Gandan-Kloster

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Das Gandan-Kloster ist zentrales Heiligtum der Mongolei

Das Gandan-Kloster (mongolisch Гандантэгчинлэн хийд, Gandantegtschinlen Chiid) ist das bedeutendste Kloster in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. Es liegt auf einem Hügel westlich des Stadtzentrums.

Das Gandan-Kloster wurde 1727 gegründet und 1937 im Zusammenhang mit antibuddhistischen Aktivitäten unter dem damaligen Partei- und Regierungschef Chorloogiin Tschoibalsan schwer beschädigt, mehrere Gebäude sogar zerstört. Das Kloster blieb bis 1944 geschlossen, erst danach wurden die noch erhaltenen Gebäude wiedereröffnet. Zur Zeit der Mongolischen Volksrepublik war das Gandan-Kloster das einzige Kloster der gesamten Mongolei, in dem religiöse Zeremonien - allerdings unter der Kontrolle der Geheimpolizei - stattfinden durften.[1] Heute leben wieder über 600 Mönche im Kloster.[2]

Das markanteste Gebäude ist das weiße Migjid Janraisig Süm, an das sich links die Öndör Gegeen Zanabazar Buddhist University anschließt. Hier befindet sich die 26 Meter hohe Statue der Göttin Janraisig (Sanskrit: Avalokiteshvara), für die das Kloster berühmt ist. 1938 hatten sowjetische Truppen die Statue demontiert und eingeschmolzen. Die buddhistische Gemeinde ließ 1996 mit umgerechnet fünf Millionen Dollar Spenden eine neue vergoldete Janraisig errichten. Für den Dalai Lama, das eigentliche Oberhaupt des Klosters, wurde ein Thronsessel neu erbaut.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gandan Monastery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marion Wisotzki: Mongolei, S. 147, Berlin 2010
  2. Michael Kohn: Mongolia, S. 74. London 2008

47.923055555556106.895Koordinaten: 47° 55′ 23″ N, 106° 53′ 42″ O