Garnisonkirche (Potsdam)

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Carl Hasenpflug: Die Garnisonkirche zu Potsdam, 1827
Turm der Garnisonkirche und Breite Brücke über den Potsdamer Stadtkanal, um 1900

Die Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam war eine evangelische Kirche in Potsdam.

Der von Philipp Gerlach entworfene Barockbau wurde von 1730 bis 1735 auf Anordnung des Königs Friedrich Wilhelm I. von Preußen in seiner Sommerresidenz für die Angehörigen des Hofstaats und der Garnison errichtet und auch von der Zivilgemeinde genutzt. Die spätere Begräbnisstätte Friedrich Wilhelms und seines Sohnes Friedrich II. („Der Große“) war über die Abschaffung der Monarchie in Deutschland im Jahre 1918 hinaus eine Stätte der Verehrung Preußens und seines Königtums.

Noch vor der Fertigstellung erfolgte am 17. August 1732 die Kirchweihe. Friedrich Wilhelm I. wurde 1740 in der Gruft der Garnisonkirche bestattet; 1786 sein Sohn Friedrich II. gegen dessen Willen ebenfalls.

Am 21. März 1933 fand in der Garnisonkirche der Festakt zur konstituierenden Sitzung des Reichstages statt. Beim „Tag von Potsdam“ kam es zum Handschlag Adolf Hitlers mit Reichspräsident Paul von Hindenburg an der Verehrungsstätte der preußischen Monarchie. Das Foto dieses Handschlags, das eine Verabschiedungsszene zeigt, wurde als Symbol der Versöhnung des national-konservativen, evangelischen Preußen mit der Partei der neuen nationalsozialistischen Regierung umgedeutet. Tatsächlich erreichte es seine Wirkmächtigkeit nicht im Dritten Reich, sondern erst darauffolgend wurde es als Beweis für die Verführungskraft des NS-Regimes angeführt.

Beim Luftangriff auf Potsdam am 14. April 1945 brannte das Innere des Kirchenschiffs und des Turms aus. Lediglich die Umfassungsmauern blieben stehen. Im kreuzförmigen Turmraum wurde 1950 die Heilig-Kreuz-Kapelle eingerichtet, in welcher noch bis 1968 Gottesdienste und Gemeindeleben stattfanden. Nachdem bereits Wiederaufbauarbeiten begonnen hatten, wurde die Ruine - gegen Proteste in der Bevölkerung - auf Beschluss der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) etwa zeitgleich mit der intakten Leipziger Universitätskirche im Mai und Juni 1968 gesprengt. Auf dem Areal der Garnisonkirche wurde bis 1971 ein Rechenzentrum errichtet.

Die 1984 in Iserlohn gegründete Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e.V. betrieb seit 1991 den Wiederaufbau der Kirche im Sinne einer Wiederbelebung preußischer Traditionen. Es kam aber zu keinem Einvernehmen mit der evangelischen Landeskirche, so dass die TPG ihre Aktivitäten eingestellt hat.

Im Februar 2004 gründeten Bürger die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e.V. und im Juni 2008 die Stiftung Garnisonkirche Potsdam, die sich gemeinsam für den Wiederaufbau einsetzen. Sie streben an, das Gotteshaus nach seiner Wiederrichtung als Bürgerkirche zu nutzen und mit der Erinnerung Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Die Stadtkirche soll als Ort der Friedens- und Versöhnungsarbeit genutzt werden. Die Garnisonkirchengemeinde hat sich mit der internationalen Nagelkreuzgemeinschaft vernetzt. Im Mai 2011 bildete sich die Bürgerinitiative Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche, die „den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche als Symbol von Macht-, Kriegs- und Herrschaftsromantik verhindern“ will. Durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wurde 2013 die Garnisonkirche Potsdam als national bedeutendes Kulturdenkmal eingestuft und in Aussicht gestellt, den Wiederaufbau in den nächsten Jahren mit 12 Millionen Euro zu fördern.

Das Bauwerk[Bearbeiten]

Der Turm[Bearbeiten]

Der Turm der Garnisonkirche in Frontal- und Seitenansicht

Der Turm der Garnisonkirche mit einer Gesamthöhe von 88,43 Metern ragte in die Breite Straße hinein und prägte so ihr Erscheinungsbild. Die Seitenwände des Turmes wurden an jeder Seite von schmalen Längsfenstern durchbrochen, zusätzlich trugen die Ecken Figurenschmuck. Über dem Hauptportal zur Breiten Straße befand sich eine Inschrifttafel mit goldenen Buchstaben. Darauf war zu lesen: „Friderich Wilhelm, König in Preußen, hat diesen Thurm nebst der Guarnison-Kirche zur Ehre Gottes erbauen lassen. Anno 1735.“ Ein Teil der Buchstaben ist heute noch vorhanden.

Das Turmbauwerk wurde im Untergeschoss wuchtig aufgeführt und verjüngte sich in den oberen Etagen. Die Turmlaterne bildete ein aus Eiche konstruiertes, mit Kupferblech verkleidetes Geschoss, auf dem eine Wetterfahne angebracht war. Sie enthielt das aus der 1722 geweihten ersten Garnisonkirche stammende Glockenspiel, ergänzt durch fünf neue, von Paul Meurer geschaffene Bassglocken.

Turmspitze der Garnisonkirche

Nachdem das Glockenspiel bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur vollen Stunde verschiedene Choräle und zur halben Stunde weltliche Lieder abgespielt hatte, ertönte ab 1797 bis 1945 der Stundenchoral „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ im Wechsel mit dem Halbstunden-Lied „Üb' immer Treu und Redlichkeit“ von Ludwig Hölty, (mit der etwas vereinfachten Melodie der Arie Ein Mädchen oder Weibchen aus Mozarts Oper Die Zauberflöte) und jeweils eine Variation als zweite Strophe.[1] Dazwischen waren „Vorschläge“ und kurze Melodien zu hören, so dass das Glockenspiel alle 7½ Minuten über der Stadt erscholl. Seit der Aufstellung des nachgebildeten Glockenspiels auf dem Plantage genannten Platz nördlich des Kirchenstandorts 1991 spielt dieses wieder die genannten Lieder zur vollen und zur halben Stunde.

Der Soldatenkönig verlieh den Fahnen seiner Regimenter ein Fahnenbild, das bis zum Ende des Weltkrieges Fortbestand haben sollte. Es befand sich auch an vielen Gebäuden, wie der Garnisonkirche in Potsdam, die zu seiner Regierungszeit erbaut wurden.

Ein Adler fliegt mit gespreizten Flügeln zur Sonne. Er trug die Umschrift: „Non soli cedit“ (Er weicht nicht der Sonne).

Zu jener Zeit regierte in Frankreich der Sonnenkönig. Dessen Truppen trugen auf ihren Feldzeichen ihrem König zu Ehre eine oder mehrere Sonnen. Dass die junge aufstrebende Macht der brandenburgischen Kurfürsten nicht gewillt war, sollte der Adler, der mit dem Schwert und den zuckenden Blitzen in den bewehrten Fängen die Sonne anging, zum Ausdruck bringen.[2]

Das Kirchenschiff[Bearbeiten]

Blick in den Innenraum in Richtung Osten
Blick auf die Orgel oberhalb der Kanzel

Das Kirchenschiff, ein rechteckiger, in Querachse ausgerichteter Bau, schloss in nördlicher Richtung an den Turm der Garnisonkirche an. Auf dem 17 Meter hohen, steilen Walmdach waren auf West-, Nord- und Ostseite jeweils zwei Gaupen aufgesetzt. Die großen Rundbogenfenster des Kirchenschiffes dominierten das Fassadenbild, das durch Mittelrisalite an allen drei Fassaden belebt wurde. Weiterhin befanden sich zu beiden Seiten am Übergang zum Kirchturm Attika-Balustraden, die in einer Rundung an das Dach anschlossen. Sie wurden zur Breiten Straße mit Säulenpilastern ausgeführt und bildeten so mit dem Turm die repräsentative Eingangsfront.

Der Innenraum[Bearbeiten]

Der Innenraum der Garnisonkirche war klar gegliedert. Massive Pfeiler waren durch Korbbögen miteinander verbunden, die wiederum eine flache Decke und zweigeschossige Emporen trugen. Der Innenraum war zunächst schmucklos und mit einfacher Holzausstattung versehen. Die Zivilgemeinde saß auf den Bänken im Kirchenschiff, die Soldaten auf den Emporen. Eine Kanzel, zunächst aus Holz, wurde auf der Südseite aufgestellt. 1735 ließ Friedrich Wilhelm I. sie durch einen farbenprächtigen, in Barockformen verzierten Kanzelaltar ersetzen und eine darunterliegende, ebenerdige Gruft anlegen („Königliches Monument“). Die Entwürfe lieferte Christian Friedrich Feldmann, Ausführende waren Johann Christian Angermann, Johann Konrad Koch und der Bildhauer Johann Georg Glume, der auch die Marmorfiguren „Mars“ und „Bellona“ am Eingang zur Gruft schuf.

Der aus der Vorgängerkirche stammende sog. Feldaltar war einfach in Holz gehalten und diente dem Abendmahl.

Wagner-Orgel[Bearbeiten]

Die große Orgel der Garnisonkirche wurde 1731/32 von dem Orgelbauer Joachim Wagner erbaut. Das Instrument hatte zunächst 25 Register auf drei Manualen und Pedal. Im Jahre 1862 wurde die Disposition durch den Orgelbauer Carl Ludwig Gesell auf 42 Register erweitert. Das Instrument umfasste u.a. ein Glockenspiel[3] Im Zuge einer Umgestaltung des Innenraumes in den Jahren 1897–1899 errichtete der Orgelbauer Wilhelm Sauer die Orgel neu, wobei er etwa die Hälfte des historischen Pfeifenmaterials wiederverwendete. Das neue, im spätromantischen Stil disponierte Instrument hatte nun 46 Register auf pneumatischen Kegelladen.

