Gargždai

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Gargždai
Wappen
Wappen
Staat: Litauen Litauen
Bezirk: Klaipėda
Koordinaten: 55° 43′ N, 21° 24′ O55.71388888888921.402777777778Koordinaten: 55° 43′ N, 21° 24′ O
Fläche (Ort): 1,735 km²
 
Einwohner (Ort): 16.164 (2008)
Bevölkerungsdichte: 9.316 Einwohner je km²
Zeitzone: EET (UTC+2)
Postleitzahl: 96001
 
Status: eigenes Stadtamt
in Rajongemeinde
Gargždai (Litauen)
Gargždai
Gargždai

Gargždai anhören?/i (deutsch Garsden, russisch (bis 1917) ГорджGordsch) ist eine Stadt im Westen Litauens in unmittelbarer Nachbarschaft der Großstadt Klaipėda und hat daher entgegen dem Trend bei kleineren Städten wachsende Einwohnerzahlen. Es hat den Status eines Stadtamtes (miesto seniūnija) in der Rajongemeinde Klaipėda. Durch den Ort fließt die Minija. Gargždai liegt an der Autobahn von Klaipėda nach Kaunas und Vilnius. Garsden liegt fast unmittelbar an der alten ostpreußischen-litauischen Grenze; das erste ostpreußische Dorf an der Grenze bei Garsden war Laugallen (heute litauisch Laugaliai).

Geschichte[Bearbeiten]

Garsden hatte bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges eine deutsch-litauisch gemischte Bevölkerung.

Der Ort wurde erstmals 1253 als Garisda erwähnt. Das Stadtrecht wurde 1792 verliehen.

In Gargždai wurde das erste Holocaust-Verbrechen auf dem Gebiet der Sowjetunion verübt. Am 24. Juni 1941 erschossen hier deutsche Polizeieinheiten etwa 200 männliche jüdische Einwohner. Diese Tat war auch Gegenstand des Ulmer Einsatzgruppen-Prozesses. Ende August/Anfang September 1941 wurden dann die bis dahin gefangen gehaltenen jüdischen Frauen und Kinder des Ortes durch litauische Hilfspolizisten erschossen.[1]

Stadt[Bearbeiten]

Der FK Banga Gargždai ist der bedeutendste Fußballverein der Stadt.

Hier hat seinen Sitz das Kreisgericht Klaipėda.

Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Joachim Tauber: Annaberger Annalen Nr. 5 / 1997: Garsden, 24. Juni 1941 (PDF-Datei; 89 kB)