Gehrden
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Region Hannover | |
| Höhe: | 76 m ü. NN | |
| Fläche: | 42,97 km² | |
| Einwohner: |
14.502 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 337 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 30989 | |
| Vorwahlen: | 05108, 05137, 05109 | |
| Kfz-Kennzeichen: | H | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 41 006 | |
| LOCODE: | DE GHD | |
| NUTS: | DE929 | |
| Stadtgliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Kirchstr. 1-3 30989 Gehrden |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hermann Heldermann (CDU) | |
| Lage der Stadt Gehrden in der Region Hannover | ||
Die Stadt Gehrden gehört zur Region Hannover und liegt im Calenberger Land.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Gehrden grenzt an Seelze, Hannover, Ronnenberg, Wennigsen (Deister) und Barsinghausen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden).
Westlich der Kernstadt liegt der Gehrdener Berg mit dem Burgberg mit einer Höhe von 158 m ü. NN. Die höchste Erhebung ist der Benther Berg im Westen der Ortschaft Benthe (Stadt Ronnenberg), östlich der Gehrdener Ortsteile Everloh und Northen mit 179 m ü. NN. Die Stadt selbst liegt auf einer Höhe von 70–90 m ü. NN.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadt besteht aus folgenden Stadtteilen: Lenthe, Northen, Everloh, Ditterke, Redderse, Leveste und Lemmie.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1298 in einer Urkunde des Grafen Adolf VI. von Schauenburg und Holstein das erste Mal erwähnt und zu einem Oppidum (Flecken) erhoben. Um 1300 wurde auch die heutige Margarethenkirche erbaut. In den Jahren 1467, 1562, 1628 und 1665 verwüsteten mehrere Fehden und Feuerbrünste die Gemeinde vollkommen. In den Jahren 1803–1815 belasteten französische und russische Einquartierungen den Ort, der 1812 für Napoleon auch mehrere Soldaten im Feldzug gegen Russland stellen musste.
1900 wurde der Sportverein Gehrden gegründet, der heute (2011) mit 2.500 Mitgliedern der größte Gehrdener Verein ist.
Die Ortsgruppe der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) wurde 1906 als erste politische Partei in Gehrden gegründet.
Die Stadtrechte bekam Gehrden im Jahr 1929 zugesprochen.
Am 1. August 1971 erfolgte der freiwillige Gemeindezusammenschluss mit umliegenden Landgemeinden zur Großgemeinde Gehrden.
Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Gehrden zum Regierungsbezirk Hannover, der wie die übrigen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen zeigt in Rot den silbernen Treppengiebel der evangelisch-lutherischen Margarethenkirche der Stadt Gehrden, belegt vom Schildfuß her mit dem Wappen der Grafen von Schaumburg (in Rot ein silbernes Nesselblatt) und dem der Welfenherzöge (in Blau ein rotbewehrter, goldener Löwe).
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1823 | 952 |
| 1853 | 1.219 |
| 1883 | 1.506 |
| 1925 | 2.585 |
| aktuell (Dezember 2006; mit sämtlichen Ortschaften) | 14.698 |
[Bearbeiten] Verkehr/Wirtschaft
Der mittelalterliche Hellweg von Minden nach Hildesheim führte durch das Stadtgebiet von Gehrden. Heute durchquert die Bundesstraße 65 das Stadtgebiet im Norden von Ost nach West, dabei führt die Straße durch die Orte Everloh und Ditterke. Wenige Kilometer östlich des Stadtgebiets führt die Bundesstraße 217 vorbei.
Ab 1872 verarbeitete die Ziegelei Seemann die Ton- und Lehmvorkommen des Gehrdener Berges.
1898 eröffnete die Straßenbahn Hannover AG (ab 1921: ÜSTRA) die Straßenbahnlinie 10 von Hannover nach Gehrden – ab 1899 auch bis Barsinghausen. Der Bau der Straßenbahn hatte einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge, da dadurch auch elektrischer Strom im Ort vorhanden war. Die Straßenbahn beförderte neben Passagieren auch Steinkohle, Gemüse und andere Güter aus Barsinghausen sowie Zucker aus der Zuckerfabrik Neuwerk nach Hannover. Die Personenbeförderung auf dem Streckenabschnitt nach Barsinghausen wurde am 27. Juli 1952 eingestellt, die Güterbeförderung am 30. November 1953. Am 3. Juli 1961 wurde auch die Strecke von Hannover nach Gehrden stillgelegt und durch Busverbindungen ersetzt. (siehe auch: Geschichte der Straßenbahn in Hannover)
Die Zuckerfabrik war von 1857 bis 1930 in Betrieb. Auf dem Gelände wurde später die „Vorwerk"-Teppichfabrik errichtet, die 1985 nach Hameln umzog.
Durch den Bau der Versorgungsleitung der Harzwasserwerke nach Bremen wurde im Jahr 1934 Gehrden mit einer zentralen Wasserversorgung versehen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die seit der Reformation evangelisch-lutherische Margarethenkirche ist die historische Dorfkirche von Gehrden. Ihr Turm mit dem charakteristischen Treppengiebel stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und findet sich seit über 500 Jahren im Stadtsiegel sowie heute im Wappen der Stadt. Das Kirchenschiff wurde Ende des 15. Jahrhundert erbaut.
- Die 1911 im neubarocken Stil erbaute katholische St.-Bonifatius-Kirche enthält eine 1992 erbaute Orgel.
- Die Struckmeyersche Mühle sowie das Müllerhaus wurden 1729 von der Stadt Gehrden als Holländerwindmühle errichtet.
- Die historische Tripische Parkanlage mit Ausblick über das Calenberger Land in Richtung Deister ließ der hannoversche Gartenbaudirektor Julius Trip 1898 fertigstellen. Sie wurde 1991 vom Großraum Hannover (heute: Region Hannover) wieder instandgesetzt.
- Der Burgbergturm wurde 1897/1898 inmitten einer früheren Fliehburg auf dem Gehrdener Berg errichtet. Er ist rund 20 m hoch, seine Aussichtsplattform liegt 176,69 m über NN. Der Turm wurde 1985 von der Stadt Gehrden restauriert und als Aussichtsturm freigegeben.
- Das historische Brauhaus wurde nach einem Brand 1665 wiedererrichtet und enthält seit 1975 das Stadtmuseum Gehrden, unter anderem mit Gräberfunden aus der Merowingerzeit des 6./7. Jahrhunderts.
[Bearbeiten] Kunstverein Gehrden
Im Jahre 1992 wurde der Kunstverein Gehrden auf Initiative von kunstinteressierten Gehrdener Bürger gegründet mit dem Ziel, zeitgenössische Kunst, Künstlerinnen und Künstler zu fördern. Es finden jährlich Kunstausstellungen statt. Der Kunstverein befindet sich im Rathaus Gehrden.
[Bearbeiten] Bildung
- Es gibt acht städtische Kindertagesstätten und eine kirchliche Kindertagesstätte mit insgesamt 78 Krippenplätzen, 421 Kindergartenplätzen und 60 Hortplätzen.
- In der Gehrdener Kernstadt gibt es die Grundschule Am Castrum mit 328 Schülern sowie die Grundschule Am Langen Feld mit 173 Schülern.
- Nahe dem Gehrdener Hallen- und Freibad befindet sich ab dem Schuljahr 2011/2012 die Oberschule Gehrden mit gymnasialem Schulzweig bis Klasse 10 (Sekundarbereich I).
- Unterhalb des Gehrdener Burgbergs liegt das Matthias-Claudius-Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe und 993 Schülern.
- Der Zweckverband Volkshochschule Calenberger Land ist eine Weiterbildungseinrichtung der Städte Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Seelze, Springe sowie der Gemeinde Wennigsen und betreibt in Gehrden in der ehemaligen "Roten Schule" eine Geschäftsstelle mit Bildungsangeboten.
- Die Calenberger Musikschule hat ihren Sitz in Gehrden im Gebäude der Oberschule Gehrden und unterrichtet rund 1000 Schüler aus Gehrden, Ronnenberg und Barsinghausen.
- Die Jugendpflege Gehrden bietet im Jugend-Pavillon Kindern und Jugendlichen Aktions- und Betreuungsprogramme an.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Friedrich Ulrich von Knigge (1618–1683), kaiserlicher Obrist, geboren in Leveste
- Werner von Siemens (1816–1892), Erfinder, Begründer der Elektrotechnik und Industrieller
- Justus Wilhelm Lyra (1822–1882), Pastor und Komponist
- Werner Lueg (* 1931), Leichtathlet, Olympiasieger
- Hans-Joachim Frey (* 1965), Theaterintendant
- Maria Schrader (* 1965), Schauspielerin und Regisseurin
- Tim Pritlove (* 1967), Eventmanager, Medienkünstler und Mitglied des Chaos Computer Club
- Wolfgang Kreißig (* 1970), Hochspringer
- Sebastian Schunke (* 1973), Latin-Jazz-Pianist, Komponist und Jurist, verbrachte seine Kindheit in Gehrden
- Jan Philip Lange (* 1974), Filmproduzent
- Grischa Niermann (* 1975) , Rennrad-Fahrer
- Christian Haacke (* 1976), Radiomoderator
- Marc Bator (* 1972), Tagesschausprecher (ARD)
- Christian Pampel (* 1979), Volleyball-Nationalspieler
- Kristin Demann (* 1993), Fußballspielerin
[Bearbeiten] Literatur
- Werner Fuetterer: Gehrden – Vom Flecken zur Großgemeinde. Gehrden 1991
- Gerold Steinhorst: Gehrdener Straßennamen. Gehrden 1998
- Martina Grohmann: Gehrden – Aspekte der Ortsgeschichte. Gehrden 1994
- August Kageler: Geschichte der Stadt Gehrden. Gehrden 1950
- Der Kreis Hannover-Land mit dem Deister, Seite 97ff., Verlag Fritz Drescher, Möser, Bezirk Magdeburg, 1935
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
[Bearbeiten] Weblinks
- Auswahl historischer Ansichtskarten und ergänzt durch Zusatzinformationen
- http://www.kunstverein-gehrden.de
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