Gasteria

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Gasteria
Gasteria batesiana

Gasteria batesiana

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)
Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)
Gattung: Gasteria
Wissenschaftlicher Name
Gasteria
Duval

Die Gasteria, eingedeutscht werden sie auch Gasterien genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae). Zur Gattung gehören etwa 22 Arten. Ihre natürliche Verbreitung ist auf den südlichen und westlichen Teil der Republik Südafrika beschränkt mit einer Art, die bis in die Grenzregionen zu Namibia hineinreicht (Gasteria pillansii).

Einige Gasteria-Arten sind als Zimmerpflanzen für sonnige Fenster oder Wintergärten geeignet. Wie alle anderen Sukkulenten haben sie es gerne warm und hell und sollten mäßig gegossen werden. Die Hauptwachstumszeit liegt in Europa im dortigen Winter, sie benötigen dann den hellstmöglichen Standort (Südfenster), um nicht zu vergeilen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Bauchige Blüte von Gasteria bicolor var. bicolor.

Gasterien sind immergrüne sukkulente Pflanzen. Alle Arten wachsen in der Jugend zweizeilig, im Alter verändern sich etwa die Hälfte der Arten zu rosettenförmigem Wuchs. Die meisten Arten bilden nahe der Mutterpflanze viele Ableger (Kindel) aus. Solitäre Gasterien sind selten, in der Regel bilden sie dichte Polster. Die einfachen, sukkulenten Laubblätter besitzen meist einen hornigen Rand, aber ist nie bewehrt. Die Blattoberfläche ist dunkelgrün mit Bändern aus weißen Punkten.

Gasterien bilden seitliche oder endständige, manchmal verzweigte, lockere Blütenstände, meist sind sie traubig. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind dreizählig. Die Blütenhüllblätter sind gelblich bis rot oder gelb und haben oft grüne Spitzen. Die Blütenhüllblätter sind röhrig verwachsen, aber sie sind nicht zweilippig, dies ist ein Hauptunterscheidungsmerkmal zu Haworthia-Arten. Die Blütenröhre ist gebogen und bauchig erweitert, dies ist das Hauptunterscheidungsmerkmal zu Aloë-Arten (daher auch der botanische Name: von Griechisch gáster für Bauch). Es werden Kapselfrüchte gebildet.

[Bearbeiten] Systematik

Die Gattung Gasteria wurde 1809 von Henri Auguste Duval in Pl. Succ. Horto Alencon., 6 erstbeschrieben. Ein heterotypisches Synonym ist Ptyas Salisb..[1]

[Bearbeiten] Arten

Der südafrikanische Gasteria-Spezialist Ernst van Jaarsveld vom botanischen Garten in Kirstenbosch und Verfasser des Gasteria-Standardwerks Gasterias of South Africa, A new revision of a major succulent group (Fernwood Press, Vlaeberg 1994) verringerte die über 100 Gasteria-Namen drastisch und wies nach, dass viele verbreitete Namen wie Gasteria caespitosa, Gasteria maculata, Gasteria marmorata, Gasteria minima oder Gasteria prolifera nur Standortvarietäten, Fehlbeschreibungen oder Kulturhybriden sind.

Die Gattung Gasteria wird in zwei Sektionen mit je zwei Serien untergliedert und umfasst folgende Arten:[2]

×Gasterhaworthia 'Royal Highness'

[Bearbeiten] Hybriden

Da Gasterien seit dem 18. Jahrhundert in Europa bekannt und beliebt sind, gibt es viele gärtnerische Hybriden. Sogar einige Hybriden mit Arten aus nahe verwandten Gattungen sind bekannt. Kreuzungen mit der Gattung Haworthia werden ×Gasterhaworthia genannt, solche mit der Gattung Aloe ×Gastrolea oder ×Gasteraloe.

[Bearbeiten] Weitere Fotos

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Royal Botanic Gardens, Kew: World Checklist of Selected Plant Families.
  2. Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3662-7, S. 200–206.
  3. E.J. van Jaarsveld, A.E. van Wyk: Gasteria tukhelensis, a new species from Kwazulu-Natal, South Africa. In: Bothalia. Band 35, Nummer 2, 2005, S. 164–166.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Gasteria – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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