Geilnau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Geilnau
Geilnau
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Geilnau hervorgehoben
50.3494444444447.927222222222298Koordinaten: 50° 21′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 98 m ü. NHN
Fläche: 2,25 km²
Einwohner: 360 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56379
Vorwahl: 06439
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 045
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Webpräsenz: www.geilnau.de
Ortsbürgermeister: Friedhelm Rücker (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Geilnau im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Geilnau ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Diez an.

Geographie[Bearbeiten]

Geilnau liegt östlich der Lahn am „Cramberger Bogen“ etwa 9 km südwestlich von Limburg an der Lahn und etwa 12 km südöstlich von Montabaur.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ersterwähnung Geilnaus war im Jahre 1284. Der ursprüngliche Name Geilenowe leitet sich von geil = fruchtbar, üppig und owe = Au ab. Demnach bedeutet der Name „fruchtbare Au“. 1544 wurde die Kapelle in Geilnau erstmals erwähnt. Der Ort gehörte zur Zeit des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation zur Reichsgrafschaft Holzappel. Der Ort gehörte ab 1806 zum Herzogtum Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Um 1885 gehörte Geilnau zum Kreis Unterlahn im preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden und hatte 297 Einwohner. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Die erste Volksschule erhielt Geilnau 1828. Diese wurde 1969 aufgelöst, seither gehört Geilnau zum Einzugsgebiet der „Esterauschule“ in Holzappel.

1790 wurde eine im Dreißigjährigen Krieg von der Bevölkerung verschüttete Mineralquelle neu gefasst. Das sogenannte „Geilnauer Sauerwasser“ wurde zwischen 1790 und 1894 in großen Mengen verkauft. Seine größte Bedeutung erlangte die „Geilnauer Mineralquelle“ in den 1830er Jahren, die verkaufte Menge ging danach zurück, 1894 wurde der Verkauf eingestellt. Das „Geilnauer Sauerwasser“ trat mit einer Temperatur von 10,5 °C aus unter dem Lahnbett liegenden Quellen aus dem Schiefer hervor. Es hatte einen Kohlensäuregehalt von 2,6751 g/l, einen Natriumcarbonatgehalt von 1,0178 g/l, einen Eisen(II)-carbonatgehalt von 0,0011 g/l sowie einen Kochsalzgehalt von 0,0347 g/l. Das „Geilnauer Sauerwasser“ wurde zu Klasse der sogenannten „eisenhaltigen Säuerlinge“ gerechnet.[2]

Zwischen 1900 und 1937 und erneut ab 1980 ist auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Geilnau Säulenbasalt abgebaut worden. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren zeitweilig bis zu 230 Arbeiter im Basaltabbau beschäftigt.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Geilnau, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 141
1835 249
1871 334
1905 382
1939 326
Jahr Einwohner
1950 406
1961 424
1970 384
1987 351
2005 390

Religion[Bearbeiten]

Auf evangelischer Seite ist der Ort seit etwa 1700 der Kirchengemeinde Langenscheid-Hirschberg im Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig, zuvor gehörte der Ort zur evangelischen Kirchengemeinde in Holzappel.

Auf katholischer Seite ist Geilnau der römisch-katholischen Gemeinde St. Bonifatius in Holzappel zugeordnet und gehört mit ihr zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Mitten im Ort befindet sich die Mönchskite St. Spiridon der Serbisch-Orthodoxen Kirche.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Geilnau besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Geilnau

Verkehr[Bearbeiten]

Geilnau liegt an der Kreisstraße 25, die von Ost nach West führt und bei Birlenbach östlich von Geilnau in die Landesstraße 318 und in Holzappel westlich von Geilnau in die B 417 mündet.

Die nächstgelegenen Fernbahnhöfe sind die ICE-Bahnhöfe Montabaur und Limburg Süd.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Geilnau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Geilnau. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 7, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien 1885–1892, S. 24.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen