Gennaro Gattuso
| Gennaro Gattuso | ||
Gennaro Gattuso 2007 im Trikot des AC Mailand |
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Gennaro Ivan Gattuso | |
| Geburtstag | 9. Januar 1978 | |
| Geburtsort | Corigliano Calabro, Italien | |
| Größe | 177 cm | |
| Position | Defensives Mittelfeld | |
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1994–1997 1997–1998 1998–1999 1999–2012 2012– |
AC Perugia Glasgow Rangers Salernitana Calcio AC Mailand FC Sion |
10 (0) 40 (7) 25 (0) 335 (9) 17 (1) |
| Nationalmannschaft | ||
| 1995–1996 1998–2000 2000–2010 |
Italien U-18 Italien U-21 Italien |
14 (3) 21 (1) 73 (1) |
| Stationen als Trainer | ||
| 2013 | FC Sion | |
| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. Stand: 30. Januar 2013 |
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Gennaro „Rino“ Ivan Gattuso (* 9. Januar 1978 in Corigliano Calabro (CS), Italien) ist ein italienischer Fußballspieler, der im Mittelfeld zum Einsatz kommt. Mit dem AC Mailand gewann er in den Spielzeiten 2002/03 und 2006/07 die UEFA Champions League. Außerdem spielte er bis 2010 in der italienischen Nationalmannschaft, mit der er 2006 den Weltmeistertitel errang.
Inhaltsverzeichnis |
Karriere[Bearbeiten]
Im Verein[Bearbeiten]
AC Perugia[Bearbeiten]
Das Fußballspielen begann Gattuso, der aus einfachen kalabrischen Verhältnissen stammt, im Kindesalter am Strand von Schiavonea, einem Ortsteil der Stadt Corigliano Calabro in der Provinz Cosenza. 1994 verpflichtete ihn der damalige italienische Zweitligist AC Perugia. Nach dem Aufstieg von Perugia 1996 debütierte er am 22. Dezember desselben Jahres als Achtzehnjähriger in der Serie A.
Glasgow Rangers[Bearbeiten]
1997 wechselte Gennaro Gattuso nach Schottland zu den Glasgow Rangers. Dort gewann er schnell die Anerkennung der Fans durch seine aggressive Spielweise, zu der die frühzeitige Rückeroberung des Balles im Mittelfeld zählte und die ihm den Spitznamen Braveheart einbrachte. Ein besonderes Verhältnis pflegte er zum damaligen Manager der Rangers, Walter Smith, der nach Gattusos eigenen Worten wie ein "zweiter Vater" für ihn war.
Smiths Nachfolger im Amt des Managers, Dick Advocaat, setzte Gattuso anfangs als Verteidiger ein, später fand Gattuso in seinem System keinen Platz mehr, weshalb er im Oktober 1998 schließlich für drei Millionen Pfund (umgerechnet etwa 4,35 Mio Euro) zu Salernitana Calcio und damit zurück in sein Heimatland Italien wechselte.
AC Mailand[Bearbeiten]
Nach nur zehnmonatigem Engagement in Salerno wechselte Gattuso 1999 für umgerechnet etwa 11,6 Millionen Euro zum AC Mailand, mit dem er seine größten sportlichen Erfolge feierte. 2003 wurde er auf nationaler Ebene Pokalsieger und 2004 sowohl Meister als auch Gewinner des Supercup. Im gleichen Jahr bezwangen die „Rossoneri“ im Finale der Championsleague den Ligakonkurrenten Juventus Turin mit 3:2 nach Elfmeterschießen. 2005 und 2007 stand Gattuso noch zweimal mit Mailand im Championsleague-Finale. In beiden Jahren war der FC Liverpool Gegner. 2005 verlor Mailand das Endspiel, konnte sich allerdings zwei Jahre darauf revanchieren. Neben diesen Erfolgen gewann er mit Mailand den UEFA Super Cup 2007 sowie die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft im selben Jahr.
Zum Ende der Spielzeit 2007/08 kamen nach einem schlechten Saisonverlauf und der Verpflichtung von Mathieu Flamini Gerüchte über eine Trennung von Gattuso und dem AC Mailand auf. Zudem zeigte der FC Bayern München ein vorübergehendes Interesse an der Verpflichtung Gattusos. Schließlich verlängerte Gattuso seinen Vertrag bei Mailand zu verbesserten Konditionen.
FC Sion[Bearbeiten]
Zum Ende der Saison 2011/12 verließ Gattuso den AC Mailand nach 13 Jahren nach Auslaufen seines Vertrages[1][2] und wechselte zum Schweizer Erstligisten FC Sion, bei dem er einen Zweijahresvertrag unterschrieb.[3] Im Februar 2013 wurde nach einer 0:4-Niederlage bekannt, dass Gattuso kommissarisch die Aufgaben seines Trainer-Vorgängers Víctor Muñoz übernimmt und somit als Spielertrainer fungiert. Muñoz behielt zwar offiziell das Amt, weil er im Gegensatz zu Gattuso die nötige Lizenz besitzt, laut Klubführung sollte jedoch Gattuso als Kapitän bis auf weiteres die Angelegenheiten regeln.[4][5] Ende März verpflichtete der Verein Arno Rossini als neuen Cheftrainer. Gattuso blieb zwar vorerst im Trainerteam,[6] wurde jedoch gemeinsam mit Rossini mangels Erfolg am 13. Mai 2013 aus dem Traineramt entlassen.[7]
In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]
Gattuso nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea und an der Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal teil. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde er mit Italien Weltmeister. Nach dem Viertelfinalspiel Italiens gegen die Ukraine wurde er zudem zum "Man of the match" gewählt.[8]. Er war während des Turniers Sinnbild eines Teams, das weniger durch spielerische Fähigkeiten als vielmehr durch einen Mannschafts- und Kampfgeist sowie Siegeswillen überzeugte. Nach der Weltmeisterschaft wurde er neben Gianluigi Buffon, Fabio Cannavaro, Gianluca Zambrotta, Andrea Pirlo, Francesco Totti und Luca Toni als siebter Italiener ins 23 Spieler umfassende AllStars Team gewählt.
Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2010, bei der die Squadra Azzurra bereits in der Vorrunde ausschied, beendete Gattuso seine Nationalmannschaftskarriere.[9]
Erfolge[Bearbeiten]
In der Nationalmannschaft
- U-21-Europameister: 2000
- Weltmeister: 2006
- Nennung im All-Star-Team der WM 2006
Im Verein
- UEFA Champions League: 2002/03, 2006/07
- Coppa Italia: 2002/03
- UEFA Super Cup: 2003, 2007
- Italienischer Meister: 2003/04, 2010/11
- Italienischer Supercup: 2004, 2011
- FIFA-Klub-Weltmeisterschaft: 2007
Sonstiges[Bearbeiten]
Gattusos rustikale Art hat ihm in Italien den liebevoll-spöttischen Spruch eingetragen: Der Mensch stammt vom Gattuso ab. Er selbst beschreibt sich als „hässlich wie die Schulden“ (im Original: „brutto come i debiti“).[10]
Seinen Spitznamen „Ringhio“ (zu deutsch: „Knurren“ oder „Knurrer“) konnte er allerdings lange Zeit nicht ausstehen. Gattuso war einer der wenigen Spieler des AC Mailand, der die Partei Popolo della Libertà des Vereinspräsidenten Silvio Berlusconi nicht unterstützt.
Privates[Bearbeiten]
- Gennaro Gattuso hat immer noch enge Beziehungen zu Glasgow. Seine langjährige Lebensgefährtin, die er dort kennengelernt hatte, hat er geheiratet. Mittlerweile haben sie eine Tochter und einen Sohn.
- Der deutsche Fußballprofi Cataldo Cozza ist einer seiner Cousins.[11]
Weblinks[Bearbeiten]
- Gennaro Gattuso in der Datenbank von Weltfussball.de
- Profil beim italienischen Verband
- Einsatzstatistiken bei aic.football.it
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ GATTUSO: HEART AND DETERMINATION
- ↑ GATTUSO: MILAN FOREVER!
- ↑ Gennaro Gattuso für zwei Jahre zum FC Sion, nzz.ch vom 14. Juni 2012 (abgerufen am 14. Juni 2012).
- ↑ Le groupe placé devant ses responsabilités, FC-Sion.ch, Abgerufen am 25. Februar 2013
- ↑ Constantin schlägt wieder zu: Muñoz fliegt raus, Gattuso übernimmt, Aargauer Zeitung, Abgerufen am 25. Februar 2013
- ↑ sfl.ch: Rossini aus dem Schatten ins Rampenlicht
- ↑ Schweizer Skandalclub Sion: Gattuso vom Trainer zum Spieler degradiert. In: [[Spiegel Online] vom 13. Mai 2013. Abgerufen am 13. Mai 2013.
- ↑ http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/football/world_cup_2006/4991620.stm
- ↑ Gattuso beendet Nationalelf-Karriere
- ↑ corriere.it.
- ↑ Neuzugang Cataldo Cozza im Interview. www.dynamo-dresden.de, Februar 2007, abgerufen am 24. August 2010.
Adaílton | Aislan | Vullnet Basha | Arnaud Bühler | Didier Crettenand | Oussama Darragi | Steven Deana | Michael Dingsdag | Gelson Fernandes | Kevin Fickentscher | Gennaro Gattuso | Léo Itaperuna | Joaquim Adão | Kyle Lafferty | Xavier Margairaz | André Marques | Evan Molingo Melo | Dragan Mrđa | Yannick N’Djeng | Alberto Regazzoni | Anthony Sauthier | Vilmos Vanczák | Andris Vaņins
Trainer: Gennaro Gattuso
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gattuso, Gennaro |
| ALTERNATIVNAMEN | Gattuso, Gennaro Ivan (vollständiger Name); Gattuso, Rino Ivan (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 9. Januar 1978 |
| GEBURTSORT | Corigliano Calabro |

