Gene Tierney

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Gene Tierney auf dem Cover eines U.S. Army-Magazins

Gene Eliza Tierney (* 19. November 1920 in Brooklyn, New York; † 6. November 1991 in Houston, Texas) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin. Tierney galt während der 40er Jahre als eine der schönsten Schauspielerinnen Hollywoods.

Leben[Bearbeiten]

Tierneys Vater (irische Vorfahren) war Immobilien- und Grundstücksmakler, ihre Mutter war Sportlehrerin. Mit der Hilfe ihres wohlhabenden Vaters, der eigens zur finanziellen Förderung ihrer Karriere eine Kapitalgesellschaft einrichtete, schaffte sie zunächst, nach Besuch der Miss Porter’s School, 1939 den Sprung an den Broadway. 1940 unterschrieb sie bei der Filmproduktionsgesellschaft 20th Century Fox und spielte in Rache für Jesse James ihre erste Filmrolle. Im Jahr darauf wirkte sie gleich in fünf Filmen mit.

Den Höhepunkt ihrer Popularität erreichte sie 1943 mit der Hauptrolle in dem Ernst-Lubitsch-Film Ein himmlischer Sünder. Ihre bekannteste Rolle spielte sie 1944 als vermeintliches Mordopfer in Otto Premingers Laura. Für Todsünde wurde Tierney 1946 für einen Oscar als Beste Schauspielerin nominiert.

Nach dem Scheitern ihrer Ehe mit dem Modedesigner Oleg Cassini und der Geburt einer geistig behinderten Tochter – Tierney war während der Schwangerschaft an Röteln erkrankt – begann sie, immer stärker an Depressionen zu leiden, die ihre Karriere bedrohten. Darryl F. Zanuck, Produktionschef von 20th Century Fox, wies daraufhin Regisseur Jules Dassin an, eigens eine Rolle für Tierney in dem in London gedrehten Film noir Die Ratte von Soho zu schreiben.[1] 1955 musste sie sich zur Behandlung in ein Krankenhaus begeben. Erst 1962 feierte sie in Otto Premingers Sturm über Washington ein Comeback.

Gene Tierney starb 1991 kurz vor ihrem 71. Geburtstag an einem Lungenemphysem. Sie wurde auf dem Glenwood Cemetery in Houston begraben. Auf dem Hollywood Walk of Fame erinnert ein Stern an sie.

Agatha Christies Roman Mord im Spiegel (The Mirror Crack'd from Side to Side) wurde von Tierneys Leben inspiriert.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gene Tierney – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Walsh: Jules Dassin, victim of the anti-communist witch-hunt, dies at 96, Artikel auf der World Socialist Web Site vom 3. April 2008, abgerufen am 18. Februar 2013.