Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem

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Darstellung Mariens im Tempel. Fresko von Dominikus Zimmermann in der ehemaligen Reichskartause in Buxheim bei Memmingen
Kerzen vor dem Bild der Darstellung Mariens im Tempel, Venedig, Santa Maria della Salute, 21. November 2008

Der Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem im Liturgischen Jahr der katholischen Kirche (mit anderem Namen und etwas anderem Festgeheimnis Mariä Tempelgang, Mariä Opferung oder Darstellung Mariens im Tempel, lateinisch Praesentatio Beatae Mariae Virginis), in den Ostkirchen Einführung unserer allheiligen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria, in den Tempel, ist ein Mariengedenktag. Festdatum ist der 21. November. In den Ostkirchen, die dem julianischen Kalender folgen, fällt dieser Tag auf den 4. Dezember des gregorianischen Kalenders.

Im Osten ist dieses Fest seit dem 6. Jahrhundert das aus dem apokryphen Jakobusevangelium überlieferte Ereignis der Darbringung der dreijährigen Maria im Tempel als Jungfrau durch ihre Eltern Joachim und Anna gewidmet. Es ist eines der zwölf großen Feste des orthodoxen Kirchenjahres und wird vom Vorabend des 21. bis zum 25. November gefeiert.

Die römisch-katholische Kirche übernahm das Fest, nachdem es lange abgelehnt worden war, im 14. Jahrhundert unter dem Namen Mariä Opferung. Es wurde 1371 von Papst Gregor XI. in Avignon, und 1472 von Papst Sixtus IV. für die gesamte katholische Kirche festgeschrieben.[1]

Die Liturgiereform bestimmte den 21. November als den Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem. Schon in der Darstellung des Lukasevangeliums ist Maria Urbild und vollkommene Verkörperung der Tochter Zion, als Bild Jerusalems und Israels in seinem Leiden, seiner Hoffnung und seinem Glauben. Indem sie Mutter des Gottessohnes wird, ist sie zugleich der neue Tempel oder Tabernakel und Mutter und Lebensquelle der Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil hat diese enge Verbindung zwischen Maria und dem Geheimnis der Kirche dadurch zum Ausdruck gebracht, dass es die Darlegungen über die Gottesmutter zum Abschluss der Konstitution über die Kirche Lumen Gentium machte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mariä Tempelgang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maria Opferung, kirchenweb.at