Gegisch

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Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten die Gegen Nordalbaniens in Stammesverbänden. Die gegischen Stämme des albanischen Hochlands wurden im Rahmen der von der österreichischen Besatzungsmacht 1918 durchgeführten Volkszählung genau nach Zahl und Siedlungsgebieten erfasst.
Albanisches Sprachgebiet in Südosteuropa und Süditalien, Gegischer Dialekt rot dargestellt

Das Gegische (albanisch Gegërisht) ist eine der beiden Dialektgruppen der albanischen Sprache. Die Sprecher dieses Dialekts heißen Gegen. Gegisch wird in ganz Nordalbanien, in Mazedonien, Kosovo, Montenegro und Südserbien gesprochen. Die Grenze zur zweiten Dialektgruppe, dem Toskischen, wird durch die antike Via Egnatia gebildet und verläuft somit in etwa entlang des Shkumbin-Flusses und des 41. Breitengrads. Innerhalb der Dialektgruppe bestehen aber wiederum beträchtliche Unterschiede, insbesondere zwischen den Dialekten Nordwestalbaniens und Kosovos. Auch das Gegische in Mazedonien ist sehr unterschiedlich gegenüber dem Gegischen in Albanien und in Kosovo. Gegisch und Toskisch unterscheiden sich phonologisch, grammatisch und lexikalisch.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Franz Seiner: Ergebnisse der Volkszählung in Albanien in dem von den österr.-ungar. Truppen 1916-1918 besetzten Gebiete. In: Schriften der Balkankommission. 2, Nr. 13, Akademie der Wissenschaften, Wien 1922.
  • Gustav Weigand: Albanesische Grammatik im südgegischen Dialekt. Leipzig 1913.
  • Wolfgang Koeth, Saskia Drude: Kosovo-Albanisch Wort für Wort, Kauderwelsch Band 221. Edition Tirta, Bielefeld 2009, ISBN 978-3894165796.

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