Geminos von Rhodos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Geminos von Rhodos († 1. Jahrhundert v. Chr. in Rhodos), in latinisierter Form Geminus, war ein griechischer Astronom, Stoiker und Mathematiker.

Geminos war Schüler des Poseidonios. Er lebte um 70 v. Chr. in Rom, und schrieb dort die Eisagoge eis ta phainomena (übersetzt: „Einführung in die Phänomene“), eine für seine Zeit ganz besondere Leistung über die Astronomie.

Geminos nahm bereits an, dass die Fixsterne sich in verschiedenen Entfernungen von uns befinden. Möglicherweise stammt der Mechanismus von Antikythera aus Geminos von Rhodos' Hand. Von Geminos stammt die erste Erwähnung eines Erdglobus: Er verwies auf Krates von Mallos, der einen Globus entworfen hatte (vgl. Vogel (1995), S. 82).

Es gab des Weiteren ein mindestens sechsbändiges Werk zum mathematischen Denken. Das Werk ist nur aus Zitaten bekannt. Es gibt aber auch arabische Teilübersetzungen.

Der Mondkrater Geminus ist nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Differenz zwischen wahrer und mittlerer Sonnenzeit

Weblinks[Bearbeiten]