Gefecht bei Blumenau

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Gefecht bei Blumenau
Teil von: Deutscher Krieg
Lamac prusko-rakuska vojna 1866.jpg
Datum 22. Juli 1866
Ort Lamač, Slowakei
Ausgang Sieg Preußens
Konfliktparteien
Preussen KonigreichKönigreich Preußen Preußen Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich
Befehlshaber
Preussen KonigreichKönigreich Preußen Eduard von Fransecky Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Friedrich Mondel
Truppenstärke
unbekannt unbekannt
Verluste
6 Offiziere, 163 Mann, 11 Vermisste, 59 Pferde 470 Mann

Das Gefecht bei Blumenau war das letzte Gefecht des Deutschen Krieges zwischen Preußen und Österreichern am 22. Juli 1866. In Süddeutschland kämpften die Bundestruppen allerdings noch bis zum 29. Juli.

Nach ihrem Sieg in der Schlacht von Königgrätz und der Ablehnung eines österreichischen Waffenstillstandsangebots ruhten die preußischen Armeen einige Tage bevor sie den Anmarsch gegen Wien antraten. Die Elbarmee besetzte am 8. Juli Prag, die Erste Armee marschierte auf Brünn, die Zweite auf Olmütz.

Umgebungskarte des Gefechtes bei Blumenau

Die geschlagenen Reste der österreichischen Nordarmee zogen sich mit den verbündeten Sachsen nach Wien zurück. Die Südarmee, die zuvor gegen die Italiener gekämpft hatte, wurde ebenfalls nach Wien beordert.

Die Spitzen der preußischen Armee trafen am 20. Juli auf dem Marchfeld ein. Der Entscheidungskampf schien bevorzustehen. Als das IV. preußische Korps unter Fransecky auf Pressburg vorrückte, kam es am 22. Juli zu einem Gefecht bei Blumenau (heute Lamač, Stadtteil von Bratislava/Pressburg). Um die Mittagszeit jagten Parlamentäre heran und brachten die Nachricht einer fünftägigen Waffenruhe. Die Österreicher konnten daraufhin nach Preßburg entweichen.

Wien wurde vom Kampf verschont und der preußische König Wilhelm versagte seinem Heer den Einmarsch in die Stadt nicht nur aus Respekt vor den Unterlegenen, sondern vor allem gab er dem massiven Druck seines Ministerpräsidenten und späteren Reichskanzlers Bismarck nach. Dieser hatte in weiser Voraussicht geahnt, dass ein Verzicht auf den Einmarsch in Wien, die Österreicher später zu Verbündeten werden lassen könnte, also den Feind durch Verzicht auf Demütigung zum Freund machen würde. Und so geschah es auch. Im Deutsch-Französischen Krieg blieb Österreich neutral und wurde später Bündnispartner des neu gegründeten Deutschen Reiches.

Es folgte der Vorfrieden von Nikolsburg am 26. Juli und am 23. August 1866 der Friede zu Prag.

Literatur[Bearbeiten]