Gemüsehobel

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Gemüsehobel aus Kunststoff
Gemüsehobel aus Holz, ca. 1920

Der Gemüsehobel ist ein Küchengerät zum scheibenweise Schneiden von Gemüse. Gemüsehobel bestehen aus einem rechteckigen Holzbrett oder einer Kunststoffplatte mit Handgriff und je einer Führungsleiste links und rechts, bei dem über einem Schlitz eine oder leicht stufenförmig zwei Klingen befestigt sind. Moderne Gemüsehobel haben oft auswechselbare Klingensätze für verschiedene Schnittstärken und Schnittformen.

Eine Sonderform stellt der sogenannte V-Hobel dar, dessen Klingen v-förmig angeordnet sind, um das Schnittgut von beiden Seiten gleichzeitig anzuschneiden. Dies soll ein einfacheres und saubereres Schnittergebnis zur Folge haben. Das Prinzip des V-Hobels wurde 1966 von Alfred Börner entwickelt und für das von ihm 1956 gegründete Unternehmen, die Börner GmbH, patentiert.

Das Schnittgut wird über die Klingen vor und zurück geschoben, wobei dünne Scheiben abgeschnitten werden. Um Verletzungen der Finger zu vermeiden, wird das Schnittgut meist mit einem Halter bewegt, einem Griffstück, an dessen Unterseite mehrere Dorne das Gemüsestück festhalten. Die heute oftmals verwendeten Halter beruhen auf einer von Alfred Börner bzw. von der Börner GmbH gemachten und patentierten Erfindung.

Besonders hochwertige Küchenhobel werden in der französischen Küche auch als „Mandoline“ bezeichnet. Die Schneidstärken der Mandoline sind stufenlos einstellbar. Diese Gemüsehobel bestehen in der Regel aus Edelstahl und haben unterschiedliche Klingenaufsätze, mit denen besonders feine bis grobe Scheiben, Juliennestreifen oder spezielle Schneidmuster erzeugt werden. Verwendet werden solche Mandolinen vor allem in der Profiküche.

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