, die „normale“ DVD und eine Bonus-DVD)
  • GameStar XL ab 18 (zwei DVDs, die „normale“ DVD und eine Bonus-DVD; nur im Abonnement erhältlich)
  • GameStar-Sonderhefte

Inhalt[Bearbeiten]

Zeitschrift[Bearbeiten]

Die Hauptkategorien der gedruckten Ausgabe der GameStar sind:

  • Neuigkeiten aus der PC-Computerspiele-Szene, auch im entfernteren Sinne (Filmumsetzungen), mit Gerüchten und Kolumnen
  • Previews (Vorschauen) von PC-Computerspielen, welche sich noch in der Entwicklung befinden
  • Tests (Reviews bzw. Rezensionen) aktueller PC-Computerspiele (kürzlich erschienen oder kurz vor der Veröffentlichung stehend)
  • Eine Titelstory (meist als ausführliches Preview zu einem kommenden Spiel, manchmal auch als Review)
  • Artikel über aktuelle PC-Hardware-Komponenten mit Bezug auf Computerspiele (z. B. Grafikkarten oder spezielle Eingabegeräte)
  • Artikel, Neuigkeiten und Reportagen über die Multiplayer-Szene, insb. E-Sport
  • Vorstellung von kostenlosen Modifikationen, Patches und Tools
  • Ein Magazinteil mit Leserbriefen und Reportagen rund um das Thema Computerspiele (z. B. die Entwicklungsgeschichte eines PC-Spieles)
  • Die Satire-Seite „Die Vorletzte“

Heft-DVD[Bearbeiten]

Der dem Heft beigelegte Datenträger enthält Demos, Videos, Mods, Patches, Treiber, die redaktionseigene Comedy „Die Redaktion“ und seit Ende 2004 (vorher nur sporadisch) Vollversionen von älteren Computerspielen.

Bonus-DVD[Bearbeiten]

Die der GameStar-XL-Variante beigelegte Bonus-DVD enthält zusätzliche Vollversionen, Demos, Mods sowie Videos in höherer Auflösung.

Wertungssystem[Bearbeiten]

Für die Spieletests wird ein eigens entwickeltes Bewertungssystem verwendet. Es unterscheidet Einzelwertungen und eine Spielspaßwertung (Gesamtwertung). Letztere ergibt sich aus der Summe der Einzelwertungspunkte. Die Einzelwertungen werden mit maximal zehn Punkten in zehn Kategorien vergeben:

  • Grafik
  • Sound
  • Balance
  • Atmosphäre
  • Bedienung
  • Umfang

Die letzten vier setzen sich aus genrespezifischen Kriterien wie Waffen bei Actionspielen, Einheiten bei Strategiespielen usw. zusammen. Als Begründung werden in jeder Kategorie positive und negative Aspekte aufgezählt. Zudem wird das Preis-Leistungs-Verhältnis in einer Skala von Sehr Gut bis Ungenügend angegeben.

Awards[Bearbeiten]

Die GameStar-Awards können optional vergeben werden.

Platin-Award bei einer Gesamtwertung von 90 oder höher
Gold-Award bei einer Gesamtwertung von 85 bis 89
Special-Awards für besondere Leistungen, wie z.B. „für Strategische Tiefe“, „für Innovation“ oder „für besondere Grafikpracht“

Auflagenstatistik[Bearbeiten]

Im vierten Quartal 2013 lag die durchschnittliche monatlich verkaufte Auflage nach IVW bei 72.992 Exemplaren. Das sind 22,54 Prozent (21.243 Hefte) weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Abonnentenzahl nahm innerhalb eines Jahres um 11,05 Prozent auf 43.300 Abonnenten ab. Im vierten Quartal 2013 bezogen durchschnittlich 59,32 Prozent der Leser die Zeitschrift im Abonnement.

Seit dem dritten Quartal 2012 enthalten diese Zahlen auch die E-Paper-Verkäufe. Über diesen Vertriebskanal wurden im vierten Quartal 2013 7.045 Exemplare verbreitet; das sind 9,65 % der insgesamt verbreiteten Ausgaben. Etwa 85,6 % davon (6.034 Exemplare) wurden im Abonnement bezogen.

Die geringe Veränderung von 2010 zu 2011 ist auch darauf zurückzuführen, dass die IVW seit dem Quartal 2/2011 unter dem Titel GameStar sowohl das klassische als auch das Taschenformat der Zeitschrift summiert.

Im Jahr 2001 verdoppelte sich die Abonnentenzahl annähernd, da der IDG-Verlag die Abonnements der eingestellten Zeitschrift PC Player übernahm und GameStar ab Heft 07/2001 erstmals eine Ausgabe mit beiliegender DVD – damals noch exklusiv im Abonnement – anbot.

Anzahl der monatlich verkauften Ausgaben[Bearbeiten]

Anzahl der monatlich verkauften Abonnement-Ausgaben[Bearbeiten]

Onlineangebot[Bearbeiten]

Das Forum GameStar-Pinboard (GSPB) von GameStar reiht sich international unter den 150 größten Internetforen (Boards) ein.[4] Hauptsächlich dreht sich in diesem Forum um die Themen Computer, Internet, Spiele und sonstige Medien.

Seit dem 13. März 2002 betreibt GameStar den kostenpflichtigen Online-Service GameStar.de Premium, der u. a. Spieleserver, schnellere Downloads, spezielle Foren und mit GameStar TV zweimal wöchentlich Nachrichten aus der Computerspiele-Szene in Form von redaktionell aufbereiteten Videos bieten soll.[5][6]

GameStar Clanliga[Bearbeiten]

GameStar.de betrieb seit dem 10. Oktober 2000 eine national anerkannte Online-Liga für mehrere PC-Spiele (mittlerweile GameStar Clanturnier). Unter anderem wurden Spiele wie Counter-Strike, Counter-Strike: Source, Pro Evolution Soccer 6, Warcraft III sowie Tactical Ops und Tactical Ops: Crossfire gespielt. Inzwischen ist der Spielbetrieb der Clanliga jedoch eingestellt.

GameStar Ladder[Bearbeiten]

Neben der Clanliga wurde im September 2005 die erste GameStar-Multiplayer-Rangliste (Ladder) mit Counter-Strike: Source gestartet. Einen Monat später kam Wolfenstein: Enemy Territory als zweites Spiel hinzu. Need for Speed: Most Wanted, Pro Evolution Soccer 5 sowie Quake 4 folgten kurz darauf. Über 1.200 Teams mit mehr als 2.500 Spielern zählte die heute nicht mehr existierende Rangliste im November 2006.

GameStar Podcast[Bearbeiten]

Der Gamestar-Podcast war ein alle 14 Tage erscheinender Podcast zum Thema Computerspiele und wurde vom GameStar-Online-Redakteur Michael Obermeier moderiert. Die erste Folge erschien 18. Januar 2007, die letzte, regelmäßig erscheinende Folge (Nummer 70) erschien am 10. Juni 2010. Seither wurde nur noch eine Sonderfolge (siehe unten) mit einer Vorschau auf das Spielejahr 2011 veröffentlicht. Der Moderator kündigte aber an, dass weiter Sonderfolgen zu besonderen Ereignissen erscheinen würden.

Die Folgen waren zwischen 15 und 30 Minuten lang.

GameStar Server Down Show[Bearbeiten]

Die einmal wöchentlich Mittwochs erscheinende, etwa 30 Minuten lange GameStar Server Down Show wurde von Hendrik Weins und Christoph Klapetek moderiert. In den späteren Ausgaben gesellte sich noch Maxi Gräff hinzu. Themen der Show waren meist Plaudereien über aktuelle Computerspiele und Informationen zum Computerspiel World of Warcraft. An Spieler von letzterem richtete sich die Show insbesondere auch durch ihre Erscheinungszeit während der wöchentlichen Updatezeiten von World of Warcraft. Später behandelte die Sendung allerdings auch andere bekannte Computerspiele des MMORPG-Genres. Dazu wurde in der Regel ein MMORPG zum Hauptthema der jeweiligen Sendung erklärt und dieses häufig durch eingeladene Gäste näher beleuchtet. Die Server Down Show war auch über die iTunes von Apple abrufbar.

Die Server Down Show wurde am 28. März 2012 mit der Veröffentlichung der 200. Folge, und dem Verweis auf eine Kreativpause, eingestellt. Seitdem wurden keine neuen Folgen produziert. Weins verließ die GameStar im Juni 2013.

High5[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 2012 startete mit dem YouTube-Kanal High5 ein neues Projekt von IDG Entertainment Media GmbH (Muttergestellschaft von GameStar und GamePro). Die Videos widmen sich dem interaktiven, digitalen Entertainment sowie der Popkultur des 21. Jahrhunderts und werden unter anderem von Maxi Gräff, Nino Kerl, David Hain und Michael Obermeier moderiert.[7] Ursprünglich gehörten auch William Patin, Fabian Siegismund und Kristin Knillmann zum High5-Team. Diese verließen IDG Entertainment Media und das Projekt aber im Juni, August und November 2013.[8] Ebenfalls im Juni 2013 erreichte der Kanal 100.000 Abonnenten.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gunnar Lott neuer Director of Online and New Business bei der IDG Entertainment Media GmbH.
  2. http://www.idg.de/portal/pressemeldungen/1116016355731968571/idg_entertainment_erweitert_chefredaktion_michael_graf_und_daniel_visarius_zu_mitgliedern_der_chefredaktion_berufen
  3. Was sind die Gamestars überhaupt? Abgerufen am 9. Februar 2012.
  4. Big-Board-Statistik
  5. GameStar: Battleknight – Exklusives GameStar-Browserspiel, 23. März 2007, 13:45
  6. GameStar: Battleknight-Special
  7. Kristin Knillmann: High5 - Wir starten unseren neuen YouTube-Kanal: Das sind unsere Shows! vom 1. Dezember 2012, GameStar
  8. Beitrag auf William Patins Facebook-Seite vom 23. Juli 2013.
  9. High5 bei YouTube