Paris Gare d’Austerlitz

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Gare d’Austerlitz
Gare Paris-Austerlitz.jpg
Bahnhofsgebäude
Daten
Betriebsart Kopfbahnhof
Bahnsteiggleise 21 (davon 4 im Tiefgeschoss)
IBNR 8700010
Eröffnung 20. September 1840
Architektonische Daten
Architekt Pierre-Louis Renaud
Lage
Stadt Paris
Département Paris
Region Île-de-France
Staat Frankreich
Koordinaten 48° 50′ 30″ N, 2° 21′ 58″ O48.8416666666672.3661111111111Koordinaten: 48° 50′ 30″ N, 2° 21′ 58″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Frankreich
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Der Bahnhof Gare d'Austerlitz (dt. Austerlitz-Bahnhof, ursprünglich Gare d'Orléans)[2] ist einer der sechs Kopfbahnhöfe von Paris. Er liegt im 13. Arrondissement am linken Ufer der Seine.

Sein Fahrgastaufkommen beläuft sich auf 25 Mio. Passagiere pro Jahr (68.000 pro Tag), was der Hälfte des Aufkommens des Gare Montparnasse (Paris) entspricht.

Der Name des Bahnhofs stammt von der mährischen Stadt Austerlitz, bei der Napoléon Bonaparte in der Dreikaiserschlacht am 2. Dezember 1805 siegreich gegen die zahlenmäßig überlegenen österreichisch-russischen Truppen zu Felde gezogen war. Zur Erinnerung an diesen historischen Sieg wurden neben dem Bahnhof auch noch das Kriegsschiff Austerlitz der französischen Marine und der Quai d’Austerlitz in Paris nach dem Austragungsort der Schlacht benannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erster Bahnhof im Jahr 1843

Schon 1840 wurde auf Grund der Eröffnung der Strecke Paris–Corbeil ein erster Bahnhof an der Stelle des heutigen errichtet. Jene Strecke wurde 1843 bis Orléans verlängert. 1846 wurde der Bahnhof erstmals vergrößert.

Zwischen 1862 und 1870 wurde der Bahnhof neu errichtet. Die neue Bahnhofshalle aus Metall hat eine für die Bauzeit beachtliche Spannweite von 51,5 Meter und ist 280 Meter lang. Der große Raum wurde während der Belagerung von Paris im Jahre 1870 zur Herstellung von Heißluftballons genutzt.

Im Jahr 1900 verlängerte die Betreibergesellschaft der Bahnlinie, die Compagnie du Chemin de fer de Paris à Orléans (P.O.), die Strecke in Richtung des Pariser Stadtzentrums. Der am 14. Juli 1900 anlässlich der Weltausstellung eröffnete Gare d’Orsay wurde bis 1939 neuer Endpunkt für die Fernzüge.

1906 wurde die gleichnamige Hochbahnstation der Pariser Métro in Betrieb genommen. Deren Gleise und Bahnsteige queren die Bahnhofshalle rechtwinklig über den Eisenbahnanlagen.

Verkehr[Bearbeiten]

Übersicht der zuständigen Bahnhöfe

Seit der Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Atlantique verlor der Bahnhof den größten Teil der Fernzugverbindungen in Richtung Süd-Westen an den Bahnhof Montparnasse.

Neben den übriggebliebenen Zügen der Société Nationale des Chemins de fer Français verkehren an der Gare d’Austerlitz die Linien 5 und 10 der Pariser Métro sowie die RER-Linie C.

Zukunft[Bearbeiten]

Gare d'Austerlitz ist der einzige der sechs Pariser Bahnhöfe, der nicht komplett ausgelastet ist. Mit Bau der LGV Sud Europe Atlantique nach Bordeaux ist geplant, im Jahr 2020 TGV-Züge erstmals ab diesem Bahnhof anzubieten, da der Bahnhof Montparnasse bereits bis an seine Grenzen ausgelastet ist. Eigens hierfür wurde ein viergleisiger Anbau errichtet, für den das Bahnhofsrestaurant Le Grenadier weichen musste. Die Schienen verlaufen dann weiter unter der Avenue de France bis zum Bahnhof Bibliothèque François Mitterrand. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für 2020 angedacht, die Kosten für das Projekt, inklusive der Renovierung der Haupthalle und der denkmalgeschützten Fassade, belaufen sich auf 600 Millionen Euro.[3]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gare d'Austerlitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. stif.info (PDF; 685 kB)
  2. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. La Vie du Rail, Paris 2004, ISBN 2-902808-87-9, S. 196
  3. La gare d'Austerlitz va s'offrir un balcon sur la Seine lefigaro.fr