Gated Community

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In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Vieles ist lückenhaft, vermischt Eigenschaften von Gated Communities in z.B. Südafrika mit denen aus den USA, und hat wenig mit GCs in D zu tun. Darüber hinaus vieles unbelegt: Regeln gegen Kinder? Dem öffentlichen Raum entzogen? Abgrenzung zu Wohnungseigentümergemeinschaft und anderen privaten Wohnformen? POV schwingt stark mit. --213.162.66.172 08:50, 28. Apr. 2010 (CEST)
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Zufahrt zu einer geschlossenen Wohnanlage (Boca Bayou condominiums in Boca Raton, Florida)

Als Gated Community respektive gated Community oder auch geschlossene Wohnanlage (geschlossene Community) wird ein Siedlungszentrum der Ober- oder Mittelschicht bezeichnet, welches durch Sicherheitseinrichtungen und Absperrungen – wie Alarmanlagen, Mauern, Zäune, Kameraüberwachung, privates Sicherheitspersonal – von der übrigen Gesellschaft separiert ist.

Die Größe von Gated Communitys variiert von einzelnen bewachten Appartementblöcken bis hin zu großflächigen Siedlungen (mit über 100.000 Einwohnern) mit eigener Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten, Gemeinschaftseinrichtungen, eigene Schulen und Krankenhäuser – sogar eigene Bürozentren und Arbeitsstätten).

Diese Anlagen ähneln dabei den klassischen Ghettos in der Art, dass eine Segregation, in erster Linie auf Basis des sozialen Standes und möglicher Unterschiede in Kultur, Hautfarbe, Religion oder Abstammung, geschieht. Aber auch andere Gleichgesinnte oder aus ähnlichen Schichten, Kulturen oder Ethnien stammende Menschen schließen sich als Gegentrend zur so genannten Globalisierung vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika vermehrt zu derartigen Wohnformen zusammen.

Diese Sonderform eines Ghettos ist jedoch nur selten historisch gewachsen, sondern wird fast ausschließlich außerhalb bereits bestehender Städte neu errichtet.

Die Ursprünge der modernen Gated Communitys sind in den USA zu suchen – ein frühes Beispiel hierfür ist Llewellyn Park in New Jersey (1857). Gated Communitys sind darüber hinaus vor allem in Ländern mit erheblichen sozialen Ungleichgewichten vorzufinden, etwa in Südafrika, Brasilien, Argentinien oder anderen ehemaligen Kolonialstaaten. Auch in Südostasien und Europa sind solche oder ähnliche Formen abgeschotteter und speziell gesicherter Wohnanlagen bereits vorhanden.

Die erste Wohnanlage dieser Art in Deutschland ist die Arcadia-Wohnanlage in Potsdam (45 Wohnungen in sieben Villen nahe der Glienicker Brücke; EH Estate Management). Seit Anfang 2009 befindet sich in Leipzig die Central Park Residence im Bau. Von diesen Beispielen abgesehen finden sich in Deutschland nur sehr wenige solcher Anlagen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kategorien

Gated Communitys lassen sich in verschiedene Typen untergliedern:

  • Prestige-Communitys (engl.: prestige communities) sind der bevorzugte Wohnort Wohlhabender, die gerne unter ihresgleichen leben und ihren Reichtum geschützt zur Schau tragen wollen,
  • Lifestyle-Communitys (engl.: lifestyle communities) sind Wohnanlagen für Menschen bestimmter sozialer Schichten, die sich im gleichen Lebensabschnitt befinden. Sie können ihre ähnlich gelagerten Interessen und Freizeitaktivitäten verfolgen, hierzu zählen z. B.: Golf-Communitys, aber auch „Rentner-Communitys“ bzw. „Rentnerstädte“ mit einer speziellen Infrastruktur, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet sind, und
  • Safety-Zone-Communitys (engl.: safety-zone communities) verfolgen die Zielsetzung, ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen, das aus einer realen oder gefühlten Bedrohung durch Kriminalität resultiert.

[Bearbeiten] Interne Organisation

Ein weiteres Merkmal von Gated Communitys ist die interne Vereinheitlichung der eigenen Gemeinschaft, die durch relativ harte Regeln gekennzeichnet ist. So existieren gegebenenfalls genaue Vorschriften zur Pflege von Häusern und Gärten, aber oftmals auch Regeln, die in die persönliche Lebensplanung eingreifen – so gibt es auch Gated Communitys, in denen Kinder unerwünscht sind. Bewohner der Anlagen, die sich nicht an solche Regeln halten oder anderweitig negativ auffallen, müssen mit Strafen rechnen, können aus der Gemeinschaft ausgegrenzt und sogar aus der Anlage ausgeschlossen werden. In den Vereinigten Staaten können ausgewählte Bewohner über so genannte Homeowner Associations an der Gestaltung der Regeln in ihrer Community mitwirken.

[Bearbeiten] Kritik

Die Gated Communitys sind dem öffentlichen Raum entzogen, die öffentliche Administration verliert hier ihre Planungs- und Verwaltungshoheit an die privaten Betreiber der Wohnanlagen. Besonders kritisch ist die verstärkte soziale Segregation und die Abgrenzung gegenüber dem Umfeld zu sehen, der Kontakt zu anderen sozialen Schichten außerhalb der Community ist stark eingeschränkt. In großen Gated Communitys besteht die Gefahr der Isolation und Fixierung der Bewohner auf ihre Community, was den sozialen Zusammenhalt der Gesamtgesellschaft gefährdet.

[Bearbeiten] Synonyme

  • condomínios fechados und condomínios exclusivos in Portugal und Brasilien
  • barrios cerrados, barrios privados und urbanizaciones cerradas in Venezuela, Argentinien und Ecuador
  • condominios verticales, gesicherte Apartmenthochhäuser die vornehmlich für die Ober- und Mittelschicht errichtet werden. Eine Spezialform ist der sog. torre jardin, ebenfalls ein Apartmenthochhaus, das jedoch von der Straßenfront zurück gesetzt ist und über eine private Grünfläche verfügt, die ausschließlich den Bewohnern zugänglich ist.
  • ensembles résidentiels clos in Frankreich
  • osiedla strzeżone , osiedla (o)grodzone, osiedla zamknięte in Polen

Eine Sonderform sind die Country Clubs, die ursprünglich allein der sportlichen Betätigung wohlhabender Bürger dienten, heute aber meist geschlossene Wohnanlagen in Außenbezirken von Städten mit besonders großen Grundstücken und exklusiven Sportanlagen sind.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • E. J. Blakely und M. G. Snyder: Fortress America. Gated communities in the United States. Washington und Mabridge (MA) 1999. ISBN 0-8157-1003-8.

[Bearbeiten] Weblinks

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