Geldmarktfonds
Bei Geldmarktfonds handelt es sich um Investmentfonds, die ausschließlich oder überwiegend in Geldmarkttitel und liquide Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit investieren. Hierzu zählen Termingelder, Schuldscheindarlehen und Anleihen mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten.[1]
Geldmarktfonds werden hauptsächlich von Großinvestoren, wie z. B. Unternehmen genutzt, um kurzfristig ihre Gelder zu „parken“, da sie börsentäglich zurückgegeben werden können. Um das Risiko eines Zahlungsausfalls bei einzelnen Schuldnern zu reduzieren, wird über Papiere verschiedenster Emittenten diversifiziert.[2]
Da auf dem Geldmarkt ausschließlich institutionelle Anleger, d. h. Banken, Versicherungsgesellschaften oder der Staat, zusammentreffen, erlauben es Geldmarktfonds auch privaten Anlegern, sich auf diesem Markt indirekt zu engagieren.
Im Gegensatz zu Tagesgeldkonten fallen bei Geldmarktfonds u. U. noch weitere Kosten an:
- Ausgabeaufschlag,
- Verwaltungskosten oder
- Depotgebühren.
In Deutschland wurden Geldmarktfonds erstmals im Jahr 1994 zugelassen.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass auch Geldmarktfonds sowohl ein gewisses Zinsänderungsrisiko als auch ein Kreditrisiko der Emittenten tragen. Sofern die Emittenten Staaten sind, ist dieses in der Regel vergleichsweise sehr gering, jedoch nie ganz auszuschließen. Im Rahmen der Finanzkrise ab 2007 musste festgestellt werden, dass selbst bis dahin als absolut stabil geltende Geldmarktfonds sogar eine negative Wertentwicklung zeigten.[3]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Deutsche Bundesbank: Glossar: Geldmarktfonds
- ↑ Handelsblatt online: Das 0,08 % Rendite-Problem
- ↑ Geldmarktfonds enttäuschen