Gelber Knollenblätterpilz

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Gelber Knollenblätterpilz
2006-08-09 Amanita citrina 46465 cropped.jpg

Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Hutpilze (Agaricomycetidae)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Knollenblätterpilzartige (Amanitaceae)
Gattung: Wulstlinge (Amanita)
Art: Gelber Knollenblätterpilz
Wissenschaftlicher Name
Amanita citrina
(Schaeff.) Pers. 1797

Der Gelbe Knollenblätterpilz (Amanita citrina, syn. A. mappa), auch unter den Bezeichnungen Zitronengelber Knollenblätterpilz, Gelblicher Knollenblätterpilz oder Gelber Wulstling bekannt, gehört zu den Knollenblätterpilzen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Markant ist die gerandet abgesetzte Stielknolle des Gelben Knollenblätterpilzes (Amanita citrina).

Der Gelbe Knollenblätterpilz besitzt einen 3 bis 10 Zentimeter breiten Hut von hellzitronengelber bis weißlicher Farbe, auf dem sich häufig fleckige, weiße Hüllreste befinden. Die Lamellen sind weiß und nicht am Stiel angewachsen. Der Stiel ist dünnfleischig, weißgelblich, mit gleichmäßigem Ring und deutlicher Knolle an der Basis versehen. Im Unterschied zu den giftigen grünen und weißen Knollenblätterpilzen ist die Scheide an der Knolle nicht lappig, sondern topfartig, fest angewachsen und kantig von dem übrigen Stiel abgesetzt. Das Fleisch ist weiß und riecht deutlich nach Kartoffeln. Der als Varietät alba beschriebenen Form fehlt der gelbe Farbstoff und besitzt einen elfenbeinfarbigen Hut und Stiel, Exemplare dieser Form können auch zwischen normal gefärbten wachsen.

[Bearbeiten] Ökologie

Der Gelbe Knollenblätterpilz ist ein Mykorrhiza-Pilz der mit verschieden Nadel-und Laubbäumen vergesellschaftet sein kann. Hauptbaumpartner in Mitteleuropa ist die Gemeine Fichte, mit Abstand gefolgt von der Rotbuche, daneben Kiefern, Eichenarten, Birke und andere. Der Gelbe Knollenblätterpilz kommt in verschiedenen bodensauren Waldtypen vor, er bevorzugt mittelgründige, basen- und nährstoffarme Böden, die mäßig frisch bis mäßig feucht sein sollten. Die Art hat im 19. Jahrhundert von der forstlichen Verbreitung der Fichte und eine Zeitlang selbst vom Sauren Regen profitiert, der konkurrierende Pilzarten stärker schädigte. Später litt der Gelbe Knollenblätterpliz unter der zunehmenden Schädigung der Fichte, seines bevorzugten Mykorrhiza-Partners. Die Fruchtkörper erscheinen in Mitteleuropa hauptsächlich von August bis November, voreilend schon ab Juni.

[Bearbeiten] Verbreitung

Der Gelbe Knollenblätterpliz kommt in Australien und Südafrika vor, in der Holarktis umfasst sein Verbreitungsbeiet die mediterranen und gemäßigten Breiten, er wird im Kaukasus, Korea und Japan, den USA, Kanada und auf den Kanarischen Inseln gefunden. In Europa kommt er vom Mittelmeergebiet bis zu den Hebriden und dem südlichen Skandinavien vor, ostwärts ist er bis Weißrussland und Estland zu finden. Seine nördliche Verbreitungsgrenze entspricht der der Eichen.

[Bearbeiten] Bedeutung

Der Gelbe Knollenblätterpilz ist kein Speisepilz. Anders jedoch als der Grüne Knollenblätterpilz, mit dem er leicht verwechselt werden kann, ist der Gelbe Knollenblätterpilz nur in rohem Zustand giftig, da das Bufotenin durch Erhitzen seine Wirkung verliert. Insofern ist der Pilz sogar verzehrfähig, jedoch sollte er aufgrund der hohen Verwechslungsgefahr und des minderwertigen Geschmacks nicht für die Küche gesammelt werden.

[Bearbeiten] Quellen

  • G. J. Krieglsteiner, A. Gminder: Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 4, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3281-8

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Amanita citrina – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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