Gaston-Armand Amaudruz

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Gaston-Armand Amaudruz (* 21. Dezember 1920 in Lausanne) ist ein Schweizer Publizist, der in erster Linie als Holocaustleugner bekannt geworden ist.

Leben[Bearbeiten]

Amaudruz’ Mutter stammte aus Deutschland. Er studierte Politik- und Sozialwissenschaften. Er arbeitete als Sprachlehrer und Versicherungsangestellter, bevor er sich ganz der politischen Arbeit widmete. Während des Zweiten Weltkrieges war Amaudruz deutschlandfreundlich eingestellt.

Politisches Wirken[Bearbeiten]

In seinen frühen Jahren war Amaudruz Anhänger der Schweizerischen Faschistischen Bewegung um Arthur Fonjallaz. 1949 wurde er erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als er Ubu justicier au premier procès de Nuremberg veröffentlichte. Dies war eine der ersten Veröffentlichungen, die den Holocaust in Frage stellte. In der Folge engagierte sich Amaudruz in der neofaschistischen Szene. Er organisierte 1951 eine Konferenz in Malmö, die zur Gründung einer paneuropäischen Organisation von Nationalisten, der Europäischen Nationalen Bewegung führte. Amaudruz war früh Mitglied der Volkspartei der Schweiz, die er im Streit um die Südtirolfrage verließ. Enge Beziehungen unterhielt Amaudruz mit Anhängern der Ordine Nuovo. Ausserdem publizierte er Artikel für die Zeitschrift Nation und Europa.

Ab 1983 versuchte Amaudruz eine Dachorganisation der Schweizer Rechtsextremisten zu gründen, was ihm nicht gelang. Nach Einführung der Rassismus-Strafnorm, welche die Holocaustleugnung in der Schweiz unter Strafe stellt, musste Amaudruz 2000 eine einjährige Haftstrafe absitzen. Eine weitere Haftstrafe folgte 2003. Trotzdem setzt Amaudruz seine publizistischen Tätigkeiten fort. Derzeit gibt er den Courrier du Continent heraus, dessen 500. Ausgabe im Mai 2008 veröffentlicht wurde.

Weblinks[Bearbeiten]