Gartenhaus

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Kleingärten mit Gartenhäusern

Unter einem Gartenhaus, auch Gartenlaube oder Laube, versteht man ein Gebäude, das in einem Garten, besonders im Kleingarten oder einem Lustgarten, zum vorübergehenden Aufenthalt, aber nicht zum dauerhaften Wohnen errichtet ist.

Gartenhäuschen im klassizistischen Stil wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Gärten der Bürgerhäuser errichtet. Sie dienten der Erholung sowie zur bürgerlichen Repräsentation. Praktischen Nutzen hatten die Keller der Häuschen auch als Weinkeller. Eine spezielle Art von Gartenhäuschen ist das Weinberghaus.

Ein (Berliner) Gartenhaus ist ein normales, mehrstöckiges Wohnhaus als hinteres Quergebäude (Hinterhaus). Oftmals ließen vor allem im 19. Jahrhundert begüterte Bürger ein Gartenhaus im gleichen Stil wie ihr Wohnhaus errichten.

Die Bauweise kann sowohl aus massivem Mauerwerk als auch aus Holz sein. Zudem gibt es Bausätze aus vorgefertigten Massivbauteilen (Beton). Vorteil ist hier die Dauerhaftigkeit im Gegensatz zum Holzhaus und der niedrigere Preis im Gegensatz zum gemauerten Gartenhaus.

Wer sich für ein Holzhäuschen entscheidet, kann sich heute Fertigbauteile aus dem Baumarkt kaufen.

Das Bundeskleingartengesetz lässt hier ausdrücklich ein Laube genanntes Häuschen in einfacher Ausführung mit höchstens 24 Quadratmetern Grundfläche einschließlich überdachtem Freisitz zu. Sie darf nach ihrer Beschaffenheit, insbesondere nach ihrer Ausstattung und Einrichtung, nicht zum dauernden Wohnen geeignet sein.

Viele Kleingartenanlagen verfügen aus diesem Grunde auch nicht über Anschlüsse an Kanalisation und Stromnetz.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Summer houses – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • § 3 BundesKleingartenGesetz (BKleingG)