Gebetskette

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Dieser Artikel behandelt die Gebetskette als Zählinstrument. Für die intensive Form der Fürbitte, siehe Gebetskette (Gebetsform).

Gebetsketten sind Ketten, die von Mitgliedern verschiedener Religionen verwendet werden, um die Wiederholungen von gleichen oder gleichartigen Gebeten, Gesängen oder Andachten zu zählen. Sie können auch zur Meditation oder zur Entspannung verwendet werden.

Rosenkranz im Christentum

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gebetsketten in verschiedenen Religionen

[Bearbeiten] Christentum

[Bearbeiten] Buddhismus und Hinduismus

Mala im Hinduismus und Buddhismus

Die buddhistische und hinduistische Gebetskette heißt Mala (Sanskrit माला, mālā) und besteht in der Regel aus 108 Perlen. Gefertigt ist sie üblicherweise aus Naturprodukten, etwa Nüssen oder Palmholz. Teilweise werden auch Knochen oder Hornperlen verwendet, als Symbol für die Vergänglichkeit des Seins.

Im Buddhismus stehen die 108 Perlen für die 108 Bände der gesammelten Lehren Buddhas. Im Hinduismus stehen die 108 Perlen für 108 Namen oder Attribute der angebeteten Gottheit.

Benutzt wird die Mala bei der Zitation eines Mantras. Dabei werden drei Arten unterschieden:

  1. Laute Zitation (Likhita-Japa)
  2. Zitation in Gedanken (Manasika-Japa)
  3. Tonlose Zitation mit den Lippen (Vaikhari-Japa)

[Bearbeiten] Islam

Misbaha im Islam

Die islamische Gebetskette heißt Misbaha oder Subha. Es gibt sie in verschiedenen Formen, mit 11, 33, 99 oder 1000 Perlen. Beim Gebet werden entweder die im Koran vorkommenden 99 Namen Allahs rezitiert oder andere religiöse Formeln gesprochen.

Die Gebetskette ist häufig in drei Teile unterteilt. Alle drei Teile haben insgesamt 33 Perlen, die aus Holz oder Kunststoff, klein oder groß, bestehen. Man kann beim Benutzen der Subha auf zwei verschiedene Weisen vorgehen:

  • 33 mal Gott preisen für seine Werke und sein Tun („Subhann-allah“)
  • 33 mal Gott danken („Alhamdulillah“)
  • 33 mal Gott seine Großartigkeit, Allwissenheit, Mächtigkeit, Gerechtigkeit etc. bezeugen („Allahu-akbar“)

Bei der zweiten Variante kann man die oben genannten Aspekte bei jedem einzelnen Abschnitt wiederholen.

[Bearbeiten] Literatur

  • Friedrich Fenzl: Der Jûzu – der Buddhistische Rosenkranz. Seine Geschichte und kultische Bedeutung. In: Bodhi-Baum. 3/1, 1978, S. 33–34
  • Jürgen Frembgen: Kleidung und Ausrüstung islamischer Gottsucher: ein Beitrag zur materiellen Kultur des Derwischwesens. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, S. 195–206, ISBN 978-3447041843
  • Helga Venzlaff: Der islamische Rosenkranz. Kommissionsverlag F. Steiner, Wiesbaden/Stuttgart 1985, ISBN 3-515-04111-7

[Bearbeiten] Weblinks

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