Gene Wilder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gene Wilder (Mai 2007)
Unterschrift

Gene Wilder (* 11. Juni 1933 in Milwaukee, Wisconsin, USA; geboren als Jerome Silberman) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der vor allem in komischen Rollen erfolgreich war.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Gene Wilder begann seine Schauspielerlaufbahn Anfang der 1960er Jahre in Off-Broadway-Produktionen in New York. Erste Aufmerksamkeit erregte der Komiker in Broadway-Produktionen wie Das weiße Haus 1964 an der Seite von Helen Hayes. 1963 stand er gemeinsam mit Anne Bancroft, der damaligen Lebensgefährtin und späteren Ehefrau von Mel Brooks, in Bertolt Brechts Mutter Courage auf der Bühne. Im selben Jahr spielte er in der Bühnenfassung von Ken Keseys Roman Einer flog über das Kuckucksnest den jungen Billy Bibbit, Kirk Douglas spielte den rebellischen McMurphy.

1967 machte Wilder in dem erfolgreichen Gangsterfilm Bonnie und Clyde durch eine Nebenrolle auf sich aufmerksam - in dem für ihn typischen Part eines sanftmütigen Durchschnittsmannes, der mit außergewöhnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Im Jahr darauf engagierte ihn Mel Brooks für sein Filmdebüt Frühling für Hitler, mit dem ihm der Durchbruch als Filmkomiker gelang. Für seine Darstellung war er für einen Oscar nominiert, ebenso wie 1974 für seine Titelrolle in Frankenstein Junior. Hier spielte er ebenfalls unter der Regie von Mel Brooks, mit dem er auch das Drehbuch zu dem Film verfasst hatte. Mel Brooks setzte Wilder außerdem in der Westernparodie Der wilde wilde Westen (1974) ein.

Gene Wilder zählte in den 1970er und 1980er Jahren zu den beliebtesten Filmkomödianten und spielte in Streifen wie Charlie und die Schokoladenfabrik (1971), Was Sie schon immer über Sex wissen wollten (1972, unter der Regie von Woody Allen), Trans-Amerika-Express (1976) oder Ein Rabbi im Wilden Westen (1979). Zwischen 1975 und 1986 realisierte Wilder als Regisseur und Autor fünf Filmkomödien, darunter Sherlock Holmes cleverer Bruder (1975), Der größte Liebhaber der Welt (1977) und Die Frau in Rot (1984). Letztere wurde zu einem der größten Erfolge für Wilder.

Trans-Amerika-Express war die erste von vier Komödien, die Wilder zwischen 1976 und 1991 zusammen mit seinem Co-Star Richard Pryor drehte. Beide avancierten zu einem der populärsten Komikerduos dieser Zeit. Mit Filmen wie Kein Baby an Bord (1990) konnte Wilder nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen und trat ab 1993 nur noch in TV-Serien auf. Seit 2003 ist Wilder nicht mehr als TV- oder Filmschauspieler aktiv.

Von 1984 bis zu deren frühen Krebstod 1989 war Gene Wilder mit seiner Kollegin Gilda Radner verheiratet, mit der er gemeinsam in vier Filmen (Hanky Panky, Is was, Sheriff? / Blazing Saddles, Hochzeitsnacht im Geisterschloss / Haunted Honeymoon und Die Frau in Rot / The Woman in Red) auftrat. Seit 1991 ist Wilder (in vierter Ehe) mit der Kostümbildnerin Karen Boyer verheiratet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Gene Wilder (Oktober 1984)

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

  • 1968 Nominiert: Oscar als bester Nebendarsteller The Producers
  • 1971 Nominiert: Golden Globe Award bester Schauspieler in einem Musical oder einer Komödie Willy Wonka & the Chocolate Factory
  • 1974 Nominiert: Oscar für das beste adaptierte Drehbuch Young Frankenstein
  • 1976 Nominiert: Golden Globe Award bester Schauspieler in einem Musical oder einer Komödie Silver Streak

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gene Wilder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien