Ganghwa

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Ganghwa
Gewässer Gelbes Meer
Geographische Lage 37° 42′ N, 126° 26′ O37.7126.43333333333469Koordinaten: 37° 42′ N, 126° 26′ O
Ganghwa (Südkorea)
Ganghwa
Länge 27,2 km
Breite 15,7 km
Fläche 302,4 km²
Höchste Erhebung Mani-San
469 m
Einwohner 65.500
217 Einw./km²
Hauptort Ganghwa
Lage von Ganghwa
Lage von Ganghwa
Koreanische Schreibweise
koreanisches Alphabet: 강화도
chinesische Schriftzeichen: 江華島
Revidierte Romanisierung: Ganghwado
McCune-Reischauer: Kanghwado

Ganghwa (강화도, 江華島) ist eine Insel im Gelben Meer vor der Westküste Südkoreas. Das Eiland befindet sich im Mündungsgebiet des Hangang und wird durch den 400 bis 1200 Meter breiten Kanal Yŏmha, über den zwei Brücken führen, vom Festland getrennt. Der höchste Berg von Gangwha ist der Mani-San, der 469 m über dem Meeresspiegel liegt. Die Insel ist die fünftgrößte Insel Südkoreas.

Heute leben etwa 65.500 Menschen auf ihr. Sie gehört verwaltungsmäßig zur Stadt Incheon bildet den Großteil des Stadtbezirkes Ganghwa-gun (강화군, 江華郡). Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt in Gangwha, einer Stadt am nordöstlichen Ende der Insel.

Auf der Insel befinden sich die Dolmenstätten, die im Jahre 2000 als Weltkulturerbe in die Liste des UNESCO-Welterbes (Asien und Ozeanien) aufgenommen wurden.

Farbholzschnitt des Angriffs japanischer Truppen auf Gangwha von 1875

Während der Zeit Koreas der späten Joseon-Dynastie war die Insel Schauplatz mehrerer vergeblicher Invansionen ausländischer Mächte. Höhepunkt der Angriffe stellte der Ganghwa-Zwischenfall von 1875 dar, bei dem japanische Truppen erfolglos versuchten die Insel zu erobern. Infolge des Gefechts blockierte die japanische Marine das Seegebiet um die strategisch wichtige Insel. Dies führte schließlich zu einer zwangsweisen Öffnung des bis dato international isolierten Koreas.