Geldermann

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Geldermann Privatsektkellerei GmbH
Logo der Geldermann Privatsektkellerei
Rechtsform GmbH, Tochter der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien
Gründung 1838
Sitz Breisach am Rhein, Deutschland

Leitung

  • Gunter Heise, Geschäftsführer
  • Manfred Hilpert, Geschäftsführer
  • Michael John, Geschäftsführer
Mitarbeiter 36 (30. April 2011)[1]
Umsatz 12,7 Mio. EUR (2011)[2]
Bilanzsumme 10,0 Mio. EUR (30. April 2011)[3]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Nahrungsmittelindustrie
Produkte SektVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.geldermann.de
Hauptsitz von Geldermann in Breisach

Die Geldermann Privatsektkellerei GmbH ist eine 1838 gegründete Sektkellerei und gehört seit 2003 zur Rotkäppchen-Gruppe. Die Jahresproduktion beträgt etwa 2,3 Millionen Flaschen.[4] Der unter dem Namen Geldermann verkaufte Sekt wird ausschließlich in traditioneller Flaschengärung in Breisach am Rhein erzeugt.

Geschichte[Bearbeiten]

1830 reisten die beiden Aachener Wilhelm Deutz (1809–1884) und Peter-Joseph-Hubert Geldermann (1810–1869) nach Frankreich, um im Auftrag des Rittergutsbesitzers Alwin Freiherr von Amelunxen Wein einzukaufen. Nachdem sie einige Jahre für das Champagnerhaus von Joseph Jacob Bollinger (1803–1884) in Aÿ (Département Marne) als Verkäufer gearbeitet hatten, gründeten sie 1838 am selben Ort das Champagnerhaus Geldermann & Deutz. Geldermann und Deutz entwickelte sich zu einem führenden Champagnerhaus und war 1882 Gründungsmitglied des Syndicat des Grandes Marques.[5][6]

Aufgrund der wachsenden Bedeutung des deutschen Marktes und der Zollpolitik gründete das Unternehmen 1904 eine Kellerei in Hagenau, das damals zum Deutschen Reich gehörte. Dort wurde der aus Frankreich gelieferte Wein nach dem traditionellen Verfahren zu Sekt verarbeitet. Die Zollabgaben für Fasswein betrugen nur ein Viertel der Abgaben für Champagner. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Elsass französisch und für den Export nach Deutschland musste wieder Zoll gezahlt werden. Daher wurde am 17. April 1925 die Kellerei Deutz & Geldermann in Breisach gegründet. 1995 wurde das Unternehmen in die Kellereien Deutz in Aÿ und Geldermann in Breisach aufgeteilt. Das Champagnerhaus Deutz wurde von Louis Roederer übernommen. Am 27. Januar 2003 wurde Geldermann von den Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien übernommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen noch 102 Beschäftigte und einen jährlichen Absatz von drei Millionen Flaschen.[7] Das damalige Ziel, den Absatz auf bis zu 4,5 Millionen Flaschen auszuweiten, muss zwischenzeitlich als gescheitert angesehen werden: 2007 wurden lediglich 1,9 Millionen Flaschen verkauft.[8] Somit konnte auch die Übernahme den langjährigen Niedergang der Sektkellerei nicht stoppen. 1992 wurde noch ein Umsatz von umgerechnet 29,7 Millionen Euro erzielt, was einer Produktion von etwa 6 Millionen Flaschen entspricht.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rumpfgeschäftsjahresabschluss 1. Januar - 30. April 2011
  2. Absatzplus bei Geldermann. In: Badische Zeitung, 18. April 2012
  3. Rumpfgeschäftsjahresabschluss 1. Januar - 30. April 2011
  4. Absatzplus bei Geldermann. In: Badische Zeitung, 18. April 2012
  5. Internetpräsenz des Champagnerhaues Deutz, abgerufen am 8. Mai 2009
  6. Champagner. In:  Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Bd. 3, Altenburg 1857, S. 854–856 (online bei zeno.org).
  7. Rotkäppchen kauft Konkurrenten Geldermann. In: Der Tagesspiegel, 29. Januar 2003
  8. Geldermann-Sekt in Breisach: 2008 zehn Prozent mehr Flaschen verkauft
  9. Geldermann wieder auf Wachstumskurs. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Januar 2000

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Scharfenberg: Sekt. Perlendes Deutschland. Hallwag, Bern u. Stuttgart 1993, ISBN 3-444-10412-X

Weblinks[Bearbeiten]

48.0326847.58095Koordinaten: 48° 1′ 58″ N, 7° 34′ 51″ O