Gehrden
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||||
| Landkreis: | Region Hannover | ||||
| Höhe: | 70 – 90 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 42,97 km² | ||||
| Einwohner: | 14 661 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 341 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 30989 | ||||
| Vorwahlen: | 05108, 05137, 05109 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | H | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 41 006
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| Stadtgliederung: | 7 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchstr. 1-3 30989 Gehrden |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Hermann Heldermann (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Gehrden in der Region Hannover | |||||
Die Stadt Gehrden gehört zur Region Hannover und liegt im Calenberger Land.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Gehrden grenzt an Seelze, Hannover, Ronnenberg, Wennigsen (Deister) und Barsinghausen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden).
Westlich der Kernstadt liegt der Gehrdener Berg mit dem Burgberg mit einer Höhe von 158 m ü. NN. Die höchste Erhebung ist der Benther Berg im Westen der Ortschaft Benthe (Stadt Ronnenberg), östlich der Gehrdener Ortsteile Everloh und Northen mit 179 m ü. NN. Die Stadt selber liegt auf einer Höhe von 70–90 m ü. NN.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadt besteht aus folgenden Stadtteilen: Lenthe, Northen, Everloh, Ditterke, Redderse, Leveste und Lemmie.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1298 in einer Urkunde des Grafen Adolf VI. von Schauenburg und Holstein das erste Mal erwähnt und zu einem Oppidum (Flecken) erhoben. Um 1300 wurde auch die heutige Margarethenkirche erbaut. In den Jahren 1467, 1562, 1628 und 1665 verwüsteten mehrere Fehden und Feuerbrünste die Gemeinde vollkommen. In den Jahren 1803-1815 belasteten französische und russische Einquartierungen den Ort, der 1812 gegen Napoleon auch mehrere Soldaten stellen musste.
Der Bau der Straßenbahn 1898 (siehe Kapitel Verkehr/Wirtschaft) hatte einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge, da jetzt auch elektrischer Strom vorhanden war.
Die Stadtrechte bekam Gehrden im Jahr 1929 zugesprochen.
Am 1. August 1971 erfolgte der freiwillige Gemeindezusammenschluss mit umliegenden Landgemeinden zur Großgemeinde Gehrden.
Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Gehrden zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen zeigt in Rot den silbernen Treppengiebel der evangelisch-lutherischen Margarethenkirche der Stadt Gehrden, belegt vom Schildfuß her mit dem Wappen der Grafen von Schaumburg (in Rot ein silbernes Nesselblatt) und dem der Welfenherzöge (in Blau ein rotbewehrter, goldener Löwe).
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1823 | 952 |
| 1853 | 1.219 |
| 1883 | 1.506 |
| 1925 | 2.585 |
| aktuell (Dezember 2006; mit sämtlichen Ortschaften) | 14.698 |
[Bearbeiten] Verkehr/Wirtschaft
Schon der mittelalterliche Hellweg von Minden nach Hildesheim führte durch das Stadtgebiet von Gehrden.
Heute durchquert auf der Route die Bundesstraße 65 das Stadtgebiet im Norden von Ost nach West, dabei führt die Straße durch die Orte Everloh und Ditterke. Wenige Kilometer östlich des Stadtgebiets führt die Bundesstraße 217 vorbei.
Ab 1872 verarbeitete die Ziegelei Seemann die Ton- und Lehmvorkommen des Gehrdener Berges.
1898 eröffnete die Straßenbahn Hannover AG (seit 1921: ÜSTRA) die Straßenbahnlinie 10 von Hannover nach Gehrden - ab 1899 auch bis Barsinghausen. Diese beförderte neben Passagieren auch Steinkohle, Gemüse und andere Güter aus Barsinghausen sowie Zucker aus der Zuckerfabrik Neuwerk nach Hannover. Die Personenbeförderung auf dem Streckenabschnitt nach Barsinghausen wurde am 27. Juli 1952 eingestellt, die Güterbeförderung am 30. November 1953. Am 3. Juli 1961 wurde auch die Strecke von Hannover nach Gehrden stillgelegt und durch Busverbindungen ersetzt.