Die Orgel stand oberhalb der Kanzel, auf der zweiten Empore der Garnisonkirche. Das Instrument war in einem imposanten Orgelgehäuse mit einem reich geschnitzten Prospekt untergebracht. Der figürliche und plastische Schmuck des Orgelgehäuses wurde vermutlich von dem Künstler Johann Georg Glume (1679–1765) geschaffen. Der Prospekt war in drei Türme gegliedert (im Mittelturm waren aus Platzmangel einige Pedalregister untergebracht) und hatte sechs Prinzipalpfeifen-Felder. Die größten Prospektpfeifen hatten eine Länge von 5 Metern. Eine Besonderheit der Orgel war - einer Militärkirche entsprechend - ein Spielwerk aus posaunenblasenden und paukenschlagenden Engeln, sich drehenden Sonnen (Zimbelsterne) und einem flügelschlagenden Adler.

Anhand der noch existierenden Unterlagen ist es möglich, die Wagner-Orgel klanglich zu rekonstruieren. Die finanziellen Mittel für eine Rekonstruktion wurden von dem Versandhausgründer Werner Otto gestiftet.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Das erste Bauwerk[Bearbeiten]

1720 bis 1722 wurde die erste Potsdamer Garnisonkirche als quadratischer Fachwerkbau an gleicher Stelle, wie der spätere, bekannte Bau errichtet. Ein auf das steile Zeltdach aufgesetzter, eingeschossiger Turm erhielt ein 35stimmiges Glockenspiel des Amsterdamers Jan Albert de Grave. Nach der Fertigstellung der Kirche zogen die Militärgemeinde, hauptsächlich Angehörige des Leibregiments der Langen Kerle und die deutsch-reformierte Gemeinde ein. Es fanden regelmäßig Gottesdienste statt.

Das zweite Bauwerk, die Garnisonkirche[Bearbeiten]

Das sumpfige Bauland in Potsdam und die ungenügende Gründung des Bauwerkes ließen bereits wenige Jahre später Setzungsrisse entstehen, und das Gebäude begann abzusacken. Nach dem Auslagern des Glockenspiels begann 1730 der Abbau und Abriss von Turm und Kirchenschiff. Da der König, Friedrich Wilhelm I., ein Interesse am Wohl seiner Soldaten und ihrer geistlichen Bildung hatte, beauftragte er den Architekten Philipp Gerlach mit dem Bau einer neuen Kirche. Die Bauarbeiten begannen 1731 und konnten bereits am 17. August 1732 mit der feierlichen Einweihung durch den Hofprediger Christian Johann Cochius und Garnisonprediger Johann Gottfried Hornejus abgeschlossen werden. Wie bei fast allen seinen Kirchenbauten in Berlin und Potsdam wünschte sich Friedrich Wilhelm I. auch die für Garnisonkirche einen hohen und imposanten Turm als besonderes gottgefälliges Zeichen seines festen Glaubens. 1730 und dann noch einmal 1734 hatte er den Einsturz des jeweils fast fertiggestellten 108 Meter hohen Turms der Petrikirche in Berlin erleben müssen. Um so dankbarer erklomm er dann im August 1735 nach überstandener, schwerer Krankheit die 365 Stufen des fertiggestellten Garnisonkirchen-Turms in Potsdam.

Von der Einweihung bis zur Weimarer Republik[Bearbeiten]

Unterhalb der Kanzel standen in der Gruft der Marmorsarkophag Friedrich Wilhelms I. (links) und der Zinnsarg Friedrichs II.
Das Königliche Monument mit der Kanzel und dem Grabmal für Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II., davor der Altar.
Napoleon Bonaparte 1806 am Sarg Friedrichs des Großen
Garnisonkirche, 1904
Eingerüsteter Turm der Garnisonkirche während der Instandsetzung 1880
Das Glockenspiel der Garnisonkirche

Friedrich Wilhelm I. hatte sich 1737, drei Jahre vor seinem Tode, unter der Kanzel der Garnisonkirche eine Gruft anlegen lassen. Er starb am 31. Mai 1740 und wurde am 1. Juni in ihr beigesetzt. Auf Einladung seines Nachfolgers Friedrich II. besuchte Johann Sebastian Bach 1747 Potsdam und die Garnisonkirche. Er spielte auf der Orgel und war sehr angetan. Seiner Meinung nach sei sie ein „gar prächtig Werck“. Die am 28. Juni 1757 verstorbene Frau Friedrich Wilhelms I., Sophie Dorothea, wählte in ihrem Testament den traditionell als Gruftkirche der reformierten Hohenzollern dienenden Berliner Dom als Begräbnisort. Ihr Platz in der Gruft blieb somit frei. Auch ihr Sohn Friedrich II. hatte in seinem Testament nicht die Garnisonkirche, sondern die Terrasse von Sanssouci zum Begräbnisort bestimmt. Er wurde jedoch bereits am Abend des Todestags, am 18. August 1786, in der Garnisonkirche neben seinem Vater beigesetzt. Die Trauerfeier fand erst am 9. September 1786 statt.

Im November 1805 besuchte das Königspaar Friedrich Wilhelm III. und Luise gemeinsam mit dem russischen Zar Alexander I. die Königsgruft zur Festigung ihres Bündnisses gegen Napoleon Bonaparte. Dieser kam nach seinem Sieg über die preußische Armee bei Jena und Auerstedt auf seinem Marsch nach Berlin am 25. Oktober 1806 durch Potsdam. Napoleon besuchte die Königsgruft in der Garnisonkirche und ließ sich Friedrichs II. Wohnung im Stadtschloss zeigen. Seine Worte, man würde nicht bis hierher gekommen sein, wenn Friedrich noch lebe, fielen wahrscheinlich dort und nicht, wie oft behauptet, am Grab in der Kirche.[5]

Als im Folgejahr Napoleon Potsdam besetzte, besuchte er die Grabstätte Friedrichs des Großen ebenfalls und stellte aus Respekt vor ihm die Garnisonkirche unter seinen persönlichen Schutz, während die Französische Kirche und die Heiligengeistkirche als Fouragemagazine der französischen Kavallerie zweckentfremdet wurden.

Am 3. August 1809 wurde in der Garnisonkirche die Amtseinführung des ersten frei gewählten Potsdamer Magistrats vollzogen.

Um Platz für die Fahnen der in den Befreiungskriegen besiegten französischen Truppen zu machen, wurden 1816 die links und rechts neben dem Altar stehenden Figuren Mars und Bellona (Bildhauerarbeit: Johann Georg Glume) in das Treppenhaus des Stadtschlosses gebracht. Die Emporenbrüstungen bespannte man mit rotem und goldbesetztem Tuch, des Weiteren wurden Gedenktafeln für die gefallenen Soldaten aufgestellt.

Bei den Feierlichkeiten zum 300jährigen Jubiläum der Reformation fand am 31. Oktober 1817 erstmals ein gemeinsamer Gottesdienst von Reformierten (Kalvinisten) und Lutheranern statt, die sich am am 3. August 1809 auf Anordnung Friedrich Wilhelm III. zur Kirche der Altpreußischen Union vereinigt hatten.

Schon in seiner Kronprinzenzeit hatte Friedrich Wilhelm IV. Entwürfe zur Umgestaltung der Garnisonkirche erarbeitet. Vorschläge wie ein Neubau in Form einer fünfschiffigen Basilika, deren Ausmaße rund das Zehnfache der bisherigen Kirche eingenommen hätten, wurden jedoch nie realisiert. Einzige größere Veränderung in seiner Amtszeit war der Einbau einer zehneckigen Taufkapelle in den südwestlichen Vorraum (1856). Es folgten Renovierungsarbeiten im Kirchenschiff (ebenfalls 1856) sowie die Instandsetzung des Turmes (1880). Die folgende Zeit wurde durch das „wilhelminische“ Bedürfnis nach Repräsentation geprägt. Die Garnisonkirche, einst karg ausgestattet, erfuhr nun eine völlig neue Innenausstattung nach Entwürfen von Friedrich Laske. Neben einem neuen Gestühl aus Zypressenholz, das jetzt anders angeordnet wurde, gestaltete man die Logen wesentlich reicher aus. Die Emporenbrüstungen schmückte man mit feinprofilierten Verzierungen, Kartuschen und einer Vergoldung. Neben den gestalterischen Aufgaben musste Friedrich Laske auch allen neuzeitlichen Anforderungen (Brandschutz, Heizung, Beleuchtung, Verbesserung der Sichtverhältnisse auf den Emporen usw.) gerecht werden. In den Einigungskriegen war die Zahl der Trophäen auf 117 französische, 25 dänische Fahnen und 7 österreichische Feldzeichen angewachsen. Die Wagnersche Orgel wurde von 42 auf 46 Register vergrößert, in ihrem Prospekt jedoch nicht verändert. 1907 ist dem Turmportal ein schmiedeeisernes Portalgitter vorgesetzt worden und Kaiser Wilhelm II. stiftete der Kirche 1910 einen prächtigen Altartisch. Damit waren die baulichen Veränderungen abgeschlossen.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Weil nach Artikel 245 des Versailler Vertrages die französischen Trophäen zurückerstattet werden sollten, wurden sie von unbekannter Hand im Juli 1919 entfernt und blieben bis heute verschwunden. An ihrer Stelle wurden Fahnen der nunmehr untergegangenen preußischen Regimenter angebracht. Ungeachtet dessen war die Garnisonkirche längst als Stätte der Kirchenmusikpflege bekannt und sollte sich insbesondere im 20. Jahrhundert darin etablieren. Besonders dazu bei trug Professor Otto Becker (1870–1954), der von 1910 bis 1945 als Organist wirkte und das Glockenspiel bediente. Otto Becker spielte von 1915 bis 1933 auch die Orgel der Synagoge in Potsdam. In der Garnisonkirche erklangen zu dieser Zeit über 2000 Glockenkonzerte, es fanden Orgelkonzerte, Oratorienaufführungen, geistliche Konzerte sowie Kammermusiken statt. Von 1925 bis 1930 fand eine große, äußere Instandsetzung der Garnisonkirche unter Leitung des Architekten Karl Daubitz statt. Aus dieser Maßnahme stehen heute eine Reihe von Aufmaßzeichnungen und hunderte von Detailfotos zur Verfügung.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

5-Reichsmark-Münze von 1934 mit Abbildung der Garnisonkirche und Datum 21. März 1933

Bei den Reichstagswahlen vom 5. März 1933, die in einem Klima von Rechtsunsicherheit und Gewalt stattfanden, erhofften sich die Nationalsozialisten die absolute Mehrheit der Stimmen. Damit planten sie die Selbstauflösung des Parlaments durchzusetzen, um endgültig den Weg in die Diktatur beschreiten zu können. Schon am Abend des Reichstagsbrandes kam im Reichskabinett die Idee auf, die Reichstagseröffnung in Potsdam stattfinden zu lassen. Am 2. März fiel die Vorentscheidung für die Garnisonkirche als Ort, sechs Tage später einigte man sich auf den 21. März als Termin. Nach Protesten der Kirchenleitung, die auch der Reichstagspräsident unterstütze, kam man überein, nur die Eröffnungsfeier des Reichstags in der Garnisonkirche durchzuführen und den Reichstag im benachbarten Langen Stall zusammentreten zu lassen. Die Kürze der Vorbereitungszeit ließ diesen letzten Plan scheitern, und so fand die eigentliche Eröffnungssitzung des Reichstags am gleichen Tag in der Berliner Krolloper statt. Der gewählte Termin bezog sich bewusst auf die erste Reichstagseröffnung am 21. März 1871 durch Kaiser Wilhelm I. im Weißen Saal des Berliner Schlosses. Mit dem Hauptakteur des Tages, dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, den viele Teilnehmer geradezu als Ersatzkaiser ansahen, wurde die „Machtergreifung“ Hitlers als preußisch-konservative „Wiedergeburt der Nation“ dargestellt.

Die Herrschaft der Nationalsozialisten führte Deutschland in den Zweiten Weltkrieg, der auch in Potsdam schwere Schäden hinterließ. Aus Angst vor Angriffen auf die Stadt wurden 1943 die Särge Friedrichs des Großen und seines Vaters, Friedrich Wilhelms I., aus der Garnisonkirche entfernt, in einen bombensicheren Bunker des heutigen Einsatzführungskommandos der Bundeswehr untergestellt und durch Attrappen ersetzt.

Die zerstörte Garnisonkirche kurz nach dem Luftangriff, Aufnahme aus dem Bundesarchiv

Bei dem britischen Luftangriff auf Potsdam in der Nacht vom 14. April 1945 auf den 15. April 1945 sah es zunächst so aus, als sei die Kirche unbeschädigt geblieben. Doch brannte der benachbarte Lange Stall lichterloh, und es entstand ein Feuersturm, der durch die schon am Vorabend zersplitterten Fenster drang, die hölzernen Emporen, dann auch das riesige Kirchendach erfasste und schließlich den Turm erreichte. Hier befanden sich die hölzernen Klappen zur Belüftung der Spielwalze des Glockenspiels, die zur raschen Verbreitung des Feuers beitrugen. Aufgrund des - durch die während des Angriffs zerstörten Leitungen - zu geringen Wasserdrucks in den Schläuchen blieb der Brandherd für die Löschtrupps unerreichbar und sie konnten nur noch zusehen, wie der Turm langsam von oben nach unten durchbrannte, bis schließlich auch das hölzerne Gebälk des Kirchenschiffs in Flammen stand. Es gelang noch, einige Gegenstände wie Kruzifix, Leuchter und Altartisch in Sicherheit zu bringen, ehe durch die enorme Hitze ein Blindgänger im Kirchenschiff explodierte. Auch die einzelnen Glocken des Glockenspiels begannen sich zu lösen und stürzten fast 80 Meter in die Tiefe. Als die lichterloh brennende Turmspitze aus Eichenholz vom Turm stürzte, war das wertvolle Instrument endgültig verloren. Von der Kirche blieb lediglich eine Ruine, bestehend aus den Umfassungsmauern des Kirchenschiffs und dem hochaufragenden gemauerten Turmstumpf.[6]

Ruine der Garnisonkirche 1966

Seit 1945[Bearbeiten]

Die in ihrem Bestand stark reduzierte Zivilgemeinde der Garnisonkirche gelangte im Zuge von Verhandlungen mit der Provinzialregierung in den Besitz aller Grundstücke der Gemeinde. Abgesehen von der Kirchenruine war auch der bauliche Zustand des Gemeindehauses, der Pfarrhäuser sowie der beiden Wohnhäuser sehr schlecht, und man bemühte sich um Reparaturen und plante eine Instandsetzung. Zu diesem Zweck konnten Beihilfen nicht nur von kirchlicher, sondern auch von staatlicher Seite eingeworben werden.

Am 25. Juli 1949 beschloss der Gemeindekirchenrat die Umbenennung der Kirche in Heilig-Kreuz-Kirche. Ein knappes Jahr später zog die Heilig-Kreuz-Gemeinde in eine im Turm hergerichtete Kapelle ein. Mit Hilfe von zwei neugegossenen Glocken konnte nun wieder zum Gottesdienst gerufen werden. In den 1960er Jahren begann man mit der Herrichtung der Kirchenruine. In den 1960er Jahren konnten Besucher nach Anmeldung beim Küster den etwa 60 Meter hohen Turm besteigen.[7] Die ersten Bauarbeiten für fünf neue Zwischendecken im Turm wurden durch einen 1966 plötzlich verhängten Baustopp unterbrochen. Am 12. August 1966 beschloss die Bezirksparteileitung Potsdam der SED die Beseitigung der Ruine, ohne dies jedoch in irgendeiner Form öffentlich zu machen.[8] Walter Ulbricht, der erste Sekretär des Zentralkomitees der SED, besuchte 1967 die Stadt und fragte bei einer dreistündigen Debatte über die städtebauliche Gestaltung Potsdams, „was die Ruine dort noch zu suchen habe.“[9] Sie müsse, so erklärte der preußen- und kirchenfeindliche Ulbricht, ebenso wie die übrigen Potsdamer Kriegsruinen aus dem Stadtbild verschwinden. Denn die Kirche störe die Entstehung eines sozialistisch geprägten Potsdamer Stadtkerns. Dem heftigen Widerstand von Kirchenvertretern, Denkmalschützern, Architekten und Bürgern in und außerhalb der DDR zum Trotz beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 26. April 1968 die Sprengung der Garnisonkirche. Bemerkenswert war, dass dieser Beschluss keineswegs, wie damals in der DDR üblich, einstimmig, sondern mit vier Gegenstimmen gefasst wurde. Beginnend am 14. Mai 1968 wurde in mehreren Abschnitten zunächst das Kirchenschiff gesprengt. Der Turm fiel nach einem missglückten Sprengversuch am 19. Juni 1968, bei dem eine Hälfte stehen blieb, erst am Sonntag, dem 23. Juni 1968 endgültig zusammen. Im Anschluss an die Beseitigung wurde, um einige Meter zurückversetzt, im Jahr 1971 auf dem Grundstück das Rechenzentrum für den Bezirk Potsdam errichtet.

Wiederaufbaubemühungen[Bearbeiten]

Der Gewölbebogen der Heilig-Kreuz-Kapelle, rekonstruiert im Frühjahr 2005

Die 1984 in Iserlohn gegründete Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e.V. (TPG) ließ bereits 1987 das Geläut des Glockenspiels wiederherstellen und übergab es am 14. April 1991 der Stadt Potsdam. Anschließend setzte sie ihre Spendensammlung für den Wiederaufbau der Garnisonkirche fort. Der Vorsitzende der Traditionsgemeinschaft, Max Klaar, initiierte im Jahr 2001 die Gründung einer Stiftung Preußisches Kulturerbe, die nach der erneuter Fertigstellung der Garnisonkirche deren Unterhalt gewährleisten sollte. Es gelang ihm jedoch nicht, sich mit der Evangelischen Kirche und der Stadt Potsdam über die spätere Nutzung der Garnisonkirche zu einigen. Deshalb beendete Klaar im Jahr 2005 die Spendensammlung und veranlasste die Auflösung der Traditionsgemeinschaft. Die für die Garnisonkirche gesammelten Spendengelder (über 6 Millionen Euro) überführte er in die Stiftung Preußisches Kulturerbe. Die Mitglieder der aufgelösten Traditionsgemeinschaft wurden in einem Freundeskreis zusammengefasst, in dem sie keine institutionelle Mitsprachemöglichkeit mehr haben.

Am 15. Januar 2004 unterzeichneten mehr als 100 Persönlichkeiten aus Brandenburg und Berlin den Ruf aus Potsdam, der zum vollständigen Wiederaufbau der Potsdamer Hof- und Garnisonkirche aufruft. Schirmherren der Wiederaufbau-Initiative sind der ehemalige Bischof Wolfgang Huber, Ministerpräsident a. D. Matthias Platzeck und Innenminister a. D. Jörg Schönbohm.

Im Februar 2004 gründeten Potsdamer und Berliner Bürger auf Initiative des Industrieclubs Potsdam e.V. mit Unterstützung der Evangelischen Landeskirche und der Landeshauptstadt Potsdam die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche e. V. (FWG). Zweck der FWG ist die Förderung des Wiederaufbaus und die Erhaltung der Potsdamer Garnisonkirche. Die FWG ist ein Zusammenschluss von Personen und Organisationen, die den Wiederaufbau der Garnisonkirche und die spätere Arbeit in ihr befürworten und unterstützen wollen – gleich, ob aus religiösen, geistes- und kulturgeschichtlichen oder aus städtebaulichen Gründen. Leitfaden für ihre Arbeit ist der Ruf aus Potsdam.

Am 23. Juni 2008 wurde im Anschluss an einen Gottesdienst mit Bischof Huber die kirchliche Stiftung Garnisonkirche Potsdam in Anwesenheit zahlreicher prominenter Persönlichkeiten gegründet. Das Datum für die Stiftungsgründung war bewusst gewählt worden, auf den Tag genau vierzig Jahre nach der Sprengung der Ruine. Zweck und Ziel der gegründeten Stiftung ist der Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche. Diese soll zukünftig als „offene Stadtkirche“, als „Symbolkirche“ und als „Schule des Gewissens“ genutzt werden.

Mit der temporären Kapelle an der Garnisonkirche wurde am 25. Juni 2011 ein neuer Ort für Potsdam in den Dienst genommen. Die Kapelle steht hinter dem ehemaligen und möglicherweise zukünftigen Standort der Garnisonkirche und beherbergt auch eine Ausstellung zur Geschichte und Zukunft der Garnisonkirche Potsdam. Nicht nur dieser „provisorische“ Ort wurde im Jahr 2010 beschlossen, auch der Einrichtung einer Pfarrstelle, die seit März 2011 besetzt ist, hat die Kirchenleitung der EKBO zugestimmt.

Seit Juli 2013 liegt der Stiftung Garnisonkirche Potsdam die Baugenehmigung für den Turm der Garnisonkirche vor. Mit der Freimachung des Baufeldes und der Verschwenkung der Breiten Straße im Zuge der Annäherung an den historischen Stadtgrundriss sind wesentliche Prämissen für den Baubeginn bereits erfüllt. Der wiederaufgebaute Turm der Garnisonkirche soll am 31. Oktober 2017Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren (dem 500. Jahrestag der Reformation) eingeweiht werden.

Kontroverse um den Wiederaufbau[Bearbeiten]

Der Wiederaufbau ist in der Öffentlichkeit umstritten. Nachdem zunächst der Wiederaufbau der Kirche auf ein großes Interesse der Öffentlichkeit traf, erweiterte sich die Diskussion von der grundsätzlichen Frage des Wiederaufbaus um die Frage nach der Ausgestaltung.

Die evangelische Kirche plädierte für den Aufbau mit einer Nutzung als Stadtkirche und Versöhnungszentrum. Dies stieß jedoch auf Widerstand der TPG, die die bereits von ihr gesammelten 6 Millionen Euro nur unter der Auflage eines originalgetreuen Wiederaufbaus und einer „ideologiefreien“ Nutzung freigeben wollte; zum Beispiel ohne Distanz zum Staats- und Militärverständnis etwa Friedrich Wilhelms I. oder Kaiser Wilhelms II. Insbesondere lehnte die TPG das von der Kirche favorisierte Konzept eines Versöhnungszentrums sowie die nicht original-rekonstruierten Wiederaufbauelemente (Anbringung des sogenannten Coventry-Nagelkreuzes anstatt der Wetterfahne mit Adler, Sonne und königlichen Initialen auf der Kirchturmspitze) und weitere Gestaltungselemente ab, die die Kirche als Zeichen der Diskontinuität verwirklicht sehen wollte. Ziel war viel mehr ein originalgetreuer Wiederaufbau im Inneren und Äußeren des Gebäudes.

Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen TPG und evangelischer Kirche beendete die TPG im März 2005 vorläufig ihre Aktivitäten zum Wiederaufbau, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Die bis dahin gesammelten Gelder wurden aus formaljuristischen Gründen in die Stiftung Preußisches Kulturerbe eingebracht.

Ende 2010 veröffentlichte die TPG einen Rundbrief, in dem sie Gedenkveranstaltungen am ehemaligen Standort der Garnisonkirche zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und zur Reichspogromnacht als Missbrauch bezeichnet.[10]

Kritik am geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche äußerte auch Detlef Karg, Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege. Er kritisierte, dass sich die evangelische Landeskirche am Wiederaufbau der Garnisonkirche beteiligen wolle, zugleich aber die 1.164 Dorfkirchen und 700 Stadtpfarrkirchen in Brandenburg ernsthaft gefährdet seien. Es sei „nicht Aufgabe der Denkmalpflege, einen verlorenen Bau wieder aufzurichten. … Wenn man in Potsdam am alten Standort eine Kirche bauen will, kann man das auch in der heutigen Architektursprache tun.“[11][12]

Am 20. März 2014 startete die Bürgerinitiative Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche ein Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche.[13] Am 21. Juli 2014 wurde es als erfolgreich erklärt.[14]

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Appel, Andreas Kitschke: Der Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche. Lingen, Köln 2006, ISBN 3-937490-70-1.
  • Ludwig Bamberg: Die Potsdamer Garnisonkirche. Baugeschichte – Ausstattung – Bedeutung. Lukas, Berlin 2006, ISBN 3-936872-86-4.
  • Michael Epkenhans, Carmen Winkler (Hrsg.): Die Garnisonkirche Potsdam. Zwischen Mythos und Erinnerung. Freiburg i.B./ Berlin/Wien 2013.
  • Karl Gass: Der Militärtempel der Hohenzollern. Aus der Geschichte „unserer lieben“ Garnisonkirche zu Potsdam. Das Neue Berlin, Berlin 1999, ISBN 3-360-00884-7.
  • Andreas Kitschke: Die Potsdamer Garnisonkirche. »NEC SOLI CEDIT«. Potsdamer Verlagsbuchhandlung, Potsdam 1991, ISBN 3-910196-00-4.
  • Robert Ostmann: Geschichte der Koeniglichen Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam. 1862.
  • Bernhard Rogge: Die Königliche Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam, ein Denkmal vaterländischer Geschichte. Zur einhundertfünfzigjährigen Jubelfeier der Kirche. Berlin 1882.
  • Martin Sabrow: Steine des Anstosses - Der Abriss der Potsdamer Garnisonkirche als Lehrstück ostdeutscher Herrschaftskultur. In: Daniela Münkel, Jutta Schwarzkopf (Hrsg.): Geschichte als Experiment. Studien zu Politik, Kultur und Alltag im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-593-37489-7, S. 297–306.
  • Werner Schwipps: Die Königliche Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam. Berlin 1991.
  • Werner Schwipps: Die Garnisonkirchen von Berlin und Potsdam. Berlin 1964.

Tonaufzeichnungen[Bearbeiten]

  • Potsdam Glockengeläut (Glockenspiel der Garnisonkirche Potsdam). Gespielt 1911, vermutlich von Otto Becker. Grammophon Concert Record 949284 und Schallplatte „Grammophon“ 10642.
  • Glockenspiel der Garnisonkirche Potsdam. 1929 gespielt von Otto Becker: Lobet den Herrn; Üb’ immer Treu und Redlichkeit; O Täler weit, oh Höhen; Rosen und Lorbeer. Homocord 3272.
  • dito: Waldandacht und Wir treten zum Beten vor Gott. Homocord 3273

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zum Programm des Glockenspiels siehe Andreas Kitschke: Die Potsdamer Garnisonkirche. »NEC SOLI CEDIT«. Potsdamer Verlagsbuchhandlung, Potsdam 1991, ISBN 3-910196-00-4, S. 28–31.
  2. Martin Lezius: Fahnen und Standarten der alten preußischen Armee. Franckh’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1935.
  3. Werkverzeichnis der Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH (Version vom 23. April 2004 im Internet Archive)
  4. Nähere Informationen zur Wagner-Orgel (PDF; 1,8 MB)
  5. Tillmann Bendikowski: Friedrich der Große. C. Bertelsmann Verlag, München 2011, ISBN 978-3-570-01131-7, S. 156, zur Kontroverse S. 311, Anm. 18
  6. Vgl. den Bericht über Verbombung und Brand der Garnisonkirche am 14. April 1945 von Pfarrer Gerhard Schröder, in: Domstiftsarchiv Brandenburg/Havel Po-G 479/387.
  7. Friedrich Schlotterbeck widmet seinem Besuch ein Kapitel in: Im Rosengarten von Sanssouci, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1968.
  8. Zur Geschichte der Abrissbemühungen siehe Hans Berg: Die verlorene Potsdamer Mitte, Eigenverlag Hans Berg, Berlin 1999, S. 14–19, hier S. 16.
  9. Zitiert nach Christian Emmerich-Focke: Stadtplanung in Potsdam. Berlin 1999, S. 160.
  10. Rundbrief der Stiftung Preußisches Kulturerbe von Dezember 2010 (PDF-Datei; 395 kB)
  11. Brandenburgs oberster Denkmalschützer kritisiert Wiederaufbau der Garnisonkirche. In: Potsdame Neueste Nachrichten. 2. Februar 2012.
  12. Kirchenbestand akut gefährdet. In: Märkische Oderzeitung. 1. Februar 2012.
  13. Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche - Kampagnenstart am 20. März 2014, bei www.ohne-garnisonkirche.de, aufgerufen am 17. April 2014.
  14. Bürgerbegehren Garnisonkirche zulässig. Pressemitteilung der Stadt Potsdam.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Garnisonkirche Potsdam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

52.39583333333313.053611111111Koordinaten: 52° 23′ 45″ N, 13° 3′ 13″ O