Gaston Milhaud

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Gaston Samuel Milhaud (* 10. August 1858 in Nîmes; † 1. Oktober 1918 in Paris) war ein französischer Wissenschaftstheoretiker und Wissenschaftshistoriker.

Wirken[Bearbeiten]

Milhaud war bis 1909 Gymnasiallehrer, später Professor der Philosophie in Le Havre und Montpellier. Seit 1909 war er Professor für Philosophie an der Pariser Sorbonne am Lehrstuhl für "Philosophie und ihre Beziehungen zu den exakten Wissenschaften", der extra für ihn eingerichtet wurde. Milhaud gehörte zu eine Gruppe von Wissenschaftlern, welche empirische Untersuchungen und den in Frankreich verbreiteten Positivismus weitestgehend ablehnten. Die Spontanität des Geistes steht für ihn im Vordergrund seiner Überlegungen. Seiner Meinung nach führt nur eine feste Orientierung an mathematischen Grundprinzipien zu absoluter Gewissheit. Mit seiner Geisteshaltung gehörte Milhaud zu den Mitbegründern des Konventionalismus.

Er ist Neukantianer und wird dem Neokritizismus zugerechnet

Werke (in Auswahl)[Bearbeiten]

  • Leçons sur le origines de la science grecque, Paris 1893
  • Essai sur le conditions et les limtes de la certitude logique, Paris 1984
  • Les philosophes-géomètres de la Grèce. Platon et es prédéceseurs, Paris 1900

Literatur[Bearbeiten]

  • Isaac Benrubi: Philosophische Strömungen der Gegenwart in Frankreich. Meiner, Leipzig 1928.