Genf

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Genf, zum gleichnamigen Kanton siehe Kanton Genf. Für die gleichnamige Lokomotive siehe unter der Baureihe SCB Ec 2/5.
Genf
Wappen von Genf
Staat: Schweiz
Kanton: Genf (GE)
Bezirk: (Der Kanton Genf kennt keine Bezirke.)
BFS-Nr.: 6621i1f3f4
Postleitzahl: 1200–1299
UN/LOCODE: CH GVA
Koordinaten: 500532 / 11732546.2000136.149985375Koordinaten: 46° 12′ 0″ N, 6° 9′ 0″ O; CH1903: 500532 / 117325
Höhe: 375 m ü. M.
Fläche: 15,9[1] km²
Einwohner: i191'557 (30. November 2013)[2]
Ausländeranteil: 48,0 % (30. November 2013)[3]
Stadtpräsident: Sami Kanaan (SP), 2014/15
Website: www.ville-geneve.ch
Blick auf Genf vom Mont Salève

Blick auf Genf vom Mont Salève

Karte
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Über dieses Bild
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Offizielles Logo der Stadt Genf

Genf (schweizerdeutsch Gämf/Gänf, französisch Genève [ʒənɛv, ʒnɛv], frankoprovenzalisch Zeneva [ðəˈnɛva, ˈzɛnəva], italienisch Ginevra, rätoromanisch Genevra) ist eine Stadt und politische Gemeinde sowie der Hauptort des gleichnamigen Kantons Genf in der Schweiz.

Die Stadt ist der südwestliche Zipfel der französischsprachigen Schweiz (Romandie) am Ausfluss der Rhone aus dem Genfersee und liegt in der Genferseeregion. Mit seinen rund 195'000 Einwohnern ist Genf nach Zürich die zweitgrösste Stadt der Schweiz. Mit 48,0 Prozent[4] Ausländern zählt Genf – neben Leysin (62 %), Kreuzlingen (53 %), Pregny-Chambésy (52 %) und Spreitenbach (51 %) – zu den Städten mit hohem Ausländeranteil. Die Bevölkerungsdichte beträgt durchschnittlich knapp 12'300 Einwohner pro Quadratkilometer. Die Metropolregion Genf-Lausanne ist ein erweiterter Ballungsraum und hat 1,2 Millionen Einwohner.

Die Stadt Genf ist Sitz vieler internationaler Organisationen, darunter UNO, CERN, IKRK, WHO, IAO, IOM, ISO, ITU, WIPO, WMO, WOSM, WTO und UNHCR. Zudem ist Genf nach Zürich der zweitgrösste Finanzplatz der Schweiz, gefolgt von Lugano.

Seit Jahren wird Genf neben Zürich als eine der Städte mit den teuersten Lebenshaltungskosten[5] und mit höchster Lebensqualität[6] weltweit geführt. Seit 2012 gilt Genf als drittteuerste Stadt der Welt, hinter Zürich und Tokio.[7]

Stadtviertel[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet setzt sich aus den vier Stadtteilen (französisch Sections) Cité, Plainpalais, Eaux-Vives und Petit-Saconnex zusammen. Die drei letzten entsprechen den 1930 eingemeindeten Gemeinden. Die Stadtteile sind weiter in sogenannten Quartiers untergliedert:

Stadtteil Quartier Nr. BFS-Code Quartiere von Genf
Cité Cité – Centre 1 6621001
St-Gervais – Chantepoulet 2 6621002
Délices – Grottes – Montbrillant 3 6621003
Pâquis 4 6621004
Plainpalais Champel 11 6621011
La Cluse 12 6621012
Jonction 13 6621013
Bâtie – Acacias 14 6621014
Eaux-Vives Eaux-Vives – Lac 21 6621021
Florissant – Malagnou 22 6621022
Petit-Saconnex Sécheron 31 6621031
O.N.U. 32 6621032
Grand-Pré – Vermont 33 6621033
Bouchet – Moillebeau 34 6621034
Charmilles – Châtelaine 35 6621035
St-Jean – Aire 36 6621036
Panorama der Stadt mit Jet d’eau (Wahrzeichen), Mont Blanc und Kathedrale vom Rive Droite (Pâquis) aus
Panorama von Genf vom Salève aus gesehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Genf war in der Keltenzeit eine befestigte Grenzstadt der Allobroger gegen die Helvetier. Der erstmals in Caesars De bello Gallico bezeugte Ortsname (58 v. Chr. Genava[8]) wird traditionell auf keltisch *gen- «Mund» zurückgeführt, wahrscheinlicher ist jedoch eine Herleitung von indogermanisch-präkeltisch *genu-, *gneu- «Knie, Ecke, Winkel».[9]

Genf gelangte um 120 v. Chr. unter die Herrschaft der Römer. Zur Zeit des Römischen Reiches diente es als Brückenkopf, von 400 bis 1536 war es ein Bischofssitz. Im fünften und neunten Jahrhundert fungierte es zudem als Sitz der burgundischen Könige. Im Jahr 563 wurden beim Tauredunum-Ereignis, einem Tsunami im Genfer See, viele Einwohner getötet.

Seit dem 10. Jahrhundert hat der Genfer Bischof eigene Silbermünzen prägen lassen. Ab dem Jahr 1026 gehörte Genf zum burgundischen Reichsteil des Heiligen Römischen Reichs, innerhalb dessen es ein bischöfliches Territorium wurde. Am 1. August 1034 wurde der Erwerb Burgunds durch Konrad II. (HRR) in der Genfer Kathedrale gefeiert. Der Rechtsbezirk des Bischofs wurde gegenüber den Ansprüchen des Grafen von Genf in der Urkunde Placitum de Seyssel von 1124 umschrieben.[10] 1162 verlieh Friedrich I. (HRR) dem Bistum Unabhängigkeit und Reichsunmittelbarkeit. Im 13. Jahrhundert wurde Genf eine bedeutende Messestadt, was dem städtischen Bürgertum mehr Einfluss brachte.[11] Der Genfer Bischof verlieh der Stadt Genf 1387 verschiedene Freiheitsrechte wie das Bürgerrecht. 1467 gewährten die Savoyer den Genfern Handelsfreiheit auf ihrem Territorium. Bischof Antoine Champion versammelte im Jahr 1493 etwa 500 Priester in der Kirche St Pierre und prangerte den lasterhaften Lebenswandel der Geistlichen an:

«Die dem Dienste Gottes gewidmeten Menschen müssen sich durch ein reines Leben auszeichnen; nun aber haben sich unsere Priester allen Lastern ergeben und führen ein verruchteres Leben als die übrige Herde. Die einen tragen offene Kleider, die anderen setzen Kriegerhelme auf, ziehen rote Kasaken oder Kürasse an, besuchen die Märkte, frequentieren die Kneipen und Bordelle, betragen sich wie Komödianten oder umerziehende Schauspieler, leisten falsche Eide, leihen auf Pfänder und verkaufen schändlicherweise Meineidigen und Mördern Ablässe.»

Antoine Champion, Bischof von Genf, 7. Mai 1493: Merle d’Aubigné: Von Hugenotten und Mammelucken.[12]

1526 trat Genf einem Städtebund zusammen mit Bern und Freiburg bei. Im Jahr 1536 folgte die Reformation und Ausrufung der unabhängigen Republik Genf. Die Stadt selbst wurde zugewandter Ort der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der französische Reformator Johannes Calvin gründete im Jahr 1559 die Genfer Akademie, die heutige Universität Genf. Im Vertrag von Saint Julien 1603 erkannte Savoyen die Unabhängigkeit von Genf an.[13]

Im Jahr 1781 errangen Bürgertum und Arbeiterschaft die Vorherrschaft, woraufhin eine repräsentativ-demokratische Verfassung angenommen wurde, bevor im Jahr darauf mit Hilfe bernisch-savoyischer Truppen das Patriziat erneut die Macht ergriff und viele Industrielle als Exponenten des Bürgertums in die Emigration gingen. Am 15. April 1798 wurde Genf von Frankreich annektiert, war in den Jahren 1799 bis 1804 Teil der Ersten Französischen Republik (1799–1804) und bis zum Jahr 1813 als Hauptort des Kantons Genf in das Erste Französische Kaiserreich integriert. Diese Periode endete mit der Befreiung durch Österreich, im Rahmen der Freiheitskriege gegen Napoléon.

1 Sol von 1825
5 Francs von 1848

Im Jahr 1814 wurde die Stadtrepublik Genf ausgerufen, im folgenden Jahr wurde die Stadt schweizerisch und Hauptstadt des neugebildeten gleichnamigen Kantons Genf. Im Jahr 1864 wurde Genf Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, 1873 wurde die Universität Genf gegründet. Von 1920 bis 1946 war Genf Sitz des Völkerbundes.

Im Jahr 1931 wurden die früheren Gemeinden Eaux-Vives, Le Petit-Saconnex und Plainpalais mit der Stadt Genf fusioniert. Am 9. November 1932 kam es zu einem Massaker («Blutnacht von Genf»), als Soldaten 13 antifaschistische Demonstranten erschossen und 60 schwer verletzten.

Jährlich am 12. Dezember wird mit der Escalade de Genève die misslungene Eroberung durch Savoyen im Jahre 1602 gefeiert.

Die Stadtrepublik Genf prägte bis zum Jahr 1850 ihre eigenen Münzen. Dies waren für eine gewisse Zeit, wie in Frankreich lange Zeit üblich, Sols unterteilt in Centimes, danach wurden Franc geprägt.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen des Kantons und der Stadt Genf

Das Genfer Wappen stellt die Verbindung des Bischofs (Schlüssel von Sankt Peter) und der Freien Reichsstadt (Reichsadler) dar. Es tauchte zum ersten Mal im 15. Jahrhundert auf.

Die Blasonierung des Wappens lautet: «Gespalten, vorn in Gold ein rot gekrönter, gezungter und bewehrter schwarzer halber Adler am Spalt; hinten in Rot ein goldener Schlüssel mit Vierpassreite und mit geradem Taukreuzeinschnitt im linksgewendeten Bart.»

Bevölkerung[Bearbeiten]

Eine Stadt in der Verschiedenheit der Identitäten, Kulturen und Kompetenzen

Genf war bis 1870 die bevölkerungsreichste Stadt der Schweiz. Diesen Platz hat mittlerweile die Stadt Zürich übernommen. Am 30. November 2013 zählte die Stadt Genf 191'557 Einwohner. Die Agglomeration Genf wird alle zehn Jahre anlässlich der Volkszählung neu festgelegt und umfasste im Jahr 2007 471'314 Einwohner respektive landesübergreifend mit Frankreich 780'000 Einwohner. Der Ausländeranteil belief sich am 30. November 2013 auf 48,0 Prozent (93'765 Einwohner).[4] Dies erklärt sich insbesondere durch die Anzahl der internationalen Organisationen in der Stadt. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte lag am 30. November 2013 bei 12'275 Einwohnern pro Quadratkilometer.[4][1] Der erweiterte Ballungsraum, die Metropolregion Genf-Lausanne, zählt 1,2 Millionen Einwohner.

Religionen[Bearbeiten]

Mit 49.2 % bekennt sich knapp die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren zum christlichen Glauben. Mit 34.2 % sind die Angehörigen der römisch-katholischen Kirche am zahlreichsten, 8.8 % gehören der evangelisch-reformierten Kirche und damit der Église Protestante de Genève an, 6.2 % anderen christlichen Glaubensgemeinschaften. 38.0 % sind konfessionslos, 6.1 % gehören islamischen Glaubensgemeinschaften und 1.6 % jüdischen Gemeinschaften an.[14]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Zeitweilige Bewohner[Bearbeiten]

Eingang zum Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum

Politik[Bearbeiten]

Legislative[Bearbeiten]

12
11
16
7
14
11
2
7
12 11 16 14 11 
Von 80 Sitzen entfallen auf:

Die gesetzgeberische Gewalt wird durch den Gemeinderat (Conseil municipal) wahrgenommen. Er zählt 80 Sitze und wird alle vier Jahre direkt vom Volk in einem Proporzwahlverfahren mit einer 7-Prozent-Hürde gewählt. Der Gemeinderat bestimmt das Stadtbudget und stimmt über Vorlagen der Stadtregierung (Conseil administratif) ab. Ausserdem kann er selber Vorstösse lancieren. Die rechts stehende Grafik zeigt die momentane Sitzverteilung des Stadtparlaments (Stand: Juli 2012).[15]

Exekutive[Bearbeiten]

Die Stadtregierung (Conseil administratif, CA) besteht aus fünf gleichberechtigten Mitgliedern, die alle vier Jahre vom Volk in einer Majorzwahl einzeln gewählt werden. Das Amt des Stadtpräsidenten (maire) wechselt jährlich im Turnus zwischen den Regierungsmitgliedern. Ab dem 1. Juni 2013 ist die Stadtregierung wie folgt zusammengesetzt:[16]

Regierungsmitglied Partei im Amt Departement Bemerkung
Sami Kanaan SP seit 2011 Kultur- und Sportdepartement Stadtpräsident 2014/15
Esther Alder GPS seit 2011 Sozialdepartement Vizepräsidentin 2013/14 und 2014/15
Rémy Pagani Linke Alternative seit 2007 Bau- und Anlagendepartement Stadtpräsident 2009/10 und 2012/13
Sandrine Salerno SP seit 2007 Finanz- und Wohndepartement Stadtpräsidentin 2010/11 und 2013/14, Vizepräsidentin 2012/13
Guillaume Barazzone CVP seit 2012 Umwelt- und Sicherheitsdepartement

Im Amtsjahr 2013/14 standen erstmals zwei Frauen, Sandrine Salerno und Esther Alder, zuoberst der Stadtregierung.

Volksrechte[Bearbeiten]

Das aktive Wahlrecht haben alle in der Stadt Genf wohnhaften Schweizer Bürger sowie ausländische Bürger, die seit mindestens acht Jahren in der Schweiz wohnhaft sind.[17] Diese Regelung gilt seit 2005, als eine entsprechende kantonale Volksinitiative angenommen wurde. Das passive Wahlrecht ist weiterhin Schweizer Bürgern vorbehalten.

Mit den Unterschriften von fünf Prozent der Wahlberechtigten kann eine Volksabstimmung über einen Beschluss des Gemeinderates (Referendum) erzwungen oder ein eigener Vorschlag (Volksinitiative) eingereicht werden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Als Heimat bekannter Luxusuhrenhersteller wie Rolex (Hauptsitz), Omega SA, Patek Philippe, Vacheron Constantin oder Baume & Mercier ist Genf eine der wichtigsten Uhrenstädte der Welt. Bekannt sind die vom heimischen Handwerk eingeführten Qualitätsmerkmale wie Genfer Siegel (Poinçon de Genève) und Genfer Streifen (Côtes de Genève, Filets).[18] Ausserdem haben zahlreiche multinationale Unternehmen wie Procter & Gamble und Ralph Lauren ihren (europäischen) Hauptsitz in Genf. Über 28.000 Menschen arbeiten direkt für die in Genf ansässigen 30 internationalen Organisationen und die 172 akkreditierten Missionen; der Beitrag an der Wirtschaftsleistung des Kantons beträgt 9,2 Prozent.[19]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Genève-Cornavin «Cornavin» (1927–1933)

Mit dem Bahnhof Genève-Cornavin ist Genf gut ins europäische Schienennetz eingebunden. Von dem Kopfbahnhof Gare des Eaux-Vives besteht zudem eine Bahnverbindung nach Annemasse. Die zukünftige Bahnstrecke Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse (CEVA), in Bau seit 1995, wird diese beiden Netze verbinden. Genf verfügt über eine Verladestelle für Autoreisezüge.[20]

Im Genfer Vorort Cointrin liegt der zweitgrösste Flughafen der Schweiz, der Aéroport International de Genève.

Genf wird von der Schweizer Autobahn A1 und den französischen Autobahnen A40 und A41 bedient.

Der öffentliche Personennahverkehr wird in der Stadt durch die Transports Publics Genevois (TPG) abgewickelt, diese betreiben auch die Strassenbahn Genf mit vier Linien und den Trolleybus Genf mit sechs Linien. Ferner ist Genf durch die Personenschifffahrt auf dem Genfersee mit zahlreichen Uferorten des Genfersees verbunden.

Wegen der engen Platzverhältnisse und dem stetigen Wachstum der Stadt sind die Verkehrswege stark überlastet. Die Mobilitätsfrage gehört neben der Wohnungsnot zu den dringendsten Problemen von Stadt und Kanton Genf. Versuche, dem drohenden Verkehrskollaps Abhilfe zu schaffen, beispielsweise durch eine Brücke oder einen Tunnel zur Seequerung, scheiterten bisher insbesondere an den politischen Auseinandersetzungen zwischen der Stadt- und Kantonsregierung.[21]

Messen[Bearbeiten]

Im Messekomplex Palexpo werden zahlreiche Publikumsmessen und Fachmessen organisiert. Die wichtigsten internationalen Messen sind:

Kunsthandel[Bearbeiten]

Das Metropolitan Museum of Art hat 2006 im Zentrum von Genf ein neues Büro eingerichtet, das als Kontaktstelle für Sammler und Künstler dienen soll. In der Rhonestadt gibt es 120 Galerien und ein Zollfreilager, das wegen der dort zwischengelagerten Kunstwerke als grösstes Museum der Welt gilt.[22]

Kunst, Kultur[Bearbeiten]

Altes Hauptgebäude der Universität

Schulen, Hochschulen[Bearbeiten]

Wie jeder Schweizer Kanton hat der Kanton Genf sein eigenes Schulsystem. Es bestehen Primarschulen, untere Sekundarschulen (Cycle d’Orientation, Orientierungsschule), elf vierjährige Gymnasien (davon acht auf dem Stadtgebiet: Collège Calvin, Collège de Candolle, Collège Rousseau, Collège Sismondi, Collège Voltaire, Collège Nicolas-Bouvier, Collège Emilie-Gourd und Collège André-Chavannes) und andere Schulen der Sekundarstufe II.

Die Fachhochschule Westschweiz (Haute école spécialisée de Suisse occidentale) ist hier als Zentralhochschule vertreten mit den Hochschulen für Kunst und Design, Landschaftsplanung, Ingenieurberufe und Architektur, Business Administration, Gesundheit, Sozialarbeit und Musik.

Die Universität Genf wurde 1559 gegründet. Aus autonomen Universitätsinstituten wurde 2008 das Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung gebildet. Daneben existiert eine Vielzahl kleinerer Privatuniversitäten, wie die International University in Geneva und die Webster University Geneva.[23]

Museen[Bearbeiten]

Musée d’art et d’histoire (Kunst- und Geschichtsmuseum)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wahrzeichen der Stadt – Jet d’eau (Fontäne)

Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Genf vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 2000 den Wakkerpreis.

Sport[Bearbeiten]

Nationale und internationale Bekanntheit erlangte die Stadt Genf im Sport unter anderem durch den Fussballverein Servette FC Genève, der 17-mal den Schweizer Meistertitel erringen konnte, sowie durch das Eishockeyteam Genève-Servette HC. Eine örtliche Grossveranstaltung ist der jährliche Genf-Marathon.

Darüber hinaus ist Genf auch der Start- und Endpunkt der Segelregatta Bol d’Or sowie der Regatta rund um den Genfer See für Ruderboote, die jeweils auf dem Genfersee ausgetragen werden.

Preise[Bearbeiten]

Die Stadt Genf vergibt seit 1947 alle vier Jahre Preise an Personen die zur Ausstrahlung der Stadt in Kultur und Wissenschaft beigetragen haben (Prix de la Ville de Genève).

Die Stadt Genf verleiht seit 1997 jährlich zwei Preise für Comics, siehe: Preis der Stadt Genf für Comics.

Küche[Bearbeiten]

Marmite d’Escalade

Genfer Spezialitäten sind die Longeole (Genfer Saucisson) und der Cardon épineux de Plainpalais, die beide vom Bundesamt für Landwirtschaft als AOC bzw. Geschützte Herkunftsbezeichnung zertifiziert wurden; daneben auch das Entrecôte Café de Paris.

Zur Escalade werden traditionell aus Schokolade geformte Töpfe mit Marzipanfüllung verzehrt, die Marmites d’Escalade.

Internationale Organisationen[Bearbeiten]

Vereinte Nationen in Genf
Internationales Viertel Genf

In Genf haben sich 25 internationale Organisationen niedergelassen, darunter die folgenden:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Klimatabelle[Bearbeiten]

Genf
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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15
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79
 
8
2
 
 
75
 
5
-1
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Weltorganisation für Meteorologie[24], wetterkontor.de[25]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Genf
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,7 5,9 9,8 13,9 18,4 22,2 25,3 24,4 20,8 14,9 8,4 4,5 Ø 14,4
Min. Temperatur (°C) −1,9 −0,9 0,8 4,1 8,0 11,3 13,3 13,0 10,3 6,6 2,1 −0,5 Ø 5,5
Niederschlag (mm) 69 70 68 56 66 77 58 68 70 66 79 75 Σ 822
Sonnenstunden (h/d) 1,6 2,7 4,2 5,4 5,8 7,1 8,2 7,3 6,2 3,7 2,0 1,4 Ø 4,6
Regentage (d) 10 9 10 9 11 10 8 9 8 8 10 10 Σ 112
Luftfeuchtigkeit (%) 82 77 72 69 70 67 64 67 73 79 79 81 Ø 73,3
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,7
−1,9
5,9
−0,9
9,8
0,8
13,9
4,1
18,4
8,0
22,2
11,3
25,3
13,3
24,4
13,0
20,8
10,3
14,9
6,6
8,4
2,1
4,5
−0,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
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r
s
c
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g
69
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68
56
66
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58
68
70
66
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Weltorganisation für Meteorologie[24], wetterkontor.de[25]

Feststehende, mit Genf verbundene Begriffe[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Genf – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Genf

