Generizität (Linguistik)

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Generizität bezeichnet in der Linguistik die Eigenschaft bestimmter Ausdrücke, so interpretiert werden zu können, dass sie Klassen von Gegenständen bezeichnen. Im Gegensatz dazu steht eine referentielle Interpretation. Generische Ausdrücke werden benutzt, um Generalisierungen über die sie bezeichnenden Klassen zum Ausdruck zu bringen. Im folgenden Beispiel aus dem Deutschen triggert die Verwendung des Nomens Autos als Nominalphrase ohne Artikel und modifizierendes Adjektiv eine generische Interpretation desselben:

Autos sind die Hauptverursacher der Luftverschmutzung.

Oft kann auch der definite Artikel im Singular eine generische Interpretation auslösen ("Das Auto ist der Hauptversucher der Luftverschmutzung.'"). Die Verwendung des Artikels in generischen Ausdrücken unterscheidet sich teilweise stark von Sprache zu Sprache. Das Französische bevorzugt zum Beispiel Nominalphrasen mit dem definiten Artikel im Plural:

Les chats mangent des souris.
Katzen fressen Mäuse.

Von inkorporierten Elementen wird gesagt, dass sie generell eher als generisch und nicht als referierend anzusehen sind.

Literatur[Bearbeiten]