Geisenheim
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Hessen | ||
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | ||
| Landkreis: | Rheingau-Taunus-Kreis | ||
| Höhe: | 95 m ü. NN | ||
| Fläche: | 40,34 km² | ||
| Einwohner: | 11 662 (31. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 289 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 65366 | ||
| Vorwahl: | 06722 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | RÜD | ||
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 39 004
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| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rüdesheimer Str. 48 65366 Geisenheim |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Manfred Federhen (SPD) | ||
Geisenheim liegt am Rhein zwischen Wiesbaden und Rüdesheim und ist als Weinstadt, Schulstadt, Domstadt und Lindenstadt bekannt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Das Stadtgebiet zieht sich vom Rhein aus die Südhänge des Rheingaugebirges zum Taunushauptkamm empor, um Geisenheim und Johannisberg bis auf halbe Höhe als Weinberge angelegt, darüber hinaus mit Wald bestanden. Am Waldrand liegt das Wallfahrtskloster und die Trabantensiedlung Marienthal gelegen. Weiter oben auf einer Rodungsfläche liegt Stephanshausen. Höchster Berg Geisenheims ist der Hörkopf mit 474 Meter. Hinter dem Taunushauptkamm hat Geisenheim Anteil am Hinterlandswald mit dem unteren Ernstbachtal und am linken Wisperufer nahe der Kammerburg und der Lauksburg. Vom Rhein bis zur Wisper erstreckt sich das Stadtgebiet auf eine Länge von 13 Kilometer.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Geisenheim grenzt im Norden an die Stadt Lorch, im Osten an die Stadt Oestrich-Winkel, im Süden an die Städte Ingelheim und Bingen (beide Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz), sowie im Westen an die Stadt Rüdesheim.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadt Geisenheim ist aufgeteilt in vier Stadtteile: "Kernstadt", Johannisberg (Grund, Berg, Schloßheide), Marienthal und Stephanshausen.
Johannisberg ist wohl der bekannteste Stadtteil von Geisenheim, ist er doch die Geburtsstätte der Spätlese (genauer: der systematischen Erzeugung von Auslesen) und für seine Weinlage weltbekannt. Im Schloss Johannisberg erinnert heute noch eine Statue an den unbekannten Spätlesereiter. Durch die Weinbergslage "Schloss Johannisberg" unterhalb des Johannisberger Schlosses läuft der 50. nördliche Breitengrad.
Fürst von Metternich erhielt die Schlossdomäne 1816 nach dem Wiener Kongress aus den Händen Kaiser Franz I. zum Geschenk.
Marienthal erhielt seinen Namen nach dem nahegelegenen Kloster Marienthal. Das Kloster ist bekannt wegen seiner Marienwallfahrt und hier gab es die erste Klosterdruckerei der Welt. Link.
[Bearbeiten] Klima
[Bearbeiten] Geschichte
Geisenheim wurde 772 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte seit dem Mittelalter zum Erzbistum Mainz und später zum Herzogtum Nassau, zum Königreich Preußen und zum Land Hessen. Seit 1864 besitzt Geisenheim Stadtrechte.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 39,7 | 15 | 38,2 | 14 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 35,0 | 13 | 36,6 | 14 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 8,9 | 3 | 10,7 | 4 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 13,2 | 5 | 11,0 | 4 |
| FWG | Freie Wähler Geisenheim und Ortsteile | 3,3 | 1 | – | – |
| REP | Die Republikaner | – | – | 3,5 | 1 |
| Gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 41,8 | 47,6 | |||
[Bearbeiten] Wappen
Nach der Gebietsreform von 1972 wurde 1977 auch das Wappen der Stadt angepasst. Die beiden "alten" Mainzer Räder wurden durch die Johannisberger-Version des Mainzer Rades (oben) und durch den Stephanshausener Drachen (unten) ersetzt.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Die Stadt Geisenheim unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
- Szerencs in Ungarn,
- Puligny-Montrachet in Frankreich,
- Chauvigny in Frankreich und
- Trino in Italien.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Direkt vor dem Rathaus befindet sich die große Linde, die ein Symbol der Stadt darstellt. Diese Linde ist vermutlich 700 Jahre alt. Sie wurde in den 70er Jahren durch Krankheit ihrer Spitze beraubt. Jedes Jahr in der zweiten Juliwoche findet das Lindenfest mit der Stunde der Heimat in den Straßen zwischen Dom und Rathaus statt.
Am Pfefferzoll wurde von vorbeifahrenden Schiffern Zoll in Form des damals wertvollen Gewürzes verlangt. Das kleine Haus mit dem schönen Erker steht heute über 200m vom Rhein entfernt im Südosten der Altstadt.
Des Weiteren gibt es die Evangelische Kirche, erbaut in romanischer Form um 1897.
[Bearbeiten] Bauwerke
- Rheingauer Dom, neugotische Doppelturmfassade aus dem 19. Jahrhundert, Langhaus und Chor aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts, bedeutende Grabmäler und reiche Innenausstattung, bekannte Stumm-Orgel aus dem 19. Jahrhundert
[Bearbeiten] Schlösser
Im Westen und Osten der Stadt stehen alte Schlösser und Palais:
Schloss Schönborn von 1550: dieses Gebäude steht am Bahnhof inmitten eines Weinbergs und ist ein beliebtes Fotomotiv. Dieses Schloss gehört heute noch den Grafen von Schönborn-Wiesenheidt, die das Erdgeschoss gerne für Feierlichkeiten zur Verfügung stellen. Weite Teile der Schlossanlage befinden sich aber in schlechtem Zustand.
Weitere Schlösser und Palais:
- Palais Ostein, hufeisenförmige Anlage aus dem 18. Jahrhundert, um 1815 wurde der prachtvolle Mittelbau wegen Gütertrennung niedergelegt. Heute im Eigentum der St. Ursula-Schule.
- Villa Monrepos, repräsentatives Gebäude in einem großen Park, Erbauer Eduard von Lade (Gründer der Forschungsanstalt), errichtet im 19. Jahrhundert.
- Schloss Kosakenberg (früher Ingelheim), Anlage oberhalb des Bahnhofes, aus dem 17.Jahrhundert, heute Weingut, Restaurant und Musikschule
- Zwierleinsches Palais, oberhalb von Schloss Kosakenberg gelegen, durch mehrfache Umbauten dient es heute als Mehrfamilienhaus, der barocke Park ist einem Wohnviertel gewichen.
[Bearbeiten] Sport
- Rheingaustadion mit Rasenplatz und Kunststoffleichtathletikanlagen (Kellersgrube)
- Rheingaubad (Hallenbad, zusammen mit Rüdesheim und dem Kreis)
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Rheingau-Musik-Festival im Schloss Johannisberg (und im gesamten Rheingau)
- Zweites Wochenende im Juli: Geisenheimer Lindenfest mit der Stunde der Heimat
- Erstes Wochenende im September: Tage der offenen Tür der Forschungsanstalt Geisenheim
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
An Geisenheim vorbei führt die B 42, die Wiesbaden mit Koblenz verbindet. Durch die rechtsrheinische Bahnstrecke kann Wiesbaden innerhalb von 30 Minuten per Bahn erreicht werden oder mit dem Regionalbus in rund 1 Std.
Seit 2007 verbindet der Rhein-Main-Verkehrsverbund die Orte Marienthal, Johannisberg, Hallgarten und Stephanshausen mit Geisenheim.
Auch eine Schiffsanlegestelle für kleine Personenschiffe ohne festen Fahrplan ist vorhanden.
[Bearbeiten] Bildung
Geisenheim verdankt seinen Ruf als Schulstadt der Konzentration von verschiedenen Schulen:
- Grund- und Hauptschule Geisenheim
- St. Ursula-Schule (privates, katholisches Gymnasium)
- Internatsschule Schloss Hansenberg, Schule für leistungsstarke und leistungsbereite Schüler
- Rheingauschule (Gymnasium)
- Berufliche Schulen mit u.a. Handelsschule und Fachoberschule
- Berufliche Schulen Rheingau, Geisenheim (Berufsbildende Schule)
- Leopold-Bausinger-Schule (Förderschule)
- Stadtbücherei Geisenheim
In Geisenheim befindet sich seit 1872 die Forschungsanstalt Geisenheim für Wein- und Gartenbau. Die Forschungsanstalt kooperiert im Bildungsbereich mit der Fachhochschule Wiesbaden. Der Schwerpunkt der Forschungsanstalt liegt im Garten- und Weinbau.
Das landeseigene Schloss Hansenberg in Johannisberg wurde im Jahr 2003 vom Land Hessen als Oberstufengymnasium für besonders leistungsstarke Schüler zu einer Internatsschule umgebaut.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- 1554, November, Jakob Christmann, † 16. Juni 1613, Orientalist, geboren im heutigen Stadtteil Johannisberg
- 1806, 23. November, Philipp Hoffmann, † 4. Januar 1889, Architekt und Baumeister
- 1808, 18. April, Peter Josef Blum, † 30. Dezember 1884, Bischof der Diözese Limburg
- 1817, 24. Februar, Heinrich Eduard von Lade, † 7. August 1904 in Geisenheim, Bankier, Waffenhändler, Diplomat, Gärtner und Pflanzenzüchter sowie Amateur-Astronom. Gründer der Forschungsanstalt Geisenheim, erster Ehrenbürger der Stadt Geisenheim
- 1818, 26. Januar, Gustav Dresel, † 14. September 1848, Schriftsteller
- 1858, 10. Oktober, Lorenz Werthmann, † 10. April 1921 in Freiburg im Breisgau, Gründer der Caritas
- 1882, 6. August, Peter Spring, Gärtner, studierter Obstbautechniker, Sozialdemokrat und Pazifist, † 10. April 1945 im KZ Dachau
- 1883, 19. April, Hans Burgeff, † 27. September 1976, Botaniker
- 1892, 3. April, Gustav Gundlach, † 23. Juni 1963 in Mönchengladbach, katholischer Sozialethiker, Sozialphilosoph und Sozialwissenschaftler
- 1927, 8. März, Prof. Dr. Helmut Becker, † 19. Juli 1990 in Geisenheim, Rebenzüchter und Dozent.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Heinrich Birk (1898–1973), Weinbauexperte, ist in Geisenheim gestorben
- Christian Labonte (1899-1992), Weinbauexperte, hessischer Landtagsabgeordneter (CDU) und Ehrenbürger von Geisenheim
- Franz Schramm (1887–1966), Hessischer Kultusminister 1946-1947
- Franz Josef Jung Verteidigungsminister und ehem. Schüler der Rheingauschule
- Anke Velmeke (*1963), Schriftstellerin
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Geoklima 2.1
[Bearbeiten] Literatur
- Wolf-Heino Struck: Geschichte der Stadt Geisenheim. Frankfurt 1972
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- geisenheim.de - Offizielle Seite der Stadt Geisenheim
- Stephanshausen - Seite von Stephanshausen
- Links zum Thema Geisenheim im Open Directory Project
[Bearbeiten] Dokumente
- Bild 1 von Geisenheim aus J.F. Dielmann, A. Fay, J. Becker (Zeichner): F.C. Vogels Panorama des Rheins, Bilder des rechten und linken Rheinufers, Lithographische Anstalt F.C. Vogel, Frankfurt 1833
- Bild 2 von Geisenheim aus J.F. Dielmann, A. Fay, J. Becker (Zeichner): F.C. Vogels Panorama des Rheins, Bilder des rechten und linken Rheinufers, Lithographische Anstalt F.C. Vogel, Frankfurt 1833
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