Genk

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Dieser Artikel behandelt die belgische Stadt in der Provinz Limburg. Zum niederländischen Maler und Grafiker siehe Willem van Genk.
Genk
Coat of arms of Genk1.jpg Flag of Limburg (Belgium).svg
Genk (Limburg)
Genk
Genk
Staat Belgien
Region Flandern
Provinz Limburg
Bezirk Hasselt
Koordinaten 50° 57′ N, 5° 30′ O50.955.5Koordinaten: 50° 57′ N, 5° 30′ O
Fläche 87,85 km²
Einwohner (Stand) 65.264 Einw. (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 743 Einw./km²
Postleitzahl 3600
Vorwahl 089
Bürgermeister Wim Dries (CD&V)
Adresse der
Kommunalverwaltung
Stadsplein 1
3600 Genk
Webseite www.genk.be

lblelslh

Genk ist eine Stadt in der belgischen Provinz Limburg und liegt am Albertkanal.

Geschichte[Bearbeiten]

Bergwerk bei Genk

Genk war ein unbedeutender Weiler, bis im Jahr 1901 im nahen Dorf As und kurz darauf auf der eigenen Gemarkung bedeutende Kohlevorkommen entdeckt wurden. Genk wuchs daraufhin zu einem der bedeutendsten Kohlereviere und industriellen Zentren Belgiens an.

Seit den 1960er Jahren setzte, ähnlich wie in anderen westeuropäischen Kohleregionen, ein Strukturwandel ein. 1966 wurde die erste von drei Minen geschlossen, in den 1980er Jahren die beiden verbliebenen.

Erst im Jahr 2000 wurde die Gemeinde Genk zur Stadt erhoben. Sie hat derzeit 65.264 Einwohner (Stand 1. Januar 2012).

Gliederung[Bearbeiten]

Genk besteht aus den Ortsteilen Bokrijk, Boxbergheide, Bret-Gelieren, Centrum, Driehoeven, Hoevezavel, Kolderbos, Langerlo, Nieuwe Kempen, Nieuw Texas, Sledderlo, Termien, Vlakveld, Waterschei, Winterslag und Zwartberg.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das 1964 eröffnete Ford-Werk ist mit rund 4.500 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Stadt. Der US-amerikanische Automobilkonzern stellt dort seine Modelle Mondeo, Galaxy und S-MAX her. Bis 2004 wurde in Genk auch der Transit gebaut. Ford kündigte im Oktober 2012 an, das Werk im Jahr 2014 zu schließen. Rund 5.000 weitere Arbeitsplätze hängen von diesem Werk ab.[1]

Ein weiterer großer Arbeitgeber ist ArcelorMittal. Im Stahlwerk Genk werden täglich ca. 3.000 Tonnen Brammen aus Edelstahl (Formate bis zu 2000 x 160 mm) produziert. Diese Brammen werden anschließend im Warmwalzwerk Carlam (Charleroi) zu Coils gewalzt und dann zu den weiteren Kaltwalzwerken hauptsächlich in Frankreich (Isbergues, Gueugnon) und Belgien (Genk) verschickt. Aus den Coils entstehen Edelstahlbleche, welche dann von den Kunden weiterverarbeitet werden. Ein weiteres Edelstahlwerk (ArcelorMittal Châtelet) wurde vor einigen Jahren in Charleroi errichtet.

Soziales[Bearbeiten]

Durch die für die Arbeit im Bergbau seit etwa 1913 aus immer weiteren Kreisen zugewanderten Arbeiter aus den Niederlanden, Polen, Italien, der Ukraine, Russland, der Türkei und Marokko wurden auch viele Religionen in Genk heimisch. Die Gläubigen haben in Genk im Laufe der Zeit Kirchen verschiedener christlicher Glaubensrichtungen, später auch Moscheen gebaut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu Genk gehört die Domein Bokrijk, zu der ein für Belgien bedeutendes Freilichtmuseum, ein großer Spielplatz und auch ein botanischer Garten, das Bokrijk Arboretum, gehören. Des Weiteren sind das Europlanetarium zu erwähnen sowie das anbei liegende Erholungsgebiet Kattevenia.

Im Jahr 2012 war Genk Gastgeber für Manifesta, die Europäische Biennale für zeitgenössische Kunst. Zusammen mit der Biennale von Venedig und der Documenta in Kassel ist Manifesta eine der bedeutendsten Kunstveranstaltungen Europas.

Sport[Bearbeiten]

Der örtliche Fußballverein KRC Genk zählt zu den Topclubs der belgischen Liga, wurde 1999, 2002 und 2011 Landesmeister, 1998, 2000 und 2009 Landespokalsieger. In der belgischen Stadt gibt es eine der modernsten Kartbahnen Europas, wo bereits Läufe zur Kart-Weltmeisterschaft stattfanden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] spiegel.de 24. Oktober 2012: Ford schließt belgischen Standort Genk

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Genk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien