Gebhardshain
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Altenkirchen (Westerwald) | |
| Verbandsgemeinde: | Gebhardshain | |
| Höhe: | 382 m ü. NN | |
| Fläche: | 5,97 km² | |
| Einwohner: |
1.878 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 315 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 57580 | |
| Vorwahl: | 02747 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AK | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 32 039 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Rathausplatz 1 57580 Gebhardshain |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Heiner Kölzer (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Gebhardshain im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) | ||
Gebhardshain ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Gebhardshain ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Ortsgemeinde liegt an den nördlichen Ausläufern des Westerwalds hin zum Siegerland südwestlich von Betzdorf und südöstlich von Wissen; Nachbargemeinden sind Elben im Nordosten, Dickendorf im Osten, Steinebach/Sieg im Süden und Fensdorf im Westen. Südwestlich des Ortes erstrecken sich ausgedehnte Waldgebiete, mit denen die Gemarkung an den Westerwaldkreis grenzt.
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag beträgt 1058 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 88 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Dann fallen 1,5 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren mäßig. An 45 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
[Bearbeiten] Geschichte
Gebhardshain wird erstmals im Jahre 1220 urkundlich erwähnt. Gebhardshain war damals Sitz des Adelsgeschlechts derer von Gevertzhagen, die als Schöffen in Gerichtsurkunden schon 1216 erscheinen. Das Geschlecht war Lehensträger der Grafen von Sayn. 1378 erkannten diese den Kurfürst von Trier als ihren Lehnsherren an, womit Gebhardshain nicht nur zur Diözese Trier sondern auch zu Kurtrier, dem weltlichen Herrschaftsgebiet des Erzbischofs von Trier, gelangte. Gebhardshain liegt an der Grenze zum Erzbistum Köln, das in Wissen beginnt.
- Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]
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[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Gebhardshain besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]
| CDU | FDP | FWG | Gesamt | |
| 2009 | 9 | 1 | 6 | 16 Sitze |
| 2004 | 9 | 2 | 5 | 16 Sitze |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kirchen
In Gebhardshain gibt es zwei Kirchen: die katholische Kirche St. Maria Magdalena (links im Bild) und die evangelische Kirche (rechts im Bild). Bis zum Bau der evangelischen Kirche 1859 benutzten beide Konfessionen die Kirche als Simultaneum. Die katholische kirche ist ein Beispiel für die historisierende Baukunst des 19. Jahrhunderts; der Siegburger Architekt Court orientierte sich beim Entwurf der Pläne für einen Neubau (1860–1862) an das Konzept, das für die Kirche in Stieldorf angewendet worden war. So entstand eine romantisierende Basilika.[4]
[Bearbeiten] Heimatmuseum
In Gebhardshain gibt es ein Heimatmuseum, das im Jahre 1999 eröffnet wurde. Dort werden unter anderem verschiedene Haushaltsgeräte aus der Vergangenheit ausgestellt. Außerdem gibt es seit dem 1. September 2001 ein Puppen-Museum, in dem man über 50 Puppen sehen kann.
[Bearbeiten] Kulturdenkmäler
→ Liste der Kulturdenkmäler in Gebhardshain
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Gebhardshain feiert zwei jährlich wiederkehrende Feste.
- Die viertägige Kirmes um den ersten Sonntag im August gibt den Rahmen für das gleichzeitige Schützenfest. Die Dorfjugend ist mit der Aufrichtung des Kirmesbaumes, einer Eröffnungsrede und einem Seifenkistenrennen um die Dorfkirche am Kirmessonntag für das traditionelle Rahmenprogramm und für Musik und Tanz im Festzelt verantwortlich.
- Auf dem traditionellen Herbstmarkt werden neben Produkten des ländlichen Raumes und modernem Kunstgewerbe vielfältige gebietstypische Gaumenfreuden angeboten. Für die Kinder wird das Angebot der Viehhändler zum Streichelzoo.
- Dazu findet alle 4 Jahre eine Leistungsschau in der Westerwaldschule statt. Hier stellen regionale Firmen ihre Produkte vor.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Die Beschäftigten Gebhardshains pendeln meist zu auswärtigen Arbeitsplätzen. Im Ort selbst ist der regionale Fremdenverkehr mit Schwerpunkt Seniorenreisen und Familienurlaube aus den nahen Ballungsräumen ein bedeutender saisonaler Arbeitgeber. Ein Aussiedlerhof an der Straße nach Wissen ist der einzige Vollerwerbslandwirtschaftsbetrieb.
[Bearbeiten] Windkraftanlagen
Nach einem mehrjährigen politischen Streit wurden auf dem Gewann Spielstück südöstlich der Ortschaft mehrere Windkraftanlagen errichtet.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
In Gebhardshain befindet sich die Verwaltung der Verbandsgemeinde, die Astrid-Lindgren-Grundschule und die Westerwaldschule, eine Regionale Sekundar-Schule, sowie mit dem St. Vinzenzhaus ein Altenpflegeheim der Caritas Trägergesellschaft Trier.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Friedrich Gebauer, Textil- und Maschinenfabrikant in Berlin
- Konrad Fuchs (Historiker)Konrad Fuchs, Professor für Geschichte an der Universität Mainz
[Bearbeiten] Literatur
- Konrad Fuchs: Geschichte der Verbandsgemeinde Gebhardshain. Mainz 1982, ISBN 3-87439-082-9
- Gebhardshainer Heimatfreunde e. V. (Hg.): Beiträge zur Geschichte, Mundart und Landeskunde von Gebhardshain. Wewa-Druck, Gebhardshain 1995
- Benedikt Märzheuser: Das Gebhardshainer Land, Wirtschaftsentwicklung in den letzten 100 Jahren. richter-druck, Elkenroth 1980
[Bearbeiten] Trivia
Es besteht eine meist folkloristisch-verbal ausgetragene Rivalität mit dem Nachbarort Steinebach. In diesem Zusammenhang muss auch der Sieg Gebhardshains am 29. Mai 2010 über Nachbarort Steinebach mit 3:1 im Wettbewerb „Bürgermeisterschaft“ des Rundfunksenders RPR1 gesehen werden.[5]
[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Infothek
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
- ↑ Hermann-Josef Roth: Der Westerwald. Köln, DuMont, 1981. S. 77.
- ↑ Westerwald Duell Gebhardshain vs. Steinebach. Website des Rundfunksenders RPR1. Abgerufen am 31. Mai 2010.
[Bearbeiten] Weblinks
- Ortsgemeinde Gebhardshain auf den Seiten der Verbandsgemeinde Gebhardshain
- Gebhardshainer Heimatfreunde e. V.
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