Gender-Symbol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Gender-Symbol [ˈdʒɛndɚ] ist ein Symbol, mit dem das genetische Geschlecht eines Lebewesens oder das soziale Geschlecht („Gender“) eines Menschen gekennzeichnet wird. Die Gender-Symbole in der Typographie sind meist entweder identisch mit astronomischen Symbolen oder von diesen abgeleitet. In der Gender-Forschung kann dieser Begriff auch Personen oder Dinge bezeichnen, wenn diese symbolhaft für bestimmte Aspekte eines sozialen Geschlechtes stehen.

Typographische Symbole[Bearbeiten]

häufige typographische Gender-Symbole[Bearbeiten]

Mars symbol.svg
Das Marssymbol, Symbol des Planeten Mars (Unicode: U+2642 ).

Symbol für das männliche Geschlecht oder einen Mann.

Venus symbol.svg
Das Venussymbol, Symbol des Planeten Venus (Unicode: U+2640 ).

Symbol für das weibliche Geschlecht oder eine Frau.

Mercury symbol.svg
Das Symbol des Planeten Merkur (Unicode: U+263F ).

Symbol für ein intersexuelles oder hermaphroditisches Lebewesen, auch für Transgender.

Male and female sign.svg
Eine Kombination aus Venus- und Marssymbol (Unicode: U+26A5 ).

Symbol vorwiegend für Intersexuelle, seltener auch für Transgender.

Gendersign.svg
Eine Kombination aus Venus- und Marssymbol mit einem zusätzlichen „Arm“ (Unicode: U+26A7 ).

Ein weiteres Transgender-Symbol; der dritte Arm repräsentiert den Transgender.

Gender-Symbole in Genogrammen[Bearbeiten]

In einem Genogramm wird nur das biologische Geschlecht dargestellt. Dort stehen ein Quadrat für männlich, ein Kreis für weiblich und ein Fragezeichen für ein unbekanntes Geschlecht.[1]

Gender-Forschung[Bearbeiten]

In der Gender-Forschung wird der Begriff „Gender-Symbole“ auch für Symbole des täglichen Lebens verwendet, die die Teilung der Arbeitswelt nach sexuellen Aspekten beschreiben. So steht etwa der Traktor in der bäuerlichen Arbeitsteilung als Symbol für den Bauer auf dem Feld, dessen Frau auf dem Hof arbeitet.[2] Gender-Symbole in diesem Sinne können nur verstanden werden, indem sie in den Kontext eines größeren Systems von Symbolen und Bedeutungen gebracht werden. Dabei spielen kulturelle Überzeugungen, Konzepte, Klassifizierungen und Annahmen eine Rolle.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ann Olga Koloski-Ostrow, Claire L. Lyons (Hrsg.): Naked Truths. Women, Sexuality, and Gender in Classical Art and Archaeology. Routledge, London u. a. 2000, ISBN 0-415-21752-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gender symbols – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anne McMurray, Jill Clendon: Community Health and Wellness. Primary Health Care in Practice. 4th edition. Elsevier Australia, Chatswood NSW 2010, ISBN 978-0-7295-3954-8, S. 417.
  2. David Morgan, Berit Brandth, Elin Kvande (Hrsg.): Gender, Bodies, and Work. Ashgate Publishing, Aldershot u. a. 2005, ISBN 0-7546-4439-1, S. 92.
  3. Sherry B. Ortner, Harriet Whitehead (Hrsg.): Sexual Meanings. The Cultural Construction of Gender and Sexuality. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1981, ISBN 0-521-28375-2, S. 2.