Genzkow

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern. Zur deutschen Schauspielerin siehe Carolyn Genzkow.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Genzkow führt kein Wappen
Genzkow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Genzkow hervorgehoben
53.627513.49888888888930Koordinaten: 53° 38′ N, 13° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Friedland
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 9,08 km²
Einwohner: 135 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17099
Vorwahl: 039601
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 038
Adresse der Amtsverwaltung: Carl-Leuschner-Straße 1
17098 Friedland
Webpräsenz: www.friedland-mecklenburg.de
Bürgermeisterin: Irma Fenske
Lage der Gemeinde Genzkow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Genzkow ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommerns. Sie wird vom Amt Friedland, angesiedelt in der Stadtverwaltung Friedland, verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt etwa zwei Kilometer östlich des Urstromtales der Datze und rund sechs Kilometer südlich der Stadt Friedland. Das Gelände steigt vom Datzetal in östlicher Richtung allmählich bis zum Endmoränenbogen der Brohmer Berge an.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemarkung von Genzkow ist seit dem Neolithikum besiedelt. So befanden sich einst südöstlich der Chaussee Neubrandenburg-Friedland über 20 Großstein- und Hügelgräber, die aus der Jungsteinzeit bzw. der Bronzezeit stammten. Sie wurden im 19. Jahrhundert von Steinhauern zerstört. Aus einem der Genzkower Hügelgräber liegt im Neubrandenburger Museum der Griff eines bronzenen Vollgriffschwertes vor. Im Bereich der Grenze zur Gemarkung Friedland existiert ein halb zerstörtes Groβsteingrab mit sogenannten “Schälchen” auf dem Deckstein. In der Nähe befinden sich zwei erhaltene Hügelgräber aus der Bronzezeit. Von einem nicht lokalisierbaren Fundplatz stammt eine spätrömische Münze. Slawische und frühdeutsche Keramikfragmente wurden auf den Feldern um Genzkow herum aufgelesen.

1298 wurde Genzkow als Ort erstmals in einer Urkunde erwähnt. Die Genzkower Feldsteinkirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Nach diversen Sicherungsmaßnahmen in den 1990er Jahren ist die Kirche inzwischen nicht mehr akut einsturzgefährdet. Das Gutshaus, das heute Eigentum der Gemeinde ist, stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ehemaliges Gutshaus
  • Feldsteinkirche
  • Drei Einzelgräber von namentlich bekannten polnischen Opfern der Zwangsarbeit, die zwischen 1942 und 1945 zu Tode kamen. Seit 1994 erinnern Grabplatten mit ihren Namen an diese Opfer des Nationalsozialismus.

In der Liste der Baudenkmale in Genzkow stehen die in der Denkmalliste des Kreises Mecklenburg-Strelitz eingetragenen Baudenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Alte Stallgebäude, um 1980

Haupterwerbszweig ist in Genzkow nach wie vor die Landwirtschaft. Die örtliche Land-GmbH beschäftigt sich vorwiegend mit Ackerbau und Schafzucht.

Zahlreiche Bungalows dienen vorwiegend der Erholung der Städter aus dem nahen Neubrandenburg.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Knapp westlich von Genzkow führt die Bundesstraße 197 von Neubrandenburg über Friedland nach Anklam vorbei. Der nächste Bahnhof liegt im zwölf Kilometer entfernten Sponholz (Strecke Neubrandenburg–Pasewalk–Stettin).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Genzkow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)