Gauch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit Gauch als einen veralteten Namen für den Kuckuck. Für weitere Bedeutungen siehe Gauch (Begriffsklärung).
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Kopie des Fratzensteins aus dem Heimatmuseum

Gauch ist ein seit dem 8. Jahrhundert belegter Name für den seit dem 13. Jahrhundert meist Kuckuck genannten Vogel. Der Plural ist Gäuche.

Wohl weil der Kuckuck wegen seines eintönigen Rufs als töricht galt, bezeichnete das Wort im übertragenen Sinn auch einen Narren, insbesondere einen von der Liebe geblendeten Menschen.

Im Mittelalter wurden auch Gaukler und sonstiges Fahrendes Volk so bezeichnet, zuweilen abschätzig im Sinne von Spitzbube. Zeugnisse davon finden sich u.a. auf sogenannten Fratzensteinen, die zur Abwehr dieser Leute an den Stadttoren angebracht waren. Im Heimatmuseum Bergen-Enkheim befindet sich ein Original aus Sandstein, auf dem ein Gaukler mit einer eulenspiegelartigen Kopfbedeckung ein Spruchband hält, mit dem Text: „far du gauch 1479“.

Wegen des bekannten Brutschmarotzertums wurde die Bezeichnung Gauch wie das heutige Kuckuckskind eingesetzt, so im Nibelungenlied: "Sollen wir Gäuche ziehen?" ("Sollen wir Kuckuckskinder großziehen?")

Als Gauchblume wurde auch das im Volksmund als Kuckucksblume bekannte Wiesenschaumkraut bezeichnet.

Ebenso ist Gauch (auch Gauck) ein deutscher Nachname, den es schon länger als 600 Jahre gibt. Hauptsächlich stammt der Nachname Gauch aus der Pfalz, der sich aber dann auf die ganze Welt verbreitete.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]