Gefahrstoffkennzeichnung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
QS-Chemie-Logo.svg
Dieser Artikel wurde auf der Qualitätssicherungsseite der Redaktion Chemie eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Chemie formal und inhaltlich auf ein in der Wikipedia gewünschtes Niveau zu bringen. Wir sind dankbar für Deine Mithilfe, bitte beteilige Dich an der Diskussion (neuer Eintrag) oder überarbeite den Artikel entsprechend.

Die Gefahrstoffkennzeichnung ist in Deutschland nach der Gefahrstoffverordnung geregelt. Diese besagt, dass Gefahrstoffe mit Namen, Gefahrensymbol und -namen sowie Risiko- und Sicherheitssätzen gekennzeichnet sein müssen. Eine eindeutige Zuordnung der Gefahren ist nur über die R-Sätze möglich. Gefahrensymbole alleine stellen die Gefahren nur unvollständig dar.

Die Gefahrstoffkennzeichnung vieler Substanzen war bis 30. November 2010 innerhalb der Europäischen Union im Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG vorgeschrieben und wird vom European Chemicals Bureau (ECB) standardisiert und kontrolliert. Substanzen und Zubereitungen, die nicht im Anhang I gelistet sind, wurden nach Anhang VI dieser Richtlinie eingestuft und gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung lag in der Verantwortung des Herstellers bzw. des Händlers, der eine Substanz an Dritte abgibt (Inverkehrbringen). Dies konnte dazu führen, dass unterschiedliche Hersteller eine gleiche Substanz verschieden einstuften.

Um dieses Problem zu lösen und weltweit einheitliche Kennzeichnungen zu schaffen, wurde das Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien eingeführt, das neue Symbole verwendet. An die Stelle der bisherigen R- und S-Sätze treten sogenannte H- und P-Sätze. Für Stoffe gilt die neue Regelung seit dem 1. Dezember 2010, für Gemische ab dem 1. Juni 2015. Es gibt eine Übergangsfrist von zwei Jahren, diese gilt jedoch nur für den Abverkauf von Lagerbeständen. Die chemische Industrie macht zwischenzeitlich geltend, dass – vor allem durch das gleichzeitige Inkrafttreten der REACH-Verordnung – der Termin nicht einzuhalten gewesen sei, sodass zurzeit noch ein großer Prozentsatz der chemischen Produkte nach der alten Regelung gekennzeichnet wird. Die entsprechenden Interessenverbände bemühten sich um eine offizielle Duldung für dieses Vorgehen. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.

Weblinks[Bearbeiten]

Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!