Gelbhorn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Pflanzenart, für den Gipfel in Mittelbünden siehe Piz Mellen
Gelbhorn
Gelbhorn (Xanthoceras sorbifolium)

Gelbhorn (Xanthoceras sorbifolium)

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie: Xanthoceroideae
Gattung: Gelbhorn
Art: Gelbhorn
Wissenschaftlicher Name der Unterfamilie
Xanthoceroideae
Thorne & Reveal
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Xanthoceras
Bunge
Wissenschaftlicher Name der Art
Xanthoceras sorbifolium
Bunge
Blühendes Gelbhorn (Xanthoceras sorbifolium).

Gelbhorn (Xanthoceras sorbifolium) ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Xanthoceras und der Unterfamilie Xanthoceroideae innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Xanthoceras sorbifolium wurde 1833 von Alexander von Bunge in Enum. Pl. China Bor., 11 als sorbifolium erstbeschrieben.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Gelbhorn stammt aus dem nördlichen China; Fundorte befinden sich in den Provinzen Gansu, Hebei, Henan, Liaoning, Innere Mongolei, Ningxia, Shaanxi und Shandong. Es soll auch Fundorte in Korea geben. Dort herrscht gemäßigtes Klima.

In Mitteleuropa war das Gelbhorn lange Zeit sehr selten gepflanzt worden; mittlerweile wird es jedoch auch von Baumschulen vertrieben.

Beschreibung[Bearbeiten]

In seiner Heimat wächst das Gelbhorn als laubabwerfender Baum oder Strauch und erreicht Wuchshöhen von 2 bis zu 5 Metern. In Mitteleuropa ist es zwar winterhart, wächst allerdings meist nur strauchförmig. Die gestielten Laubblätter sind 15 bis 30 cm lang und unpaarig gefiedert. Die Fiederblättchen sind gezähnt.

Zur Blütezeit von Mai bis Juni erscheinen die 12 bis 20 cm langen, aufrecht stehenden, traubigen Blütenstände. Die Hochblätter sind oval und groß. Es gibt männliche und zwittrige Blüten an einer Pflanze, aber nicht in einem Blütenstand. Die zwittrige, radiärsymmetrische Blüte ist knapp 3 cm groß. Es sind je fünf Kelch- und Kronblätter vorhanden. Die Kelchblätter sehen durch ihre filzige Behaarung grau aus. Die Kronblätter sind überwiegend , zur Blütenmitte hin jedoch zunächst gelbgrün, später rot gefärbt. In jeder Blüte gibt es acht 1,5 cm langen Staubblätter. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. In jeder der drei Fruchtknotenkammern sind in zwei Linien sieben bis acht Samenanlagen vorhanden.

Im Herbst reifen die 4 bis 6 cm großen, kastanienartigen Früchte heran. Die Samen sind essbar.

Quellen[Bearbeiten]

Nianhe Xia & Paul A. Gadek: Sapindaceae in der Flora of China, Volume 12, S. 6-7: Art und Gattung - Online.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Xanthoceras sorbifolium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien