Gemeine Schafgarbe

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Gemeine Schafgarbe
Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)

Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Schafgarben (Achillea)
Art: Gemeine Schafgarbe
Wissenschaftlicher Name
Achillea millefolium
L.
Zungenblüten sind selten rosa.

Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist auch die namensgebende Art für die schwer zu unterscheidende Gruppe Achillea millefolium agg.

Merkmale der Artengruppe[Bearbeiten]

Es sind ausdauernde, krautige oder halbstrauchige Pflanzen, die eine Wuchshöhe von sieben bis 100 Zentimetern erreichen. Das Rhizom ist dünn und waagrecht. Es bildet bis zu 50 Zentimeter lange unter- oder oberirdische Ausläufer mit sterilen Trieben. Die Blätter sind zwei bis vierfach fiederteilig und haben über 15 Fiederpaare erster Ordnung. Die unteren Blätter sind gestielt, die oberen sind sitzend und haben vergrößerte basale Fiedern. Die Stängelblätter haben einen lanzettlichen bis linealischen Umriss und sind drei- bis zwölfmal so lang wie breit. Ihre Fiedern sind einander genähert oder berühren sich sogar. Die Grundblätter sind stärker geteilt als die Stängelblätter.

Die Blütenstände bestehen aus zahlreichen Köpfchen, die doldenrispig angeordnet sind. Die Köpfchen haben eine becherförmige Hülle, die drei bis sechs Millimeter lang ist, jedenfalls breiter als zwei Millimeter. Die Hüllblätter stehen mehrreihig und sind hautrandig. Die Köpfchen besitzen Röhren- und Zungenblüten. Es gibt vier bis sechs Zungenblüten, deren Zunge circa so lang wie breit ist und ein Drittel so lang bis gleich lang wie die Hülle. Die Kronröhre der Zungenblüten ist höchstens so lang wie die Zunge (Ausnahmen: A. setacea und A. collina). Die Zungenblüten sind oberseits weiß, selten rosa. Die Röhrenblüten sind ebenfalls weißlich oder rötlich. Blütezeit ist meist von Mai bis Juni.

Fischer[1] führt folgende Kleinarten auf:

Eigentliche Gewöhnliche Schafgarbe[Bearbeiten]

Merkmale[Bearbeiten]

Die Eigentliche Gewöhnliche Schafgarbe (A. millefolium s.str.) hat längliche Grund- und untere Stängelblätter. Diese stehen dicht bis entfernt. Die Fiedern der Blätter sind höchstens zweimal so lang wie breit. Die Laubblattspindel (Rhachis) ist ganzrandig und besitzt nie Zwischenfiedern.

Der Hauptschirm ist weniger dicht und nie von seitlichen Schirmkorbrispen übergipfelt. Er hat einen Durchmesser von vier bis 15 Zentimetern. Die Internodien in der Stängelmitte sind sehr selten verkürzt.

Die Art bildet keine Proazulene. Diese Sippe ist hexaploid.

Vorkommen[Bearbeiten]

Als Standort werden Wiesen, (Schaf-)Weiden, Halbtrockenrasen, Acker- und Wegränder bevorzugt. In den Alpen steigt sie auf etwa 1900 m NN. Sie ist fast kosmopolitisch verbreitet. Nur in mediterranen Gebieten ist sie selten.

Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Wurzelkriechern und Pionierpflanzen. Sie gilt als Bodenfestiger und Nährstoffzeiger vor allem für stickstoffhaltige Böden.

Unterarten[Bearbeiten]

A. millefolium ssp. millefolium
besitzt weiße Blüten
A. millefolium ssp. sudetica
besitzt violette Blüten

Traditionell werden bei der Eigentlichen Gewöhnlichen Schafgarbe zwei Unterarten unterschieden, die jedoch keine einheitlichen Sippen sind. Die genauere Erforschung ist noch nicht abgeschlossen.[1]

  • Sudeten-Schafgarbe (A. millefolium subsp. sudetica) hat meist dunkelbraun berandete Hüllblätter. Die Zungen sind oft (dunkel)rosa und meist so breit bis breiter als lang. Die Kronröhre ist kürzer als die Zunge. Sie erreicht eine Wuchshöhe von acht bis 60 Zentimetern. Sie wächst in supalpinen bis alpinen Rasengesellschaften. Sie zerfällt in Österreich in mindestens zwei Sippen.[1]
  • Die Gewöhnliche Schafgarbe (A. millefolium subsp. millefolium) hat grünlich bis hellbraun berandete Hüllblätter. die Zungen sind weiß bis rosa, selten dunkelrosa. Die Wuchshöhe beträgt 20 bis 100 Zentimeter. Sie wächst auf Wiesen und Halbtrockenrasen sowie an Wegrändern auf nährstoffreichen, frischen bis mäßig trockenen, lockeren Böden in der collinen bis montanen (subalpinen) Höhenstufe. Diese Sippe ist sehr vielgestaltig und uneinheitlich. Wahrscheinlich ist es eine aus mehreren Unterarten bestehende Gruppe von Kleinarten.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Gemeine Schafgarbe in Form der Krautdroge (Millefolii herba)

Die Gemeine Schafgarbe wird als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet.

Als Arzneidroge werden oberirdische Teile der Gemeinen Schafgarbe wie Stängel, Blätter und die Blüten genutzt (Schafgarbenkraut, lat. Millefolii herba; Schafgarbenblüte, lat. Millefolii flos). Sie können als Aufguss oder als Frischpflanzenpresssaft verarbeitet werden. Zubereitungen aus Schafgarbenkraut wirken gallenflussanregend (choleretisch), antibakteriell, zusammenziehend (adstringierend) und krampflösend (spasmolytisch).[2]

Innerlich wird Schafgarbenkraut vorwiegend bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden verwendet (Völlegefühl, krampfartigen Erscheinungen im Magen-Darm-Trakt, Blähungen). Weitere Anwendungsgebiete sind schmerzhafte Krampfzustände psychovegetativen Ursprungs im kleinen Becken der Frau, hierzu werden aus dem Schafgarbenkraut Sitzbäder bereitet.[2]

Volksheilkundlich wird Schafgarbenkraut zur Anregung der Gallensaftproduktion eingesetzt[3] sowie bei Blasen- und Nierenerkrankungen und Menstruationsbeschwerden.[4] Äußerlich werden Schafgarbenauszüge aufgrund ihrer antibakteriellen und adstringierenden Wirkung bei Entzündungen,[5] Wunden, Hämorrhoiden und zur Minderung übermäßiger Schweißbildung verwendet, eine Wirksamkeit ist nicht belegt.[4] Gesichert gilt die hepatoprotektive Eigenschaft von Achillea millefolium und deren Extrakte. [6]

Im Altertum soll die Schafgarbe ebenfalls schon zur Wundheilung und zur Stillung von Blutungen verwendet worden sein.[7]

Die Gemeine Schafgarbe enthält hauptsächlich folgende Inhaltsstoffe, da verschiedene Chemotypen existieren, in sehr variablen Mengen: ätherisches Öl (enthält etwa Campher, α- und β-Pinen, 1,8-Cineol, α-Caryophyllen und Sabinen), azulenogene Sesquiterpenlactone (Proazulene) der Guajanolid-Reihe und nichtazulenogene Sesquiterpenlactone der Germacranolid-Reihe.
Als Begleitstoffe treten Flavonoide, Cumarine, Polyine, Kaffeesäurederivate und stickstoffhaltige Verbindungen (Achillein) auf.[5][3] Chamazulen und andere Azulene bilden sich erst bei der Wasserdampfdestillation aus Proazulenen. Für das Guajanolid Achillinin A wurden zytotoxische Eigenschaften beschrieben. [8]

In früheren Zeiten ist Schafgarbe zum gelb färben von Wolle verwendet worden. Dazu verwendete man getrocknete Blätter, Stängel und Blüten. Die Wolle musste vor dem Gelbfärben mit Alaun gebeizt werden.[9]

Pharmazie- und Botanikgeschichte[Bearbeiten]

Millefolium garb. Abbildung im Gart der Gesundheit, Mainz 1485.

Die Väter der Botanik des 16. Jh., Otto Brunfels, Hieronymus Bock und Leonhard Fuchs diskutierten langatmig darüber, zu welcher Pflanze des Pedanios Dioskurides die gemeine Schafgarbe passen würde. Das Ergebnis der Diskussion: es sind zwei Pflanzen, das Achilleion und das Stratioton chiliophyllon (tausendblättriges Stratioton). Dioskurides schrieb diesen Pflanzen folgende Heilwirkungen zu:

  • „Achilleion … Die fein zerriebene Dolde verschließt offene Wunden, ist entzündungswidrig, blutstillend, auch bezüglich der Gebärmutter, wenn sie in Tamponform eingebracht wird. Auch das Dekokt daraus ist für Blutflüsse geeignet. Es wird auch gegen Dysenterie eingenommen.“
  • „Stratioton chiliophyllon … Sie ist aber auch eine sehr wohltuende Pflanze bei Blutungen, alten und frischen Geschwüren und bei Fisteln.“

Plinius schrieb in seiner Naturalis historia: „Auch Achilleus, der Schüler des Chiron, entdeckte eine Pflanze, mit der man Wunden heilt – sie wird deshalb Achilleios genannt -, und er soll damit den Telephos wiederhergestellt haben.“

Der im Mittelalter vom 4. Bis zum 12. Jh. auch in der nordeuropäischen Schulmedizin maßgebliche Pseudo-Apuleius nannte im Kapitel „Millefolium“ folgende Wirkungen der Schafgarbe: 1. Die Wurzel gegen Zahnschmerz. 2. Das Kraut in Fett zertrieben als Auflage zur Heilung von Schnitt- und Stichwunden („vulnera de ferro facta"). 3. Das Kraut mit Butter zerrieben als Auflage gegen Schwellungen („tumores“). 4. Das Kraut mit Essig getrunken gegen Probleme beim Wasserlassen („urinae difficultates“).

Hildegard von Bingen übernahm in ihrer Physica die Angaben früherer Autoren zur Wundheilung der von ihr „Garwa“ genannten Schafgarbe und fügte als weitere Indikation „Dreitagefieber (tertiana febris)“ hinzu. Die „Garwa“ sollte zusammen mit „Polypodium“ ( gewöhnlichem Tüpfelfarn) in Wein gekocht werden und das Durchgesiebte dem Kranken vor dem erwarteten Anfall eingegeben werden.

Eine Elsässer Handschrift aus dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts fügte den bekannten Anwendungen der Schafgarbe zwei neue Anwendung hinzu: „Garwel wasser ist gut getruncken fur die wurme vnd ist gut getruncken dem der sine varwe verloren het von blutende.“[10] In seinem Kleinen Destillierbuch (1500) schrieb Hieronymus Brunschwig, dass „filipendula“ (= kleines Mädesüß) von vielen „wild garb“ genannt werde. [11][12] [13][14][15][16][17][18][19][20][21][22]

Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Schafgarbe in Deutschland - insbesondere von den Hallenser Klinikern Georg Ernst Stahl und Friedrich Hoffmann - gern verschrieben. Aus französischer Perspektive berichtete dazu der Pariser Kliniker Jean-Louis-Alibert in seinen „Nouveaux éléments de thérapeutique et de matière médicale“ aus dem Jahre 1804:

  • „Über Substanzen welche die Medizin aus dem Pflanzenreich bezieht, um auf die fibrilläre Kontraktilität des Magens und der Eingeweide einzuwirken. Mille-Feuille. Herba et Flores Millefolii. … Stahl und einige seiner Schüler haben den Gebrauch der Schafgarbe bei nervöser Atonie sehr empfohlen. Sie versichern, dass sie einige gute Wirkungen bei passiven Hämorrhagien habe, und Hoffmann, der eine Dissertation über diese Pflanze geschrieben hat, führt mehrere Beobachtungen von alten Autoren über diese Erkrankungen an, und einige eigene, wobei er zum Schluss kommt, dass die Schafgarbe erfolgreich angewendet wurde. Die Autoren, die über die Schafgarbe geschrieben haben, bevorzugen sie bei konstitutionellen Leukorrhoen, bei Koliken mit Blähungen, bei Hypochondrie etc. Man verordnet sie kaum in den Pariser Hospitälern und ich selbst habe keine Versuche mit dieser Pflanze angestellt. ...“ [23]

Im Jahre 1883 reihte der Göttinger Pharmakologe Theodor Husemann[24] die Schafgarbe in die Kategorie „Plastica, plastische Mittel. … Plastica amara, bittere Medikamente" ein.[25].:

  • „In der Schafgarbe sind ein eigentümlicher, als Achillein bezeichneter Bitterstoff, der sich leicht in Wasser, schwierig in Alkohol löst …, und ein blaues ätherisches Oel vorhanden. Das Achillein soll zu 0,5 Kältegefühl und Schwere im Epigastrium, zu 1,25-5,0 in geteilten Dosen Appetitvermehrung und bei der Diastole etwas Unregelmässigkeit des Pulses hervorbringen und zu 2,0-4,0 bei Intermittens und chronischen Leber- und Milztumoren und als Stomachicum (verdauungsbeförderndes Magenreizmittel) günstiges leisten (Puppi). Sowohl der Bitterstoff als das ätherische Oel finden sich weit reichlicher in den früher offizinellen Schafgarbenblüten, als in dem ebenfalls offizinellen Schafgarbenkraut, welches deshalb auch minder stark riecht, dagegen einen grossen Reichtum von Chlorüren, Phosphaten und Nitraten, namentlich Kalisalzen darbietet und daher auch zu Frühlingskuren sich vorzüglich eignet. … Jetzt benutzt man den sogenannten Schafripptee zu 15,0-30,0 pro die im Aufguss bei Hämorrhoiden und Amenorrhoe.“

In seinem Handbuch „Die Nebenwirkungen der Arzneimittel“, 2. Aufl., Berlin 1893, S. 728, schrieb der Pharmakologe Louis Lewin unter der Rubrik Stomachica – Alcalina:

  • „Achillea millefolium. Das blühende Kraut der Schafgarbe ist seit Jahrtausenden im Gebrauch. Jetzt findet es nur noch bei Menstruationsstörungen, Menstrualkolik und hin und wieder gegen Lungenblutungen im Aufguss zu 15-30 g : 150 Wasser Verwendung. Es wirken in ihm, so lange es frisch ist, der Bitterstoff Achillein und ein ätherisches Oel. Nach Gebrauch von Infusen wurden einige Male Ausschläge beobachtet. Dieselben erstreckten sich über den ganzen Körper und stellten unerträglich juckende, kleine, bis erbsengroße, bald eitrig werdende Bläschen dar, die nach einigen Tagen eintrockneten. Große Gaben der Droge können Schwindel und Betäubung entstehen lassen.“

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Gattungsname Achillea geht auf Achilles, den sagenhaften Helden des trojanischen Krieges zurück, der die Pflanze als Droge entdeckt und zur Wundheilung verwendet haben soll (Ilias, 11. Gesang, Vers 822ff.), während der Artname millefolium (= Tausendblatt) auf die fein zerteilte Blattspreite anspielt.

Weitere bekannte Namen sind: Achilleskraut, Blutstillkraut, Gänsezungen, Grützblume, Kachel, Zangeblume, Feldgarbenkraut, Grundheil.

