Gebenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gebenbach
Gebenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gebenbach hervorgehoben
49.53888888888911.875555555556448Koordinaten: 49° 32′ N, 11° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Hahnbach
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 18,17 km²
Einwohner: 900 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92274
Vorwahl: 09622
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 123
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 6
92274 Gebenbach
Webpräsenz: http://www.gebenbach.de
Bürgermeister: Peter Dotzler (FW)
Lage der Gemeinde Gebenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der Oberpfalz Königstein (Oberpfalz) Hirschbach (Oberpfalz) Etzelwang Weigendorf Birgland Kastl (Lauterachtal) Edelsfeld Edelsfeld Vilseck Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Sulzbach-Rosenberg Eichen (gemeindefreies Gebiet) Naturpark Hirschwald Freihung Hirschau Gebenbach Schnaittenbach Hahnbach Illschwang Freudenberg (Oberpfalz) Ursensollen Ursensollen Ebermannsdorf Ensdorf (Oberpfalz) Ensdorf (Oberpfalz) Kümmersbruck Rieden (Oberpfalz) Hohenburg Schmidmühlen Poppenricht Ammerthal Amberg Landkreis Neustadt an der Waldnaab Weiden in der Oberpfalz Landkreis Schwandorf Landkreis Bayreuth Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild

Gebenbach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Gebenbach gliedert sich in drei Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Gebenbach wird 1138 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Ansiedlung dürfte auf eine fränkische Gründung im 9. Jahrhundert zurückzuführen sein. 1974 stieß man beim Neubau der Pfarrkirche St. Martin auf Mauerreste eines Vorgängerbaus, die unter Umständen aus der Karolingerzeit (751 bis 911 n. Chr.) stammen könnte. Der einfache Saalbau mit eingezogener Apsis dürfte zu den ältesten archäologisch erforschten Kirchenfundamenten der Oberpfalz zählen. Im Hochmittelalter bestanden enge Beziehungen zwischen Gebenbach und der Bamberger Bischofskirche zur Zeit Bischof Otto I. im 12. Jahrhundert. In Gebenbach amtete im 12. Jahrhundert ein Ministeriale des Bamberger Bischofs. Die Grundherrschaft der Bamberger wurde vom Kloster Prüfening ausgeübt.

Durch Gesetze und Erlasse des bayrischen Staates wurde Gebenbach im Jahre 1808 zur politischen Gemeinde und dem Landgericht Amberg und damit dem Naabkreis zugeordnet[3]. Nach der Auflösung des Naabkreises zugunsten des Mainkreises und des Regenkreises wurde Gebenbach im Jahr 1810 zusammen mit dem Landgericht Amberg dem Regenkreis zugeordnet (ab 1838 "Oberpfalz und Regensburg")[4].

1838 wurde ein eigenes Landgericht Vilseck gegründet. Im Zuge dessen wurde Gebenbach zusammen mit den Gemeinden Adlholz, Ehenfeld, Gressenwöhr, Großschönbrunn, Hahnbach, Iber, Irlbach, Langenbruck, Massenricht, Schlicht, Seugast, Sigl, Süß, Vilseck und Weißenberg aus dem Landgericht Amberg herausgelöst und dem neuen Landgericht Vilseck zugeordnet[5][6].

Gebenbach

Politik[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Peter Dotzler von den Freien Wählern.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat acht Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,6 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     4 Sitze  (50,8 %)
  Freie Wähler 4 Sitze (49,2 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Gebenbach führt seit 1967 ein Wappen.

Amtliche Wappenbeschreibung[Bearbeiten]

Unter goldenem Schildhaupt, darin ein blauer Wellenbalken, in Rot ein durchgehendes silbernes Tatzenkreuz, das von einer Schrägleiste überdeckt ist.

Bedeutung der Wappensymbole[Bearbeiten]

Das Tatzenkreuz ist das heraldische Abzeichen Prüfenings, die Schrägleiste stammt aus dem Bamberger Wappen. Beide Symbole stellen die historischen Beziehungen Gebenbachs mit Bamberg bzw. dem Kloster Prüfening dar. Der Wellenbalken spricht für den Ortsnamensteil "-bach" und die goldene Farbe des Schildhaupts aus dem Wappen von Hahnbach erinnert daran, dass Gebenbach lange Zeit Teil der Vogtei Hahnbach war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Gebenbach

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Ortsmitte verläuft die B 14. Ferner verläuft durch Gebenbach die Bahnstrecke Amberg–Schnaittenbach, die hauptsächlich zur Abfuhr von Kaolinsandprodukten aus dem westlich Gebenbach liegenden Kaolintagebauen dient. Im Personenverkehr war diese Strecke weniger relevant, der letzte planmäßige Personenzug hielt hier 1975. Als Gütertarifpunkt wurde Gebenbach Anfang der 1990er Jahre eingestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Fuchs: Item ein kreull. Ein oberpfälzisisches Pfarrhausinventar aus dem Jahre 1431. In: Sandra Reimann, Katja Kessel (Hrsg.): Wissenschaften im Kontakt. Kooperationsfelder der Deutschen Sprachwissenschaft. Für Albrecht Greule, Tübingen 2007, S. 191–205 (zusammen mit Hans Ulrich Schmid).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/185105&attr=OBJ&val=887
  3. http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007658_00152
  4. http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsgliederung_Bayerns
  5. Geschichtliches auf den Webseiten der Stadt Vilseck
  6. http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007658_00157

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gebenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien