Gartenkunst
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Unter Gartenkunst versteht man die künstlerische und landschaftsarchitektonische Planung und Gestaltung begrenzter privater oder öffentlicher Freiräume durch Pflanzen, Wege, Anschüttungen, Planierungen, Architekturelemente, Wasserspiele, Rondelle oder Skulpturen, wobei die Art der Gestaltung Ausdruck einer bestimmten Stilrichtung von Ästhetik, Kunst, Kultur und Architektur einer Epoche ist oder künstlerische Kreativität darstellt.
Im Gegensatz zur Garten- oder Landschaftsarchitektur, als dessen Vorläufer die Gartenkunst gilt, stehen dabei ästhetisch-künstlerische und weniger naturwissenschaftlich-technische Gesichtspunkte im Vordergrund. Im Barock erreichte die Gartenkunst als höchst angesehene Kunstform ihren Höhepunkt. Dabei stellen unter anderem die Parks von Schloss Vaux-le-Vicomte und Schloss Versailles historisch bedeutende Beispiele dar, die entsprechend der geltenden Gesellschafts-, Landschafts- und Naturideale gestaltet wurden.
Die Geschichte der Gartenkunst zeigt, dass Außenräume, Grün- und Freiflächen seit der Antike in den Städten nachgewiesen und in der Kunstgeschichte des jeweiligen Landes beziehungsweise der jeweiligen Epoche verankert sind.