Darüber hinaus bestehen bzw. bestanden auch die häufig nur regional gebräuchlichen Bezeichnungen Achillenkraut, Barbune (mittelhochdeutsch), Bauchwehkraut (Österreich o. d. Ems.), Wilder Bienenpfeffer, Bolick, Dusendblad (Oldenburg, Ostfriesland, mittelniederdeutsch), Edelgarb, Fasankraut (Österreich), Fase, Feldgarbe, Gabl (mittelhochdeutsch), Gachheil (mittelhochdeutsch), Gachelkraut (Österreich), Gahrl (mittelhochdeutsch), Gärwel (mittelhochdeutsch), Gahel (mittelhochdeutsch), Garawa (althochdeutsch), Garb (mittelhochdeutsch), Garbe (mittelhochdeutsch), Garbenkraut, Garbewurz (Schweiz), Garwa (althochdeutsch), Garwe (mittelhochdeutsch), Garwel (mittelhochdeutsch), Graue Genge, Gerbel, Gertel (mittelhochdeutsch), Gerwel, Gliedkraut, Gollenkraut (Salzburg), Gor (Siebenbürgen), Gotteshand (Österreich), Gransine (mittelhochdeutsch), Graw (mittelhochdeutsch), Grensing (Göttingen), Grillenkraut (Salzburg), Grünsingkraut, Grüttblom (Mecklenburg), Guer (Siebenbürgen), Harwe (althochdeutsch), Hasenschardele (Loccum, mittelniederdeutsch), Heil allen Schaden (Straßburg), Herigottruckenkraut (Österreich), Reine Jase (Sachsen), Judenkraut, Jungfrauaugbroen, Jungfrauenaug, Jungfraukraut, Kachl (Kärnten), Kachelkraut (Kärnten), Karbe, Karpenkraut, Karwekraut (Schlesien), Katzenkraut (Eifel, Dreis), Katzenagel (mittelhochdeutsch), Katzenschwanz (Eifel), Katzenohl (Eifel), Kelke (Mark Brandenburg), Kerbel (mittelhochdeutsch), Kervele (mittelhochdeutsch), Lämmlizungen (Graubünden, St. Gallen), Margarethenkraut (Österreich), Mannsleuterl, Poorblöme (Spiekeroog), Quer (Siebenbürgen), Rälk (Münsterland), Reinfase, Weiss Reinfaren, Relicken, Relek (Bremen, Unterweser), Releke (Hannover), Relik (Sachsen), Relitz (Altmark), Rels (Fallersleben), Rippel (Schlesien), Weiss Reinfert (Kaisd in Siebenbürgen), Röhlk (Mecklenburg, Norddithmarschen, Helgoland), Röhlke (Hamburg), Röleke (Mecklenburg), Rölitz (Altmark), Rölk (Holstein, Mecklenburg), Rölken (Pommern, Bremen, Unterweser), Rötlich (Grafschaft Mark), Rohlegg (Oldenburg), Rohlei (Oldenburg), Roleg (Bremen, Unterweser), Roleggen (Münsterland), Rolegger (Münsterland), Rolick (niederdeutsch), Rolyk (mittelhochdeutsch), Rülkers (Wangeroog), Rüppel, Rulk (Münsterland), Sachfrist, Sägkraut, Schabab, Schabgrab (mittelhochdeutsch), Schapfgerwe, Schafgarbe (Schweiz), Schaffgarbe (mittelhochdeutsch), Schafkarwe (Schlesien), Schafrippe, Schafschier, Schafzunge (Eifel, Daun), Schapgarbe (Göttingen), Schapgarwer (Mecklenburg, Ostfriesland), Schenken, Schiufkraut (Siebenbürgen), Schnitzelquäck (Eifel, Altenahr), Schofgarb (mittelhochdeutsch), Schweinbauch, Schelkraut (Werfen), Tausendaugbraun, Tausendblatt (Pommern), Tausendplat (mittelhochdeutsch), Tausendspalt (mittelhochdeutsch), Tusendblat (mittelniederdeutsch), Tusendplat (mittelniederdeutsch), Wuntkrut und Zeiskraut.[26]

Bilder[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Manfred A. Fischer (Red.): Exkursionsflora für Österreich. 2005, S. 898ff.
  2. a b Monographie der Kommission E; Bundesanzeiger Nr. 22a vom 1. Februar 1990. Text hier einsehbar.
  3. a b E. Teuscher: Biogene Arzneimittel. 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 1997. ISBN 3-8047-1482-X. S. 250 f.
  4. a b Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis - Band 2 (Hrsg.: F. von Bruchhausen), 5. Auflage, Springer Verlag 1992, S. 48 ff.
  5. a b T. Dingermann, K. Hiller, G. Schneider, I. Zündorf: Schneider Arzneidrogen. 5. Auflage. Elsevier, 2004. ISBN 3-8274-1481-4. S. 233 f.
  6. Akram M.: Minireview on Achillea millefolium Linn. J Membr Biol., 9. September 2013, abgerufen am 10. Juni 2014 (Wissenschaftliche Publikation).
  7. Dieter Schittenhelm: Schafgarbe, Darstellung der Website naturmedizin.lauftext.de, abgerufen am 13. Oktober 2013
  8. Li Y, Zhang ML, Cong B, Wang SM, Dong M, Sauriol F, Huo CH, Shi QW, Gu YC, Kiyota H.: [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21821943 Achillinin A, a cytotoxic guaianolide from the flower of Yarrow, Achillea millefolium.] Biosci Biotechnol Biochem., 9. August 2011, abgerufen am 10. Juni 2014 (Wissenschaftliche Publikation).
  9. E. Prinz: "Färberpflanzen - Anleitung zum Färben, Verwendung in Kultur und Medizin" Verlag Schweizerbart, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-510-65258-7, S.53.
  10. Frankfurt, ms. Germ. Qu. 17, Bl. 344rb. [1]
  11. Dioskurides. Materia medica. (1. Jh.) Nach: Julius Berendes. Des Pedanios Dioskurides aus Anazarbos Arzneimittellehre. Stuttgart 1902, Buch IV, Kapitel 36: Achilleios; Buch IV, Kapitel 101: Stratiotes chiliophyllos.
  12. Plinius. Naturalis historia. (1. Jh.) (Ausgabe König), Buch XXV, § 42.
  13. Galen (2. Jh.). De simplicium … . Buch VII, Kapitel XII/29 (Nach Kühn 1826, Bd. XII, S. 81): Millefolium.
  14. Pseudo-Apuleius. (5. Jh.) (Nach Howald/Sigerist 1929) Kap. 89: Herba millefolium
  15. Hildegard von Bingen. Physica. (12. Jh.) Buch I, Kapitel 113: Garwa.
  16. Galgant-Gewürz-Traktat. (13./14. Jh.) Cpg 620 Blatt 90v-91r: Tausent pleter. Digitalisat.
  17. Nikolaus Frauenlob. Arzneibuch. (15. Jh.): Millefolium. Handschriftencensus. Frauenlob, Nikolaus: Arzneibuch. Cpg 583, Blatt 28r. Digitalisat; Cpg 666, Blatt 113r-v. Digitalisat.
  18. Herbarius. Mainz 1484. Kapitel 85: Millefolium. Digitalisat Ausgabe Mainz 1484. Digitalisat Ausgabe Passau 1485.
  19. Gart der Gesundheit. Mainz 1485. Kapitel 254: Millefolium, Garb.
  20. Hieronymus Brunschwig. Kleines Destillierbuch (1500), Blatt 54r: Garben.
  21. Otto Brunfels. Kräuterbuch, deutsch. (1537), S. 21: Garb. Digitalisat.
  22. Hieronymus Bock. Kräuterbuch. (1539). Teil I, Kapitel 160: Gerwel, Schafryp, Garb.
  23. Zitiert nach der 2. Auflage 1817, Bd. 1, S. 137.
  24. 2. Auflage seines „Handbuch der gesammten Arzneimittellehre“, S. 661
  25. Husemann 1883, S. 643: Plastica. Diese Klasse umfasst die bei Schwächezuständen benutzten Medikamente, welche früher insgemein unter der Bezeichnung Tonica oder Roborantia zusammengefasst wurden.
  26. Carl Jessen, Die deutschen Volksnamen der Pflanzen, Verlag von Philipp Cohen Hannover 1882, Seite 6 f.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred A. Fischer (Red.): Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien