Gene Wilder
Gene Wilder (* 11. Juni 1933 in Milwaukee, Wisconsin, USA; eigentlich Jerome Silberman) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der vor allem in komischen Rollen erfolgreich war.
Leben und Werk [Bearbeiten]
Gene Wilder begann seine Schauspielerlaufbahn Anfang der 1960er Jahre in Off-Broadway-Produktionen in New York. Erste Aufmerksamkeit erregte der Komiker in Broadway-Produktionen wie Das weiße Haus 1964 an der Seite von Helen Hayes. 1963 stand er gemeinsam mit Anne Bancroft, der damaligen Lebensgefährtin und späteren Ehefrau von Mel Brooks, in Bertolt Brechts Mutter Courage auf der Bühne.
1967 machte Wilder in dem erfolgreichen Gangsterfilm Bonnie und Clyde durch eine Nebenrolle auf sich aufmerksam - in dem für ihn typischen Part eines sanftmütigen Durchschnittsmannes, der mit außergewöhnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Im Jahr darauf engagierte ihn Mel Brooks für sein Filmdebüt Frühling für Hitler, mit dem ihm der Durchbruch als Filmkomiker gelang. Für seine Darstellung war er für einen Oscar nominiert, ebenso wie 1974 für seine Titelrolle in Frankenstein Junior. Hier spielte er ebenfalls unter der Regie von Mel Brooks, mit dem er auch das Drehbuch zu dem Film verfasst hatte. Mel Brooks setzte Wilder außerdem in der Westernparodie Der wilde wilde Westen (1974) ein.
Gene Wilder zählte in den 1970er und 1980er Jahren zu den beliebtesten Filmkomödianten und spielte in Streifen wie Charlie und die Schokoladenfabrik (1971), Was Sie schon immer über Sex wissen wollten (1972, unter der Regie von Woody Allen), Trans-Amerika-Express (1976) oder Ein Rabbi im Wilden Westen (1979). Zwischen 1975 und 1986 realisierte Wilder als Regisseur und Autor fünf Filmkomödien, darunter Sherlock Holmes cleverer Bruder (1975), Der größte Liebhaber der Welt (1977) und Die Frau in Rot (1984). Letztere wurde zu einem der größten Erfolge für Wilder.
Trans-Amerika-Express war die erste von vier Komödien, die Wilder zwischen 1976 und 1991 zusammen mit seinem Co-Star Richard Pryor drehte. Beide avancierten zu einem der populärsten Komikerduos dieser Zeit. Mit Filmen wie Kein Baby an Bord (1990) konnte Wilder nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen und trat ab 1993 nur noch in TV-Serien auf. Seit 2003 ist Wilder nicht mehr als TV- oder Filmschauspieler aktiv.
Von 1984 bis zu deren frühen Krebstod 1989 war Gene Wilder mit seiner Kollegin Gilda Radner verheiratet, mit der er gemeinsam in vier Filmen (Hanky Panky, Is was, Sheriff? / Blazing Saddles, Hochzeitsnacht im Geisterschloss / Haunted Honeymoon und Die Frau in Rot / The Woman in Red) auftrat. Seit 1991 ist Wilder (in vierter Ehe) mit der Kostümbildnerin Karen Boyer verheiratet.
Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten]
- 1967: Bonnie und Clyde (Bonnie and Clyde) - Regie: Arthur Penn
- 1968: Frühling für Hitler (The Producers) - Regie: Mel Brooks
- 1970: Der Traumtänzer (Quackser Fortune Has A Cousin In The Bronx) - Regie: Waris Hussein
- 1970: Die Französische Revolution fand nicht statt (Start the Revolution Without Me)
- 1971: Charlie und die Schokoladenfabrik (Willy Wonka & the Chocolate Factory) - Regie: Mel Stuart
- 1972: Was Sie schon immer über Sex wissen wollten ( Everything You Always Wanted to Know About Sex) - Regie: Woody Allen
- 1974: Der wilde wilde Westen (auch: Is' was, Sheriff?) (Blazing Saddles) Regie: Mel Brooks
- 1974: Der kleine Prinz (The Little Prince) - Regie: Stanley Donen
- 1974: Frankenstein Junior (Young Frankenstein) - Regie: Mel Brooks
- 1975: Sherlock Holmes cleverer Bruder (The Adventure of Sherlock Holmes' Smarter Brother) - Regie: Gene Wilder
- 1976: Trans-Amerika-Express (Silver Streak) - Regie: Arthur Hiller
- 1977: Der größte Liebhaber der Welt (The Worlds Greatest Lover) - Regie und Hauptrolle: Gene Wilder
- 1979: Ein Rabbi im Wilden Westen (The Frisco Kid)
- 1980: Sunday Lovers
- 1980: Zwei wahnsinnig starke Typen (Stir Crazy)
- 1984: Die Frau in Rot (Woman in Red) - Regie und Hauptrolle: Gene Wilder
- 1986: Hochzeitsnacht im Geisterschloß (Haunted Honeymoon)
- 1989: Die Glücksjäger (See No Evil, Hear No Evil)
- 1990: Kein Baby an Bord (Funny About Love)
- 1991: Das Andere Ich (Another You)
- 1999: Alice im Wunderland (Alice in Wonderland)
- 2002: Will & Grace
Weblinks [Bearbeiten]
- Gene Wilder in der Internet Movie Database (englisch)
- Biografie bei Prisma Online
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wilder, Gene |
| ALTERNATIVNAMEN | Silberman, Jerome (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 11. Juni 1933 |
| GEBURTSORT | Milwaukee |