Die bereits erwähnte Zuckerfabrik war von 1857 bis 1930 in Betrieb. Auf dem Gelände wurde später die „Vorwerk"-Teppichfabrik errichtet.
Durch der Bau der Versorgungsleitung der Harzwasserwerke nach Bremen wurde im Jahr 1934 auch Gehrden mit einer zentralen Wasserversorgung versehen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die 1911 im neubarocken Stil erbaute St.Bonifatius-Kirche enthält eine 1992 erbaute Orgel
- Der Turm der Margarethen-Kirche stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und findet sich seit über 500 Jahren im Stadtsiegel sowie heute im Wappen der Stadt. Das Kirchenschiff wurde Ende des 15. Jahrhundert erstellt.
- Die Struckmeyersche Mühle nebst Müllerhaus wurde 1729 von der Stadt Gehrden als Holländerwindmühle errichtet.
- Die historische Tripische Parkanlage mit Ausblick über das Calenberger Land in Richtung Deister ließ der hannoversche Gartenbaudirektor Julius Trip 1898 fertigstellen. Sie wurde 1991 vom Großraum Hannover wieder instandgesetzt.
- Der Burgbergturm wurde 1897/1898 an der Stelle einer früheren Fliehburg auf dem Gehrdener Berg errichtet. Er ist rund 20 m hoch, seine Aussichtsplattform liegt 176,69 m über NN. Der Turm wurde 1985 von der Stadt Gehrden restauriert und als Aussichtsturm freigegeben.
[Bearbeiten] Bildung
- In der Kernstadt Gehrden gibt es die Grundschulen Am Castrum sowie die Grundschule im Neubaugebiet Langes Feld
- Gegenüber des Gehrdener Hallen-Schwimmbades (Delfi-Bad) befinden sich die Werner-von-Siemens-Realschule und die Burgbergschule, eine Hauptschule mit freiwilliger 10. Klasse
- Unterhalb des Burgberges liegt das Matthias-Claudius-Gymnasium
- Die Volkshochschule „Calenberger Land“ betreibt in Gehrden eine Zweigstelle
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Werner von Siemens (1816–1892), Erfinder, Begründer der Elektrotechnik und Industrieller
- Justus Wilhelm Lyra (1822–1882), Pastor und Komponist
- Werner Lueg (geboren 1931), Leichtathlet, Bronzemedaille 1952 über 1500 Meter bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und neben Otto Peltzer einziger deutscher Weltrekordler auf dieser Strecke.
- Hans-Joachim Frey, deutscher Theaterintendant
- Tim Pritlove (geboren 1967), deutscher Eventmanager, Medienkünstler und Mitglied des Chaos Computer Club
- Jan Philip Lange (geboren 1974), deutscher Filmproduzent
- Christian Haacke (geboren 1976), Moderator (unter anderem 94.3 rs2, Hit-Radio antenne, RPR.1, delta radio, ENERGY, ZDF, Pro 7)
- Marc Bator (geboren 1972), Tagesschausprecher (ARD), verbrachte seine Kindheit in Gehrden
- Christian Pampel (geboren 1979), Volleyball-Nationalspieler
[Bearbeiten] Literatur
- Werner Fuetterer: Gehrden – Vom Flecken zur Großgemeinde. Gehrden 1991
- Gerold Steinhorst: Gehrdener Straßennamen. Gehrden 1998
- Martina Grohmann: Gehrden – Aspekte der Ortsgeschichte. Gehrden 1994
- August Kageler: Geschichte der Stadt Gehrden. Gehrden 1950
- Der Kreis Hannover-Land mit dem Deister, Seite 97ff., Verlag Fritz Drescher, Möser, Bezirk Magdeburg, 1935
[Bearbeiten] Weblinks
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