Garðabær

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Garðabær
COA Gardabaejar.png
Basisdaten
Staat: Island
Region: Höfuðborgarsvæðið
Wahlkreis: Suðvesturkjördæmi
Sýsla: kreisfrei
Einwohnerzahl: 10.358 (1. Januar 2009)
Fläche: 71 km²
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner/km²
Postleitzahl: 210, 212
Politik
Gemeindenummer 1300
Bürgermeister: Gunnar Einarsson
Kontakt
Adresse der Gemeindeverwaltung: Garðatorgi 7
210 Garðabær
Karte
Lage von Garðabær

64.083333333333-21.9Koordinaten: 64° 5′ N, 21° 54′ W

Garðabær ['karðaˌpaiːr ̥] (dt. Wallgehöft) ist eine Stadt im Südwesten Islands in der dicht besiedelten Region Höfuðborgarsvæðið zwischen Hafnarfjörður und Kópavogur südlich von Reykjavík. Mit 10.358 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2009) ist sie die fünftgrößte Stadt und sechstgrößte Gemeinde des Landes.

Geschichte[Bearbeiten]

Garðabær wurde wie das weiter südlich gelegene Hafnarfjörður auf der Lava des vor etwa 7.200 Jahren eruptierten Búrfell errichtet.

Im Landnámabók werden in der Gegend des heutigen Garðabær mit den Gehöften Vífilsstaðir und Skúlastaðir Ansiedlungen erwähnt, die bereits zur Landnahmezeit bestanden. Vífilsstaðir war der Hof des Vífill, einem Sklaven Ingólfur Arnarsons, des ersten Siedlers der Insel. Noch bis in die 1960er Jahre besaß Garðabær eher ländlichen Charakter. Durch die vermehrte Abwanderung aus den dünn besiedelten Regionen der Insel und der daraus resultierenden Konzentration der Gesamtpopulation in der Hauptstadtregion um Reykjavík, erhöhte sich auch die Einwohnerzahl Garðabærs (1960: 1000, 1976: mehr als 4000 Einwohner), dessen Randbezirke nunmehr an die umliegenden Städte angrenzen. 1976 erhielt der Ort das Marktrecht und bekam den Status einer Stadt. Garðabær ist im Wesentlichen eine durch moderne, zweckbezogene Architektur geprägte Stadt, auffällig ist eine überwiegend lockere Bebauung der Wohnsiedlungen. Anfang 2013 fusionierte Álftanes mit Garðabær.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kernstadt selbst bietet kaum Sehenswürdigkeiten. Hervorzuheben sind aber das 1998 gegründete Isländische Museum für Design und angewandte Künste und die beiden architektonisch modern und schlicht gehaltenen Kirchbauten, darunter die 1995 erbaute, weiße Betonkirche Vídalínskirkja und die ältere Garðakirkja, sowie der weithin sichtbare Rathausturm. Hinzu kommen im Stadtteil Álftanes der Präsidentensitz Bessastaðir und Bessastaðakirkja, eines der ältesten Kirchengebäude Islands.

Garðakirkja

Wirtschaft[Bearbeiten]

Garðabær ist Sitz des Unternehmens 66°North.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt ist über die Straße 41 an den Hringvegur, die wichtigste isländische Verkehrsader, angebunden. Südwestlich liegt der Flughafen Keflavík.

Sport[Bearbeiten]

Aus Garðabær kommt der Verein Ungmennafélagið Stjarnan.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. http://grapevine.is/Home/ReadArticle/Merger-Of-Alftanes-And-Gardabaer-Approved (englisch); Zugriff: 23. Oktober 2012
  2. vgl. http://www.gardabaer.is/?PageID=139 Homepage der Gemeinde zu den Städtepartnerschaften (isländisch); Zugriff: 13. August 2011