Literatur[Bearbeiten]

  • Martine Piguet: Genf (Gemeinde) im Historischen Lexikon der Schweiz.
  • Jacques Barrelet: Eaux-Vives, Les im Historischen Lexikon der Schweiz.
  • Philippe Broillet, Isabelle Brunier et alii: Les monuments d’art et d’histoire du Canton de Genève. La Genève sur l’eau, Band I. Wiese Verlag, Basel 1997, ISBN 3-909164-61-7 (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 89).
  • Philippe Broillet, Isabelle Brunier et alii: Les monuments d’art et d’histoire du Canton de Genève. Genève, Saint Gervais: du Bourg au Quartier, Band II. m+h, Chêne–Bourg 2001, ISBN 3-906131-01-7 (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 97).
  • Matthieu de La Corbière, Isabelle Brunier et alii: Les monuments d’art et d’histoire du Canton de Genève. Genève, Ville forte, Band III. Marti Media Ag Hinterkappelen 2010, ISBN 978-3-906131-92-4 (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 117).

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Genf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Genf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Genf – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Genf – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bundesamt für Statistik
  2. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Population résidante du canton de Genève, selon l'origine et le sexe, par commune, en novembre 2013 (XLS, 295 kB). Office cantonal de la statistique (OCSTAT). Republik und Kanton Genf. Abgerufen am 27. Dezember 2013.
  4. a b c Population résidante du canton de Genève, selon l’origine et le sexe, par commune, en novembre 2013 (XLS, 295 kB). Office cantonal de la statistique (OCSTAT). Republik und Kanton Genf. Abgerufen am 27. Dezember 2013.
  5. Teuerste Städte der Welt zum Leben: Genf (Rang 4) und Zürich (Rang 6), Forbes Magazine
  6. Mercer’s 2011 Quality of Living ranking highlights – Global, abgerufen am 3. Dezember 2011
  7. Jetzt ist Zürich die teuerste Stadt der Welt, Tagesschau, vom 14. Februar 2012, abgerufen am 17. Februar 2012
  8. J. Caesar, De Bello Gallico I, 6: "Extremum oppidum Allobrogum est proximumque Helvetiorum finibus Genava".
  9. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen, hg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol, Frauenfeld 2005, S. 381 f., wo beide Etymologien diskutiert werden.
  10. Andrzei Henrik Kaminski: Der Niedergang der städtischen Hoheitsrechte des Bischofs von Genf. (Zugl.: Zürich, Univ., Diss., 1947) Imprimerie Franco-Suisse, Ambilly 1947, S. 17.
  11. Andrzei Henrik Kaminski: Der Niedergang der städtischen Hoheitsrechte des Bischofs von Genf. (Zugl.: Zürich, Univ., Diss., 1947) Imprimerie Franco-Suisse, Ambilly 1947, S. 43.
  12. J.H. Merle d’Aubigné: Von Hugenotten und Mammelucken. Die Befreiung Genfs. (= Geschichte der Reformation in Europa zu den Zeiten Calvins. Bd. 1), Reformatorischer Verlag Beese, Hamburg 1996, ISBN 3-928936-08-5, S. 38.
  13. Rolf Strasser: Notizen zur Geschichte von Genf. 2007–2008 (abgerufen am: 8. Februar 2012).
  14. Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach Religionszugehörigkeit, 2012. Bundesamt für Statistik, 1. Januar 2012, abgerufen am 6. April 2014 (xls).
  15. Membres et partis. Abgerufen am 11. Juli 2012 (französisch).
  16. Présentation des membres du Conseil administratif. Stadt Genf. Vom 31. Mai 2013. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  17. Conditions pour voter. Abgerufen am 23. Oktober 2013 (französisch).
  18. Geschichte von Genf als Uhrenstadt (Watch-Wiki)
  19. Markus Häfliger: Über 300 Millionen für Uno Genf, Neue Zürcher Zeitung, 29. Juni 2013, S. 30
  20. Terminalbeschreibungen SNCF Autoreisezug (PDF-Datei; 4,0 MB)
  21. Matthias Chapman: «Genf torkelt von einem Blödsinn zum nächsten», Der Bund vom 23. Januar 2012
  22. Ghania Adamo: „Metropolitan Museum New York eröffnet Büro in Genf“, swissinfo, 10. April 2006
  23. Business School Geneva – International University in Geneva. Abgerufen am 11. Juli 2012 (englisch).
  24. Weltorganisation für Meteorologie
  25. wetterkontor.de