Garraf (Gebirge)

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Massiv de Garraf
Berge des Garraf

Berge des Garraf

Höchster Gipfel Morella (594 msnm)
Lage Katalonien, (Spanien)
Teil der Katalanisches Küstengebirge
Massiv de Garraf (Spanien)
Massiv de Garraf
Koordinaten 41° 17′ N, 1° 53′ O41.2914305555561.8750166666667594Koordinaten: 41° 17′ N, 1° 53′ O
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Garraf ist ein Mittelgebirge und liegt je zu Hälfte in der gleichnamigen Comarqua Garraf und in der Comarqua Baix Llobregat in Katalonien.

Küste des Garraf

Lage[Bearbeiten]

Die Berge des Garraf erstrecken sich über eine Länge von 26,5 km und bedecken eine Fläche von 9.967 Hektar. Das Massiv in Form eines Dreiecks grenzt im Osten an das Tal des Llobregat, im Norden und Westen an die fruchtbare Ebene des Penedès und im Süden an das Mittelmeer. Es ist Bestandteil des Katalanischen Küstengebirges.

Verkehr[Bearbeiten]

Über Jahrhunderte behinderten die Berge, wie eine natürliche Barriere den Handel auf den Landwegen zwischen Barcelona und der Comarqua Garraf. Erst der Bau der Eisenbahnstrecke Barcelona - Sitges (1888) und der Bau einer mautpflichtigen Autobahn (1994), beide mit langen Tunnelstrecken, erleichterte den Personen- und Warenverkehr.

Geologie[Bearbeiten]

Das karstige Bergmassiv mit seinen runden Hügeln und tief ausgewaschenen Tälern besteht aus kalkhaltigem Felsengestein. Im Laufe der Jahrtausende haben sich zahlreiche Höhlen gebildet. Die höchsten Erhebungen sind der Morella (594 m) und der Rascler (572 m). Zur Mittelmeerküste bildet es eine steil abfallende Küste mit kleinen Badebuchten.

Fauna und Flora[Bearbeiten]

In den Bergen des Garrafs befinden sich zwei Naturparks. Der mit Wanderwegen durchzogene Naturpark Garraf mit 123,8 km² und der kleinere Naturpark Olérdola. Die Fauna und Flora haben sich an diese trockene Landschaft, ohne Oberflächenwasser, angepasst. Verschiedene Vogelarten unter anderem der Habichtsadler und zahlreiche Reptilien wie Schildkröten und Eidechsen sind hier heimisch. Die niedrige Vegetation mit Agaven, Opuntien und Zwergpalmen ist immer wieder von Pinienwäldern durchzogen. Weiter im innern der Berge findet man Steineichen und Kiefern.

Weblinks[Bearbeiten]