Gangara (Zinder)

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Landgemeinde Gangara
Landgemeinde Gangara (Niger)
Landgemeinde Gangara
Landgemeinde Gangara
Koordinaten 14° 37′ N, 8° 30′ O14.6127777777788.5027777777778Koordinaten: 14° 37′ N, 8° 30′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Tanout
Einwohner 116.762 (2010)

Gangara ist eine Landgemeinde im Departement Tanout in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Gangara liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Tarka im Nordwesten, Tanout im Nordosten, Olléléwa im Südosten und Falenko im Süden. Das Gemeindegebiet ist in 135 administrative Dörfer, 184 traditionelle Dörfer, 289 Weiler, 25 Lager und 42 Wasserstellen gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Gangara.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1907 bis 1912 befand sich ein französisches Militärkommando im Ort. 1915 löste die französische Verwaltung Gangara als eigenen Kanton aus dem Kanton Tanout heraus. Die Kantonsleitung wurde einer lokalen Dynastie sesshafter Tuareg übertragen.[3] Die Landgemeinde Gangara ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Gangara hervor, dessen südlicher Teil als eigenständige Landgemeinde Falenko herausgelöst wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Gangara 88.670 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 116.762 Einwohner berechnet.[4] In Gangara leben Angehörige der Volksgruppen der Tuareg, Hausa und Fulbe. Die Hausa-Untergruppen Gobirawa und Damagarawa betreiben vor allem Ackerbau. Die Fulbe-Untergruppe Tchilanko’en ist auf Agropastoralismus spezialisiert. Vor allem Fernweidewirtschaft praktizieren die Fulbe-Untergruppen Oudah’en und Wodaabe sowie die Tuareg-Untergruppen Imouzgou, Imouzwagan, Iwillimiden, Kel Ates, Kel Nougroub, Kel Tanat und Tegama. Schließlich leben noch Angehörige der Tuareg-Untergruppen Albourdatan und Araban in der Landgemeinde, deren wichtigste Lebensgrundlage der Karawanenhandel darstellt.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 256–257.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  5. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 30 und 32–33.