Gedeihstörung

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Klassifikation nach ICD-10
R62.8 Gedeihstörung (Sonstiges Ausbleiben der erwarteten physiologischen Entwicklung)
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Als Gedeihstörung wird eine Verzögerung der körperlichen Entwicklung eines Kindes bezeichnet, die häufig mit Auffälligkeiten in der motorischen und psycho-sozialen Entwicklung verbunden ist. Diese tritt in pädiatrischen Kliniken mit einer Häufigkeit von 2-25% auf und ist in der entwickelten Welt meist ein Begleitsymptom einer Grunderkrankung.[1]

Diagnostik[Bearbeiten]

Die Gedeihstörung ist keine Diagnose, sondern nur eine Beschreibung. Diagnostische Kriterien sind:

Ursachen[Bearbeiten]

Wie bereits erwähnt handelt es sich meist um ein Begleitsymptom einer Grunderkrankung. Durch diese kommt es zu:

Häufige Grunderkrankungen, die mit einer Gedeihstörung einhergehen sind diverse Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Nahrungsmittelallergien, zystische Fibrose, Zöliakie, Essstörungen. Auch psychiatrische Erkrankungen der Kinder und deren Eltern (Münchhausen-Syndrom, Vernachlässigung) dürfen nicht außer Acht gelassen werden.[3]

Therapie[Bearbeiten]

Im Vordergrund steht die Therapie der Grunderkrankung. Zudem kann gearbeitet werden mit:[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nützenadel: Gedeihstörungen im Kindesalter. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 108, Heft 38, Sept. 2011
  2. AWMF online - Leitlinien der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE): Gedeihstörung
  3. Nützenadel: Gedeihstörungen im Kindesalter. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 108, Heft 38, Sept. 2011
  4. Nützenadel: Gedeihstörungen im Kindesalter. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 108, Heft 38, Sept. 2011
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