Gemalto

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Gemalto N.V.
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Rechtsform Aktiengesellschaft (Niederlande)
ISIN NL0000400653
Gründung Juni 2006
Sitz Amsterdam NiederlandeNiederlande Niederlande
Leitung Olivier Piou (CEO)
Mitarbeiter > 10.000 (2012)[1]
Umsatz 2,246 Mrd. Euro (2012)[1]
Website www.gemalto.com
Stand: 23. Juni 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

Die Gemalto N.V. ist eine niederländische Aktiengesellschaft, die sich mit der Herstellung von Chip- und Magnetstreifenkarten wie SIM-Karten für Handys, Kreditkarten, elektronische Pässe, Gesundheitskarten, Unternehmensausweise, EC-Karten etc. beschäftigt.

Gemplus-Logo
Axalto-Logo

Die 2006 durch Zusammenschluss der Unternehmen Gemplus (Luxemburg) und Axalto (Niederlande) entstandene Unternehmen ist der weltweit größte Anbieter von Chipkarten, wobei der Weltmarktanteil circa 50 % beträgt, in Europa allerdings nur 30 %. In Deutschland sind die Konkurrenten Giesecke & Devrient, Safran Morpho und die Bundesdruckerei stärker.

Das Unternehmen ist in über 100 Ländern aktiv und beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter, davon 1.500 Ingenieure und Techniker. Der Jahresetat für Forschung und Entwicklung beträgt circa 110 Millionen Euro.

Gemalto gehört zu den ersten Unterstützern der FIDO-Allianz, die seit 2013 den Industriestandard Universal Second Factor (U2F) für eine allgemein anwendbare Zwei-Faktor-Authentifizierung entwickelt hat.

Aktie[Bearbeiten]

Großaktionäre waren im Jahr 2007 mit knapp 15 % Anteil die Texas Pacific Group, ein US-amerikanisches Risikokapital-Beteiligungsunternehmen, und mit 10 % Anteil die Familie Quandt[2] Gegenwärtig befinden sich rund 77 % der Aktien in Streubesitz (Stand Juli 2013).[3]

Die Aktie wird unter anderem an der Euronext gehandelt und wurde am 24. Juni 2013 in den AEX index aufgenommen.[4]

Geschäftsschwerpunkte[Bearbeiten]

  • 59 % (994 Mio. Euro) SIM-Karten für Mobiltelefone, mobile Kommunikation
  • 23 % (392 Mio. Euro) EC- und Kreditkarten, Zahlungsverkehr
  • 12 % (203 Mio. Euro) Pässe, Unternehmensausweise, Gesundheitskarten, Identifikation und Sicherheit, Kundenkarten
  • (59 Mio. Euro) Telefonzellen
  • (50 Mio. Euro) Kartenlesegeräte

Jahr-2010-Fehler[Bearbeiten]

Nach dem Jahreswechsel 2009/2010 funktionierten die Chips von rund 30 Millionen deutschen EC- und Kreditkarten zeitweise nicht mehr. Schuld war ein Programmierfehler seitens Gemalto, durch den die Chips die Jahreszahl 2010 nicht richtig verarbeiten konnten.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Annual Report 2012. Gemalto N.V., 2013, abgerufen am 23. Juni 2013 (PDF; 3,2 MB).
  2. Tina Kaiser: Das kann im Notfall Leben retten. Olivier Piou, Chef des weltgrößten Chipausweisherstellers Gemalto, über die Zukunft der Gesundheitskarte und die Angst der deutschen Kunden vor Plastikgeld. Die Welt, 5. Juli 2007, abgerufen am 23. Juni 2013.
  3. https://www.cortalconsors.de/Wertpapierhandel/Aktien/Kurs-Snapshot/Profil/Unternehmensprofil/NL0000400653-GEMALTO-NV-AANDELEN-EO-1
  4. http://www.debeurs.nl/Forum/Topic/1300931/Gemalto_GEMALTO-Binnenkort-nieuw-in-de-AEX.aspx
  5. Französische Firma schuld an 2010-Fehler. Spiegel Online, 4. Januar 2001, abgerufen am 23. Juni 2013.