Gary Cooper

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Gary Cooper
Gary Cooper (1926)

Frank James Cooper (* 7. Mai 1901 in Helena, Montana, USA; † 13. Mai 1961 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. Als Darsteller geradliniger, schweigsamer Heldenfiguren genoss Cooper jahrzehntelang große Popularität. Seine berühmteste Rolle war die des Town Marshals Will Kane im Westernklassiker 12 Uhr mittags.

Leben[Bearbeiten]

Cooper wuchs zunächst in Montana auf, wo seine Familie zur gesellschaftlichen Oberschicht gehörte. Seine Eltern stammten aus England. Die Mutter war die Schauspielerin Alice Cooper, der Vater Charles Henry Cooper (1865–1946) war ein Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court). Zum Zweck gesellschaftlichen Schliffes und einer höheren Bildung wurde der junge Gary nach England geschickt, wo er von 1910 bis 1913 die Dunstable Grammer School in Bedfordshire besuchte. Selbst äußerte er sich dahingehend, dass er in England wegen seiner amerikanischen Aussprache verprügelt wurde und in den USA wegen seines englischen Akzents. Nach Amerika zurückgekehrt, besuchte er Gallatin Valley High School in Bozeman und wollte zunächst Maler oder Karikaturist werden. Bei einem Autounfall brach er sich eine Hüfte, was ihm besonders im höheren Alter starke Beschwerden und damit verbunden seinen charakteristischen Gang bescherte. Man riet ihm zu reiten, um die Gesundung zu beschleunigen, was er auf der heimatlichen Ranch perfektionierte.

Cooper wirkte erstmals 1925 im Film mit. Er verdingte sich zunächst als Komparse in Abenteuer- und Westernfilmen der Stummfilmzeit, nachdem er erkannt hatte, dass man im seinerzeit noch jungen Filmgeschäft als Reiter und Stuntman leicht Geld verdienen konnte. Eine dieser ungenannten Rollen spielte er in Ben Hur. Bald schon fiel der große, überdurchschnittlich gutaussehende junge Mann den Hauptdarstellerinnen auf, und bereits 1926 wurde er erstmals in The Winning of Barbara Worth namentlich in einem Stummfilm erwähnt.

Er kam beim Publikum gut an und wurde noch 1926 von der Paramount unter Vertrag genommen, wo er unter anderem auch in Flügel aus Stahl zu sehen war. Bereits in den späten 1920er Jahren konnte sich Cooper als neuer Star etablieren und war besonders in Western gefragt. Der Darsteller, der über keine Schauspielausbildung verfügte, war gerade während des Übergangs vom Stummfilm zum Tonfilm beliebt wegen seiner minimalistischen, realistischen Darstellung, die nichts mit dem dramatisierenden, gestenreichen Spiel der Stummfilm-Mimen gemein hatte. Seinen Durchbruch feierte er 1929 im Western Der Mann aus Virginia, seinem ersten Tonfilm. Er behielt seine Art zu spielen bei und setzte sie vor allem in Western- und Abenteuerfilmen effektiv ein, in denen er schweigsame, einsame Helden spielte. Er überzeugte aber auch in Charakterrollen (so 1941 in Sergeant York, wofür er einen Oscar erhielt) und in zahlreichen Komödien (wie 1936 in Mr. Deeds geht in die Stadt).

Cooper zählte bis zu seinem Tod durchgehend zu den populärsten Hollywood-Stars und konnte an den Kinokassen regelmäßig Erfolge verbuchen. Er drehte 110 Filme und wurde im Lauf seiner Karriere zu einer Ikone der amerikanischen Populärkultur. Für viele Zuschauer verkörperte er, über seine darstellerischen Leistungen hinaus, das Idealbild des aufrechten, integren, heldenhaften US-Amerikaners.

Dreimal wurde Cooper der Oscar verliehen: 1942 für Sergeant York und 1953 für Zwölf Uhr mittags (High Noon). Den Ehrenoscar für sein Lebenswerk (1961) konnte er wegen seiner Krebserkrankung nicht mehr selbst entgegennehmen, sodass dies sein Freund James Stewart für ihn übernahm.

Privates[Bearbeiten]

Verheiratet war Gary Cooper seit 1933 mit „Rocky“ Veronica Balfe aus der New Yorker High Society, mit der er eine Tochter hatte. Balfe war kurzzeitig Schauspielerin unter dem Pseudonym Sandra Shaw gewesen. Mutter und Tochter waren streng katholisch, und die Tochter wollte zunächst Nonne werden. Cooper konvertierte zum katholischen Glauben und besuchte den beiden zuliebe auch gegen Ende seines Lebens den Papst. Eng befreundet war Cooper mit dem Schriftsteller Ernest Hemingway, der ihm die Hauptfigur seines Romans Wem die Stunde schlägt auf den Leib geschrieben haben soll.

Bei den Dreharbeiten zu Der Galgenbaum kam er nur mehr unter Schmerzen in den Sattel. Mit Mühe konnte er Sie kamen nach Cordura und Die den Tod nicht fürchten fertigstellen. Die Diagnose lautete Prostata-Krebs, so dass an einer erneuten Zusammenarbeit mit Fred Zinnemann in Der endlose Horizont nicht mehr zu denken war. Im Frühjahr 1960 unterzog er sich zwei Krebsoperationen. Erstmals seit Beginn seiner Karriere kam 1960 kein neuer Film von ihm mehr in die Kinos. Nach einer kurzzeitigen Besserung begann er Ein Mann geht seinen Weg. Die Beschwerden kehrten jedoch zurück.

Gary Cooper starb 1961 an den Folgen seiner Prostata-Krebserkrankung, die mittlerweile in den Dickdarm, die Lunge und die Knochen gestreut hatte. Er liegt auf dem Sacred Hearts of Jesus & Mary Cemetery in Southampton auf Long Island bei New York begraben.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Synchronisation[Bearbeiten]

Diverse deutsche Sprecher übernahmen die Synchronisation von Gary Cooper. Besonders hervorzuheben sind hierbei Wolfgang Lukschy, Paul Klinger, Hartmut Reck und Heinz Engelmann.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Autobiographie[Bearbeiten]

  • Gib dem Glück die Sporen. Die Geschichte meines Lebens. Henschel, Berlin 1991, ISBN 3-362-00547-0.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gary Cooper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. knerger.de: Das Grab von Gary Cooper